CeBIT: "Dann können wir das Teil ja gleich 'Fritz' nennen" - AVM im Interview
CeBIT: "Dann können wir das Teil ja gleich 'Fritz' nennen" - AVM im Interview
netzwelt: Wäre es nicht einmal Zeit für ein neues Gehäuse für die Fritz!Box, sodass ein paar mehr Anschlüsse draufpassen?
Schöllhammer: Natürlich vertrauen wir auf die inneren Werte. Für die Fritz!Box ist kein neues Gehäuse geplant.
netzwelt: Warum baut man nicht schon den DSL-Splitter in die Fritz!Box ein?
Schöllhammer: Der DSL-Splitter ist noch Teil des Telefonnetzes und wird deswegen vom Netzbetreiber geliefert. Die so genannte "Öffnung im Endgerätemarkt" beginnt erst hinter dem Splitter.
netzwelt: Es würde aber viel Kabelsalat beim Kunden entfallen.
Schöllhammer: Das stimmt, aus Sicht des Kunden liegt dann ein Gerät weniger unter dem Schreibtisch. Wenn aber nicht alle Modem-Hersteller gleichzeitig den Splitter ins Modem integrieren, werden die Netzbetreiber weiterhin ihre eigenen Splitter ausliefern. Die Kunden müssten aber den Splitter, der in unserem Router eingebaut ist, mitbezahlen - schließlich sind das elektronische Bauteile. Also müssten sie beide Splitter bezahlen. Ich glaube nicht, dass sich auf dem deutschen Markt in dieser Richtung etwas tun wird.
netzwelt: Was kommt nach VoIP, Telefonanschluss und USB als nächstes in den DSL-Router?
Schöllhammer: Da kann ich nur spekulieren.
netzwelt: Dann spekulieren Sie doch mal.
Schöllhammer: Da gibt es hier auf der CeBIT schon einige Dinge in dieser Richtung zu sehen. Audio- und Videofunktionen wären möglich, wenn das entsprechend nachgefragt würde. Das sind aber erst einmal nur Ideen - es ist also nicht sicher, dass diese Funktionen in die Fritz!Box kommen. Wir rüsten nebenher aber auch noch die bestehenden Fritz!Boxen per Firmware-Update auf, um neue Funktionen einzuführen, ohne dass neue Hardware nötig wäre. Im April kommt das nächste Update für die Fritz!Box mit neuen Funktionen. Wir versuchen, die Hardware beständig zu halten und über die Firmware aufzurüsten.
netzwelt: Stichwort Triple Play: Mittelfristig müsste AVM doch ein Media-Center entwickeln.
Schöllhammer: Wir zeigen hier Geräte-Studien für Internet-Provider. Wir haben ein Audio-Gerät hier und auch eines für Videos. Darin arbeitet ein sehr leistungsfähiger Prozessor, der auch aktuelle Codecs wie H.264 beherrscht und damit HD-fähig ist. Das Gerät hat S-Video, Composite und DVI. Daneben hat es auch ein VDSL2-Modem. Um es als Ergänzung zu einer bestehenden Lösung nutzen zu können, wird es das Gerät auch ohne Modem geben. Oft haben die Kunden ja schon ein Heimnetzwerk, in der dann die Audio- und Video-Lösungen nur noch integriert werden müssen.

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