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16.03.2006
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Kleiner, größer und heimeliger

CeBIT: Von Winzlingen und Wohnzimmer-PCs

Benjamin Schnitzler

netzwelt: Wird es bei der rasanten Hardware-Entwicklung nicht immer schwieriger, leise PCs zu bauen?
Bastian Fröhlig: Es wird eigentlich einfacher. Wenn man sich den Shuttle XPC Mini X100 anschaut, haben wir dort die neuen Intel Core Duo-Prozessoren verbaut, die aus dem Notebook-Bereich kommen und sich passiv kühlen lassen. Was High-End-PCs betrifft, sind die größten Probleme eigentlich Grafikkarten, weil sie mehr Wärme abgeben und oftmals immer lauter und größer werden. Das ist noch so eine Komponente, die noch kleiner und leiser werden sollte - hier sind die Hersteller gefragt.

netzwelt: Ist es denn jetzt schon möglich, alle Unterhaltungsgeräte im Wohnzimmer durch einen einzigen PC zu ersetzen?
Bastian Fröhlig: Ein Wohnzimmer-PC kann auf jeden Fall alles ersetzen. Was momentan allerdings noch problematisch ist, ist dass man eine gewisse PC-Affinität benötigt, um entsprechende Geräte anzuschließen und einzurichten. Es gibt noch kein Gerät, dass ich so einfach bedienen könnte wie meinen DVD-Player, der nach dem Einschalten sofort funktioniert. Beim PC habe ich Bluescreens und einem unerfahrenen User klar zu machen, dass das nicht der Untergang der Welt ist, ist schon etwas problematischer. Bei einem PC ist es oftmals eben nicht so, dass ich ihn aus- und einschalte und er gleich läuft. Wir müssten dahin kommen, dass ein Wohnzimmer-PC wirklich so funktioniert, dass ich "Plug and Play" habe: also er erkennt automatisch, welche Auflösung mein Fernseher hat, welchen Fernsehempfang und welche Internetverbindung ich habe. Wenn wir soweit sind, werden sich Wohnzimmer-PCs auch auf dem Massenmarkt durchsetzen. Aber wir sind auf dem besten Weg dahin.

Wohnzimmer- und Mini-PCs auf der CeBIT 2006

  • Shuttle XPC X100
  • Spielfieber bei Shuttle
  • Wohnzimmer-PC mit AMD-Technik
  • Spielfieber bei Shuttle
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netzwelt: Welchen PC haben Sie eigentlich zu Hause stehen?
Bastian Fröhlig: Da habe ich einen Shuttle XPC SP81P mit einem Intel-Prozessor für den Sockel 775, zwei Festplatten mit insgesamt einem Terabyte, DVD-Brenner, eine X800-XT-Grafikkarte - also schon ein High-End-System. Momentan vielleicht nicht mehr ganz "up-to-date", aber für meine Ansprüche reicht's.
netzwelt: Warum keinen AMD-Prozessor beziehungsweise keine Nvidia-Grafikkarte?
Bastian Fröhlig: Weil zu dem Zeitpunkt die X800 XT die schnellste Karte auf dem Markt war. AMD oder Intel? Ich persönlich bin mehr so der Intel-Fan. Es lag aber auch daran, dass der SP81P unser erster Rechner für Sockel 775-Prozessoren im P-Design war, das mir sehr, sehr gut gefällt.

netzwelt: Herzlichen Dank für das Gespräch!


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