CeBIT: Wasser statt Lüfter - die bessere PC-Kühlung
CeBIT: Wasser statt Lüfter - die bessere PC-Kühlung
netzwelt: Ist das denn auch leise?
Markus Husterer: Das ist dann lautlos, da hören Sie gar nichts mehr. Das lauteste Geräusch wird definitiv das Klacken der Festplatte beim Zugriff sein. Es gibt natürlich immer ein lautestes Geräusch, sprich wenn Sie einen wahnsinnig lauten CPU-Lüfter haben und Sie ersetzen ihn durch eine Wasserkühlung, dann haben Sie das nächste lauteste Geräusch. Das wird dann wahrscheinlich die Grafikkarte sein.
netzwelt: Wie könnte eine Wasserkühlung für jedermann aussehen?
Markus Husterer: Eine erste Vorstellung davon werden wir Mitte des Jahres sehen. Ein erster Weg ist natürlich die Reduzierung der Komponenten-Anzahl. Je mehr "Zeug" Sie ganz salopp gesagt einbauen müssen, desto schwieriger wird's.
Wichtig wird sein, die Anzahl der Module zu reduzieren, ohne die Variabilität zu verlieren - es darf kein Riesenklotz werden, der in keinem PC mehr Platz findet.
Natürlich wäre auch die Vereinfachung externer Systeme eine Möglichkeit: Wenn man sich ein optisch ansprechendes Gerät vorstellt, dass sich harmonisch auf jedem PC platzieren lässt und das Ganze noch für einen moderaten Preis, dann ist das auch ein durchaus begehbarer Weg. Sprich: Das kann sich jeder auf den PC zu Hause stellen, muss am PC selbst nichts modifizieren, es ist innerhalb von fünf bis zehn Minuten eingebaut. Auch solche Überlegungen laufen.
netzwelt: Wenn wir von Modulen sprechen - lässt sich eine Wasserkühlung auch besser erweitern als eine Luftkühlung?
Markus Husterer: Selbstverständlich. Der primär höhere Preis einer Wasserkühlung bei der Erstanschaffung "egalisiert" sich sehr schnell, wenn Sie weitere Komponenten kühlen. Die Pumpe, den Radiator, die Verschlauchung und den Ausgleichsbehälter brauchen Sie ja teilweise nur ein einziges Mal. Es ist natürlich eine größere Anschaffung, als wenn Sie sich nur einen CPU-Luftkühler kaufen. Aber wenn Sie jetzt beispielsweise über einen Grafikkartenkühler erweitern, dann schaut die Sache schon anders aus. Weil Sie dann nur noch den Kühler brauchen und die restlichen Komponenten nicht mehr.
Und wenn man bedenkt, dass man die Wasserkühlung mit Sicherheit problemlos in mehreren Generationen von PCs verwenden kann, spätestens dann ist Wasserkühlung vermutlich sogar günstiger.
netzwelt: Gehört der Wasserkühlung die Zukunft?
Markus Husterer: Absolut, in jedem Fall. Man kann die Sache mit dem Automobilbereich vergleichen: Auch da war die Wasserkühlung früher noch nicht Stand der Technik, relativ teuer und aufwändiger als die Luftkühlung, die es vorher gab. Aber da ging der Schritt nur zur Wasserkühlung der Fahrzeuge, weil die Technik es einfach verlangt hat. Die Motoren wurden immer heißer, immer leistungsfähiger - genauso wie die aktuellen CPUs.
Also kommen wir auch hier nicht um die Wasserkühlung herum.
netzwelt: Herr Husterer, wir danken für das Gespräch!

Sagen Sie Ihre Meinung!