Wie Router entwickelt werden und warum WLAN nicht dasselbe ist wie ein drahtloses Netzwerk
CeBIT: "Dann können wir das Teil ja gleich 'Fritz' nennen" - AVM im Interview
Lars Gurow
Jan Schöllhammer ist Produktmanager beim Fritz!Box-Hersteller AVM. Im netzwelt-Interview spricht er über die Fritz!Box, zukünftige Geräte und den Standort Deutschland.
Am AVM-Stand ist es nett: Kein billiger Filterkaffee, sondern feiner Espresso in vorgewärmten Tassen, dazu Gebäck und Mineralwasser. Schöllhammer erscheint im schwarzen Samt-Sakko und wirkt weder wie ein fieser Manager noch wie ein Technik-Nerd, sondern einfach bodenständig.
netzwelt: Warum heißt die Fritz!Box Fritz!Box?
Schöllhammer: Bei jedem neuen Produkt gibt es einen Namensfindungsprozess. Es gab sehr viele Namen, die zur Debatte standen. Am Ende haben wir uns für "Fritz" entschieden, weil der Name von den ISDN-Controllern und DSL-Modems schon recht bekannt war.
netzwelt: Und woher haben diese Produkte den Namen "Fritz?"
Schöllhammer: Die Produkte sollten damals keinen kryptischen Namen mit Buchstaben und Zahlen bekommen, sondern einen einfachen Namen, den man gut behalten konnte. Es hieß: "Dann können wir das Teil ja gleich 'Fritz' nennen". Und dabei blieb es dann auch.
netzwelt: Wie wird eigentlich ein neuer Router entwickelt?
Schöllhammer: Zuerst legen wir fest, was das Gerät können soll und welche Hardware zum Einsatz kommt: Welche Schnittstellen bekommt das Gerät, wozu sollen sie dienen, welche Prozessorleistung steht zur Verfügung? Dann baut die Hardware-Abteilung die ersten Test-Boards auf, wir versuchen dann, die Firmware zum ersten Mal zu starten. Die Firmware wird dann kontinuierlich weiterentwickelt. Am Ende arbeiten wir an der Oberfläche und geben dem Gerät den letzten Schliff, damit das WLAN dann auch überall "WLAN" heißt und nicht manchmal "drahtloses Netzwerk".
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