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Google Earth, Weltall-Edition: Celestia im Test
Michael Knott
Historische und fiktive Objekte
Wenn man sich durch "The Motherlode" klickt, die Add-On-Datenbank von Celestia, finden sich neben diversen "echten" historischen Objekten wie der Apollo-11-Kapsel oder der Voyager-Sonde einige echt amüsante Spielereien für Fans der großen Science-Fiction-Reihen: Egal ob die seltsamen Raumkrümmungen aus "Babylon 5", Kampfschiffe aus "Star Wars" oder Klingonen-Cruiser aus "Raumschiff Enterprise" - die Kreativität der Celestia-Community kennt keine Grenzen. Da werden ganze fiktive Sternensysteme in Celestia eingefügt, neben Raumstationen, die jeder aus Film und Fernsehen kennt: Deep-Space 9, der Todesstern oder "Station V" aus dem Film "2001 - Odyssee im Weltraum." Sogar die rot karierte Rakete aus "Tim und Struppi" findet sich im umfangreichen Archiv.
Durch die freie Auswahl von Objekten und Kamera-Fahrten lässt sich Celestia wie die klassische Modell-Eisenbahn aufbauen und zusammenstellen. Wer möchte, kann ein Andockmanöver zwischen Sternenzerstörer und Raumschiff Enterprise einbauen, allerdings mit einem Haken: Celestia ist semi-statisch, das heißt, dass sich keine Raumschlachten oder ähnliche Dinge simulieren lassen. Dafür zeigt das Tool aber, abhängig von der Zeit auf dem Rechner, den aktuellen Sonnenstand auf den einzelnen Planeten an. Europäer, die Celestia nachts anwerfen, werden wenig von Europa sehen, weil um diese Zeit die andere Seite der Erde angestrahlt wird.
Mitmachen lohnt sich!
Doch wie lassen sich Objekte und Skripte in Celestia importieren? Eine gewisse Kenntnis der einschlägigen Render-Tools ist dringend erforderlich, um ein Objekt zu modellieren. Es muss kein 3D-Studio sein, aber auch Cinema 4D lässt sich hervorragend zur Erstellung von Weltraum-Objekten nutzen. Auch Planeten-Oberflächen lassen sich nachträglich einfügen, sobald hochauflösendere Bilder verfügbar sind. Eine feine Sache für alle, die gerne basteln und sich für das Weltall mit all seinen Nuancen interessieren. Doch Celestia kann wesentlich mehr und verfügt über zahlreiche wissenschaftliche Funktionen, die jedoch bestenfalls für Hobby-Astronomen interessant sein dürften und deshalb an dieser Stelle vernachlässigt werden.
Insgesamt ist Celestia ein überaus reizvolles Tool für alle, die sich professionell oder hobbymäßig mit dem Weltraum befassen. Die offene Architektur des Tools sorgt dafür, dass sich das Programm jederzeit mit den verschiedensten Details ergänzen lässt. Wie eine Modelleisenbahn nimmt das eigene Universum in Celestia auf diese Weise Form an und sorgt für viele spannende Abende. Wer Google Earth kennt und schätzt, sollte sich auch Celestia installieren, um seinen Horizont zu erweitern. In diesem Zusammenhang fällt positiv ins Gewicht, dass Celestia, anders als Google Earth, für alle drei wichtigen Betriebssysteme, nämlich Windows, Mac OS X und Linux, verfügbar ist.
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Mit der Maus quer über die ganze Welt browsen. Der Traum wird mit Google Earth war. Die Satelliten-Bilder sind teilweise so scharf, dass man sich schon daheim auf den Urlaubstrip vorbereiten kann. Dabei helfen auch unsere Positionsdaten. Die wichtigsten Anleitungen, Downloads und Tools rund um Google Earth finden Sie hier:
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