Free Space Simulator, kostenlos
Google Earth, Weltall-Edition: Celestia im Test
Michael Knott
Gerendert ohne Bilder
Anders als Google Earth nutzt Celestia keine Satelliten-Bilder, sondern bezieht seine Daten ausschließlich aus der mitgelieferten Datenbank und Texturen. Planeten, Sternensysteme und Galaxien werden nicht per Foto dargestellt, sondern gerendert, wodurch sich die Netzbelastung wie auch die Größe des Downloads in Grenzen hält. Der Nachteil: Die Detailreiche eines Google Earth erreicht Celestia nicht, in der Planeten-Ansicht der Erde sind zwar Orte eingetragen, betrachten kann man sie aber nicht. Dennoch: Für ein schönes Panorama der Planeten reicht es durchaus aus.
Wer mag, kann sich allerdings Satelliten-Karten in Celestia importieren, per Add-On werden Bilder aus der "Blue Marble"-Collection der NASA in das Programm übertragen, die detaillierte Ansichten erlauben, aber auch entsprechend groß sind. Das Gleiche ist für den Mars möglich, andere Planeten wurden bisher nicht von menschengemachten Satelliten umkreist, weshalb es für diese Himmelskörper auch keine Satellitenbilder gibt. So einfach ist das.
Objekte im Universum
Doch nicht nur die Planeten des heimischen Sonnensystems, das um den Stern "Sol", also die Sonne, kreist, lassen sich betrachten. Ebenfalls im System sind sämtliche bekannten Planeten extrasolarer Systeme. Über einen Browser lassen sie sich direkt auswählen und anfliegen, genau wie die Planeten des Sonnensystems und deren Monde. Die entsprechenden Sonnen sind ebenfalls integriert und wer Lust hat, darf auch nach bekannten Weltraum-Objekten suchen, sei es das Hubble-Teleskop, Space-Shuttles, Asteroiden oder der Komet Hale-Bob - die Reise dauert immer nur wenige Sekunden. Gezoomt und gedreht wird über die Pfeiltasten, leider ist die Auflösung nicht wirklich groß, wer Wert auf hochwertige Oberflächen-Bilder legt, sollte die Bilder-Datenbanken von den Weltraum-Behörden NASA und ESA durchsehen oder die Website Space.com besuchen.
Der wahre Mehrwert von Celestia ist jedoch nicht die Tatsache, dass sich Planeten betrachten lassen, sondern eine Funktion, die es erlaubt, das Programm mit Objekten nachzurüsten und mit Skripten auszuweiten. Anwender können beliebige Objekte und Kamerafahrten in das Tool importieren, die Anwahl erfolgt über Weltraum-Koordinaten und Skripte. Diese Erweiterbarkeit macht Celestia zu einer Fundgrube für jeden Science-Fiction-Fan, die riesige Add-On-Datenbank zeigt, dass es eine riesige, aktive Nutzergemeinde gibt, die sich damit befasst, Celestia um zahlreiche Features zu ergänzen.
Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare
Mehr über: Software, Weltall-Browser, Tutorial, Google Earth, Celestia
-
Freeware der Woche: Weltall-Surfing mit Celestia
Galaktisch grenzenlose Weltraumsimulation -
Sky: Erweiterung für Google Earth blickt ins All
Der Griff nach den Sternenkarten in Version 4.2 -
Google Earth vs. Nasa World Wind
Spannender als ein öder Globus
Links zum Artikel
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben




