CeBIT: Kaspersky: Kein Antiviren-Unternehmen nimmt Virenschreiber

Der Werdegang des Constin Raiu

Jaschan hat Glück gehabt

Raiu ergänzte: "Antiviren-Unternehmen haben eine Vereinbarung, unter keinen Umständen Viren-Programmierer anzustellen." Das habe den Grund, dass man die Tätigkeit dieser Subjekte nicht fördern wolle. Ist Jaschan also eine Ausnahme? Ja, und zwar eine besondere. Der Junge hat Glück gehabt wie kein Zweiter. Es dürfte schwer sein, eine solche Karriere zu wiederholen.

"Trotzdem hat Jaschan einen Job bei einem nicht so bekannten Sicherheits-Unternehmen bekommen", so Raiu, aber das sei eine Ausnahme. Kein nahmhaftes Unternehmen - der Seitenhieb ging an das Sicherheitsunternehmen Securepoint, das Jaschan jetzt beschäftigt. Damit wollen die großen Firmen zeigen, dass "Virenschreiben nicht der richtige Weg ist", so Raiu weiter.

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Constin Raiu begann schon in frühen Jahren mit der Virenbekämpfung: "Als ich in der Highschool war, hatten wir dort ein Novell-Netzwerk, das mit einem Virus infiziert worden war. Obwohl wir mehrere Antiviren-Tools installiert hatten, ließ sich der Schädling nicht entfernen. Updates liefen damals monatlich, weil es noch kein Internet gab, deshalb habe ich mich einfach eine Nacht hingesetzt und den Virus entfernt." Aber das konnte ja nicht alles sein? Nein: "Mein Programm wurde bekannt bei Leuten in der Nachbarschaft, die auch an dem Virus litten und mir wurden immer neue Viren angetragen. Bis Kaspersky irgendwann von mir hörte."

Der richtige Weg, ein Virenbekämpfer zu werden, ist also der der guten Seite. Wer selbst Schädlinge programmiert hat, wird kaum jemals eine Anstellung bei einer Antiviren-Firma finden. Und er sollte es auch nicht probieren: "Einmal hat es einer bei uns versucht", so Raiu. "Aus unseren Quellen kannten wir seine Tätigkeit. Wir haben ihn weggeschickt und die Polizei gerufen."

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Virenschutz hier.

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