Überzeugen: Gigaset SE 555 WLAN dsl und Gigaset SX553 WLAN dsl
Besser ohne VoIP - zwei Gigaset-Router im Test
Christian Grohmann
Sicherheit und Reichweite
Um die bestmögliche Geschwindigkeit sicherzustellen, können die Gigaset-Router den Zugang auf Super-G-Clients beschränken. Sind dagegen auch ältere Adapter vorhanden, kann eine Art "Mixed Mode" genutzt werden. Gleiches gilt auch für 802.11b- und 802.11g-Mischungen, ebenso können ausschließlich ältere Clients benutzt werden. Ein großer Vorteil bei dieser Einschränkung ist der Sicherheitsaspekt: Verfügen die legitimen Nutzer ausschließlich über Super-G-Adapter, haben Angreifer ohne die Adapter keine Chance, in das Netzwerk einzudringen.
Auch sonst machen die Gigaset-Router Eindringlingen das Leben schwer: Sowohl die aktuelle WPA2-Verschlüsselung als auch der MAC-Adressfilter tragen zur Sicherheit bei; MAC-Adressen können allerdings nicht automatisch erfasst und müssen deshalb manuell eingegeben werden. Soll die Reichweite des Wireless-LANs vergrößert werden, können die Gigaset-Router mit einem Repeater ergänzt werden. Selbst funktionieren sie dagegen nicht als Repeater.
Die drei Gigaset-Router haben ein komplettes Sicherheitspaket an Bord: Neben der gängigen NAT-Firewall verfügen die Gigaset-Router über Einstellungen zum Port-Forwarding, um verschiedenen virtuellen Servern im lokalen Netzwerk Dienste wie TCP oder UDP zuweisen zu können. Auch können ganze IP-Bereiche im lokalen Netzwerk verschiedenen globalen IP-Adressen zugewiesen werden - vorausgesetzt, sie sind beim Provider bestellt. Darüber hinaus können Filterregeln auch auf einzelne PCs angewendet werden. Zeitbedingungen für die Filterfunktionen gibt es ebenfalls - für eine WLAN-Abschaltung über Nacht lassen sie sich allerdings nicht einspannen.
Gigaset SX553 WLAN dsl
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Als Print- oder Fileserver machen die Gigaset-Router eine gute Figur. Mit Betriebssystemen ab Windows 2000 müssen lediglich der Druckerport eingerichtet und die Druckertreiber installiert sein, ältere Betriebssysteme müssen den Druckerport erst noch installieren. Während sich Drucker hervorragend für den Einsatz im Netzwerk eignen, sind Multifunktionsgeräte, die auch Scannen und Kopieren können, oftmals nicht für den USB-Anschluss am Router geeignet: Da der Router an Drucker ausschließlich sendet, lässt sich ein eingescanntes Bild nicht abrufen.
Im Fileserver-Betrieb stellt sich das Gigaset im Netzwerk als Computer vor, der angeschlossene USB-Datenträger wird als freigegebener Netzwerk-Ordner - wahlweise lese- und/oder schreibgeschützt - dargestellt. Einzelne Partitionen können separat mit Passwörtern geschützt und sogar als Netzlaufwerke eingebunden werden. Diese Art der Dateifreigabe sollte auch von Mac-Computern akzeptiert werden.
Zwei analoge Telefone lassen sich an die Gigaset SX553-Modelle anschließen. Diese können dann wahlweise über Voice-over-IP als auch über Festnetz beziehungsweise ISDN Verbindung mit der Außenwelt aufnehmen. Die VoIP-Dienste von 1&1, Sipgate, Strato und Web.de sind bereits vorkonfiguriert. Für jedes Telefon kann ein SIP-Account eingerichtet werden - etwas zu wenig, wenn man bedenkt, dass die Fritz!Box Fon bis zu zehn SIP-Accounts verwalten kann.
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