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11.03.2006
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Mehr als bloß kleine PCs

CeBIT-Interview mit Asus: Edel-Notebooks - Luxus zum Herumtragen

Benjamin Schnitzler

netzwelt: Stichwort Dual Core - sind Notebooks mit zwei Prozessorkernen überhaupt notwendig?
Lars Schweden: Im Rahmen der immer umfangreicher werdenden Anwendungen ist es durchaus sinnvoll, die Doppelkern-Technologie einzusetzen, da mittlerweile viele Applikationen parallel verarbeitet werden. Früher habe ich ein Notebook benutzt, um meine Briefe zu schreiben. Mittlerweile laufen aber auch Virenschutz-Anwendungen, Messenger-Lösungen, Office-Anwendungen - viele, viele Anwendungen müssen parallel abgearbeitet werden und da ist es wirklich ein Quantensprung, dass wir da die zwei Kerne haben, die sich die verschiedenen Applikationen dann teilen können.

netzwelt: Gehören Notebooks mit normalen Prozessoren jetzt zum Alteisen?
Lars Schweden: Aktuell schon, wobei wir allerdings nach wie vor - um unterschiedliche Preisvorstellungen zu erfüllen - Single-Core-Maschinen anbieten werden. So werden Single-Core-Prozessoren auch weiterhin eine Daseinsberechtigung haben. Aktuell ist Doppelkern-Technologie aber das Nonplusultra.

netzwelt: Man muss es also nicht unbedingt haben? Schließlich lassen sich Office-Anwendungen und Spiele durchaus mit einem Kern bewältigen.
Lars Schweden: Das hängt davon ab, wie hoch die Anforderungen des Einzelnen sind, die er an das Notebook stellt. Nicht für jeden Anwender ist ein Notebook mit zwei Kernen erforderlich.

netzwelt: Asus bietet bald ein Notebook zusammen mit der italienischen Edelsportwagenschmiede Lamborghini an: Wie kam es dazu?
Lars Schweden: Die Kooperation zwischen Asus und Lamborghini wurde mit Hilfe Intels ins Leben gerufen. Intel war sozusagen die unterstützende Kraft. Die Asus-Lamborghini-Notebooks, die wir auf der CeBIT sehen, sind nur das erste Ergebnis dieser Kooperation. Eine technologische Partnerschaft, in der die Design-Teams zusammenarbeiten, was aber nicht auf den Mobile-Bereich beschränkt ist. Intel war sozusagen der "Türöffner".

netzwelt: Bekommen Lambo-Käufer das Notebook gratis mit dazu?
Lars Schweden: Das ist jetzt eine Frage, die ich Ihnen nicht beantworten kann. Es ist aber so, dass auch Auto-Shops von Lamborghini in das Vertriebskonzept mit eingebunden werden sollen. Ob sie das Notebook gratis mit dazu bekommen, liegt auch vielleicht an der Entscheidung des Händlers.

netzwelt: Bei einem Preis von 150.000 Euro für den hier ausgestellten Lamborghini Gallardo dürfte das doch eigentlich drin sein. Da wäre das doch eigentlich ein Klacks?
Lars Schweden: Ich denke, für die Käufer ist es auch ein Klacks, das "bisschen" oben drauf zu legen und sich das tolle Asus-Lamborghini-Notebook mit dazu zu kaufen.

netzwelt: Es wird aber nicht genauso laut sein wie ein Lamborghini?
Lars Schweden: Nein, wir achten da mehr auf die inneren Werte eines Lamborghinis. Das Notebook verkörpert quasi das Design und die Schönheit eines Lamborghinis, gekoppelt mit modernster Notebook-Technologie, basierend auf Intels Dual-Core-Plattform.

netzwelt: Wer kauft sich so ein Notebook für 2.600 Euro?
Lars Schweden: Es wird Käufer aus dem privaten Umfeld geben, die Design-Liebhaber, die Trendsetter sind. Auch Beschäftigte der Automobilindustrie werden Käufer sein.

netzwelt: Meinen Sie nicht, dass es etwas albern aussehen könnte, mit dem Lamborghini-Notebook in öffentlichen Verkehrsmitteln zu sitzen?
Lars Schweden: (Entschlossen) Auf keinen Fall!


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