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15.03.2006
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"Made in Germany": Interview mit Innovatek

CeBIT: Wasser statt Lüfter - die bessere PC-Kühlung

Benjamin Schnitzler

Wasser im Rechner ist halb so schlimm und oft sogar doppelt so gut - zumindest bei Wasserkühlungen im PC. Viele Computerbesitzer kennen die "coole" Möglichkeit nicht einmal, ihre Rechner leiser und langlebiger zu machen. Dabei ließ es sich sogar Prozessorgigant Intel nicht nehmen, auf der CeBIT 2006 ein eigenes H2O-System vorzustellen.

Auf zahlreichen Messeständen können Zuschauer halbnackte PCs mit edlen und exotischen Klempnerarbeiten bewundern: Beeindruckende "Kühltürme" mit mehr als einem halben Meter Höhe, Mini-Systeme im Handflächen-Format sowie regelrechte Kunstwerke mit einer Menge Metall, transparenten Schläuchen und bunten LEDs. "Made in Germany" ist hier besonders gefragt, denn die besten Wasserkühlungen kommen nicht aus Asien, sondern aus Deutschland.

Jens Neuschäfer von NvidiaDer älteste und wahrscheinlich größte Anbieter ist das 1999 gegründete Unternehmen Innovatek. In zünftiger bayerischer Mundart erklärt Geschäftsführer Markus Husterer gegenüber netzwelt, warum und wann eine Wasserkühlung die bessere Alternative ist. Wasser marsch!

netzwelt: Herr Husterer, was bringt überhaupt eine Wasserkühlung im PC?
Markus Husterer: Ein Wasserkühlsystem bietet fast nur Vorteile. Wir sehen den Hauptvorteil in der sehr guten Kühlleistung und der minimalen Lautstärke. Wenn Sie ein Wasserkühlsystem mit einem konventionellen Kühlsystem vergleichen, dann wird dieses immer relativ laut sein, um eine gewisse Kühlleistung zu erreichen.

netzwelt: Funktioniert das auch bei Spiele-PCs?
Markus Husterer: Besonders bei neuen High-End-PCs oder aktuellen High-End-Systemen mit sehr schnellen Grafikkarten und CPUs wird die Kühlung immer aufwändiger, weil die Systeme immer mehr Energie erzeugen. Und um das Ganze noch leise in den Griff zu bekommen, ist (eigentlich) die Wasserkühlung das Mittel der Wahl. Man kann sicherlich auch mit Luftkühlung erreichen, dass ein solches System läuft, allerdings wird der Lärm dann so überhand nehmen, dass der PC eine störende Lärmquelle darstellt. Er ist einfach zu laut. Der PC wandert ja auch immer mehr in die Wohnzimmer, also in den Lebensbereich. Die Wasserkühlung hat hier den Vorteil, dass sie eine optimale Kühlleistung erreicht, die für jedes System mehr als ausreichend ist, und das Ganze auch noch absolut lautlos beziehungsweise leise. Als angenehmen Nebeneffekt haben sie noch gewisse Kühlleistungsreserven, die man zum Beispiel fürs Overclocking nutzen kann.

netzwelt: Hält ein wassergekühlter PC länger?
Markus Husterer: Absolut. Und zwar kann man sich das so vorstellen, dass jeder Halbleiterbaustein altert. Und er altert umso mehr, desto wärmer er wird. Sprich, wenn der Baustein heißer wird, dann nimmt die Lebensdauer ab. Und das geht auch ziemlich rapide, wenn es sehr heiß wird, weil er dann nämlich durchbrennt - um das einmal ins Extrem zu führen. Durch die Wasserkühlung wird die Temperatur im Halbleiter deutlich reduziert und damit auch die Lebensdauer hinaufgesetzt.

Wasserkühlungen auf der CeBIT 2006

  • PC-Wasserkühlung im Detail
  • Heavy Metal
  • Innovatek-Geschäftsführer Markus Husterer
  • Wassergekühlter PC
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News Flash, am 05.12.2008 03:13

CeBIT: Wasser statt Lüfter - die bessere PC-Kühlung

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