CeBIT: "Dann können wir das Teil ja gleich 'Fritz' nennen" - AVM im Interview
CeBIT: "Dann können wir das Teil ja gleich 'Fritz' nennen" - AVM im Interview
netzwelt: Sind Dual-Mode-Geräte auch eine Option für AVM?
Schöllhammer: Dual-Mode-Geräte sicher nicht. Allerdings zeigen wir hier ein Gerät, mit dem man über WLAN telefonieren kann. Mit dem "Fritz!mini" können Sie in ungeahnter Audioqualität telefonieren - deutlich besser als im Festnetz. Eine Integration von GSM sehe ich aber im Moment nicht. Für die Zukunft möchte ich es aber nicht ausschließen.
netzwelt: Wer jetzt einen DSL-Vertrag abschließt, bekommt kaum etwas anderes als AVM-Hardware. Wünscht sich AVM nicht manchmal ein bisschen mehr Konkurrenz, damit mehr Schwung ins Geschäft kommt?
Schöllhammer: Nein, eigentlich nicht. Es gibt schon ausreichend Konkurrenz. In der Regel bringt Wettbewerb auch keine neuen Features, sondern drückt nur den Preis. Viele Hersteller verwenden die Standard-Chipsätze der Zulieferer und verwenden auch deren fertige Software. Wir tun das nicht, wir entwickeln alles selber, und zwar in Deutschland. Das drückt den Preis nicht gerade, und viele Mitbewerber produzieren billig in Asien.
netzwelt: Warum produziert AVM in Deutschland?
Schöllhammer: Das hat mehrere Vorteile. Man hat einen direkteren Draht zur Produktion, kein Zeitzonenproblem und kann bei Problemen schneller eingreifen. Es hat aber auch mit Verantwortung zu tun: Bei unserem Hersteller arbeiten rund tausend Menschen.
netzwelt: Wofür steht AVM?
Schöllhammer: Das stand einmal für "Audio-visuelles Marketing". Die Firma hatte zur dieser Zeit auch ganz andere Produkte, das erste war ein BTX-Decoder. Wir verwenden heute aber nur noch die Abkürzung.
netzwelt: Welche Fritz!Box haben Sie zu Hause?
Eine 7170 und noch eine 7050. Damit teste ich die neue Firmware, mit der sich eine Fritz!Box als WLAN-Repeater verwenden lässt. Eigentlich brauche ich das nicht, weil meine Wohnung überhaupt nicht so groß ist. Aber es ist ja bloß ein Test.
netzwelt: Sind Sie zufrieden?
Schöllhammer: Klar.
netzwelt: Ein persönlicher Wunsch für die Fritz!Box?
Schöllhammer: Die meisten Wünsche kommen ins Produkt. Ich könnte den 802.11a-WLAN-Standard gut gebrauchen, den benutzen meine Nachbarn nicht. Auf den normalen Frequenzen ist bei mir zu Hause ziemlich viel los.

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