Das ist neu bei AMD und Intel
Leistungsfähiger und Strom sparender - kurzum: effizienter
Die neue Mikroarchitektur, offizieller Nachfolger von "Netburst", hört auf den Namen "Core" und soll bereits in der zweiten Hälfte dieses Jahres mit den Zwei-Kern-Prozessor-Neulingen "Conroe" (Desktop), "Merom" (Notebook) und "Woodcrest" (Server) auf den Markt kommen. Gefertigt werden die Chips anfangs in 65-Nanometer-Struktur; 2007 soll aber auf einen Herstellungsprozess in 45 Nanometer umgestellt werden. Dann sollen auch die ersten "Core"-Quad-CPUs ("Clovertown", "Tigerton") präsentiert werden.
Designtechnisch handelt es sich bei "Core" im Großen und Ganzen um eine Weiterentwicklung der aktuellen Pentium-M-Architektur ("Yonah"), deren CPU-Abkömmlinge bezeichnenderweise ebenfalls als "Core", nämlich Intel Core Duo, betitelt werden. Hinzugefügt wurden ncoh einige bereits bekannte Features der Pentium-4-Prozessortechnologie sowie einige neue Funktionen, die die Arbeitsweise der Chips noch effizienter machen soll. Dazu zählen unter anderem eine 14 Stufen lange Pipeline mit vierfach multiskalarem Design, die es ermöglicht, mehrere Aufgaben (gleichzeitig) innerhalb eines Taktzyklus abzuarbeiten sowie ein ausgeklügeltes Strommanagement, mit dem einzelne Bereiche des Prozessors gezielt abgeschaltet werden können, falls diese nicht gebraucht werden. Zudem werden nun alle SSE-Befehle (SSE1, -2, -3 und -4), auch die mit 128-Bit-Datenbus, in nur einem einzigen Taktzyklus statt bislang zwei ausgeführt.
Insgesamt sollen die neuen "Core"-CPUs deutlich leistungsstärker, aber gleichzeitig auch wesentlich Energie sparender als ihre Vorgänger sein: Nach Angaben von Intel stellt ein "Woodcrest"-Prozessor mit 3,0 GHz einen Dual-Core Xeon mit 2,8 GHz sogar mit einer um 80 Prozent gesteigerten Performance-Bilanz in den Schatten, bei einer um 35 Prozent verringerten Leistungsaufnahme. Etwas weniger spektulär, aber immer noch beachtlich ist der Vergleich zwischen "Conroe" und Intels Spitzen-CPU Pentium D 950, wo die Werte in beiden Bereichen - Leistung und Energie - um 40 Prozent zugunsten des kommenden Chips aus "Core"-Basis ausfallen. Der Notebook-Prozessor "Merom" soll zudem 20 Prozent mehr Performance bieten als die aktuelle "Yonah"-CPU, bei jedoch gleichgebliebener Energieaufnahme.
