CeBIT-Interview: Die MP3-Player der Zukunft, hochbegabte Allzweckwaffen

CeBIT-Interview: Die MP3-Player der Zukunft, hochbegabte Allzweckwaffen

netzwelt: Mobiles Fernsehen findet Einzug in immer mehr Geräte, zum Beispiel Mobiltelefone. Aktuelles Beispiel aus Ihrem Hause wäre der Cowon A2, mit optional erhältlichem DMB-Aufsatz. Wird es auch eine DVB-H-Variante geben?
Jo: Wir arbeiten daran. Ob und wann kann ich aber leider noch nicht sagen.

netzwelt: Welche weiteren Features wird es in Zukunft bei Portable Media Playern geben?
Jo: Ich glaube, dass es möglich sein wird, immer und überall mit solchen Playern im Internet zu surfen. Entweder über WLAN-Hotspots oder über eine andere Verbindung. Dadurch ergeben sich völlig neue Möglichkeiten der Unterhaltung. Überall googlen, wenn Sie so wollen.

netzwelt: GSM, UMTS, WLAN, Bluetooth - welchem Standard trauen Sie am ehesten den Einzug in die portablen Gadgets zu?
Jo: Klare Antwort - WLAN

netzwelt: Mögen Sie MP3-Player und wenn ja warum?
Jo: Selbstverständlich mag ich MP3-Player, sie geben mir ein Gefühl von Freiheit. Denken Sie zurück an Sonys ersten Walkman. Wie wenig auf eine Kassette passte, wie umständlich das Bespielen mit neuer Musik war. Dann kamen die tragbaren CD-Player, die zwar über einen Zehn-Sekunden-Speicher gegen Aussetzer bei Erschütterungen verfügten, danach aber doch ruckelten. An Joggen war da nicht zu denken. Mit einem modernen Flash-Player ist dies heutzutage überhaupt kein Problem. Und nebenbei speichert dieser auch noch Ihre Urlaubsfotos und Videos.

netzwelt: Was mögen Sie am Apple iPod am meisten?
Jo: Man muss neidlos das Marketingkonzept und die treuen Kunden zur Marke anerkennen. Der Shuffle ist ein sehr einfach zu bedienender Player, mit dem selbst ältere Menschen keine Probleme haben.

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netzwelt: Ich bekomme jedes Mal einen Nervenzusammenbruch, wenn ich versuche Videos, die auf meinem Rechner gespeichert sind, auf meinen PMP zu kopieren. Ohne Konvertierung des Formates geht da meistens nichts. Was stört Sie persönlich derzeit noch am meisten bei tragbaren Playern?
Jo: Die Mensch-Maschine-Schnittstelle. Solche Geräte müssten einfacher, von jedem bedienbar sein.

netzwelt: Schönes Aussehen, guter Klang, einfache Bedienung - wenn Sie bei der Entwicklung eines neuen Players auf eines der drei genannten Merkmale verzichten müssten, welches wäre dies?
Jo (überlegt sehr lange): Auf keinen Fall würde ich auf einen guten Klang verzichten wollen. Auch eine durchdachte Bedienung halte ich, wie gesagt, für sehr wichtig. Ich würde also beim Design Abstriche machen, denn das ist eine Frage des Geschmacks.

netzwelt: Haben Sie schon einmal ein technisches Gerät auf den Boden oder an die Wand geworfen, nur weil es nicht funktioniert hat?
Jo (lacht): Ja, Fernbedienungen! Ich würde oft sehr gerne, kann mich dann aber doch zurückhalten. Meistens ist es die Software, über die ich mich ärgere. Da kann das Gerät an sich ja nichts dafür.

netzwelt: Herr Jo, vielen Dank für das nette Gespräch.

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