Edirol R-1 - der Podcast-Profi
Tutorial: Professionelles Podcasting mit dem Edirol R-1
Die Redaktion hat ein neues Arbeitsgerät für den Podcast: den R-1 von Edirol. Das Gerät ist mit einem Preis von rund 450 Euro zwar nicht eben günstig, doch bei dem Rekorder handelt es sich dafür um professionelles Aufnahme-Equipment. Die erste Feuerprobe wird der Edirol auf der CeBIT haben, doch schon jetzt wird er für Podcasts genutzt. Wie? Das erklärt das folgende Tutorial.
Inhaltsverzeichnis
- 1Wahl des Mikrofons
- 2Intern, extern, dynamisch, Kondensator oder was?
- 3Anschluss über Mic-Buchse
- 4Die Wahl der Aufnahmequalität
- 5Pegeln: Besser ohne Limiter
- 6Aufnahme beginnen
- 7CF-Cards: Je größer, desto besser!
Dank der eingebauten Stereo-Mikrofone eignet sich der Edirol R-1 hervorragend für Podcasts. Die Nachbearbeitung hält sich dank vortrefflicher Aufnahmequalität in Grenzen und im Gegensatz zu einem Minidisk-Rekorder ist der Edirol in der Lage, Betriebssystem- und vor allem Software-unabhängig WAV- und MP3-Dateien per USB auf den Rechner zu schieben. Die Geschwindigkeit lässt zwar zu wünschen übrig, aber das soll an dieser Stelle einmal vernachlässigt werden. Die ersten Tests zeigen: Das Gerät ist optimal für den professionellen Einsatz, egal ob Radio oder Podcasting.
Wahl des Mikrofons
Doch wie wird gepodcastet? Der Edirol-Rekorder bietet zwei Aufnahme-Modi: einen für aktive Kondensator-Mikrofone und einen für passive, dynamische Mikrofone, die ihre Spannungsversorgung über den Klinkenstecker des Geräts erhalten. Da diese Mikrofone keine eigene Stromversorgung haben, muss ihr Input verstärkt werden - eine Option, zu der neben dem Edirol nur wenige Geräte wirklich fähig sind. Ein kleiner Schalter links am Gerät schaltet zwischen "DYN" und "CND" um, wobei "CND" die Schalterstellung ein externes Mikrofon mit eigener Spannungsversorgung ist, während sich mit "CND" das interne Mikro ansteuern oder jedes beliebige Geiz-ist-Geil-Mikrofon anschließen lässt.
Der Vorteil der internen Mikrofone ist die Stereofähigkeit. Ein stereofähiges externes Mikrofon ist teuer, zumal sich Stereo-Mikrofone nur lohnen, wenn Musik oder andere Audio-Daten mit Raumklang aufgenommen werden sollen. Das eingebaute Mikrofon eignet sich also hervorragend, um eine Aufnahme in Stereo zu machen, zumal "normale" Mikrofone in der Regel nur Mono beherrschen. "Normale" Sprachaufnahmen, wie sie bei Radio und Podcasting die Regel sind, benötigen jedoch im Allgemeinen keinen Raumklang.
Intern, extern, dynamisch, Kondensator oder was?
Die internen Mikrofone leisten einiges, die Aufnahmequalität ist gut. Allerdings gibt es ein Problem: Zum einen hat die Kugel-Charakteristik und der feste Einbau der Mikrofone im Edirol R-1 den Nachteil, dass sie sich nur schwer ausrichten lassen. Zum anderen zeichnen sie Gehäuse-Geräusche des Edirol gnadenlos mit auf. Rutscht der Finger über das Plastik-Gehäuse, ist die Aufnahme verdorben, das Gleiche gilt für Schläge auf den Tisch, auf dem das Gerät liegt oder andere akkustische Nebeneffekte, die ihre Wellen an das Edirol weitergeben.
Wer also mit den internen Mikrofonen podcasten möchte, sollte darauf achten, dass der Edirol auf einer isolierenden Unterlage, zum Beispiel einem dicken Stück Schaumstoff, liegt und während der Aufnahme nicht berührt wird. Das mag auf dem Schreibtisch durchaus in Ordnung sein, im mobilen Einsatz müsste die Isolierung mitgeschleppt werden, was der Handlichkeit des Edirol nicht unbedingt gut tut. Besser ist also der Einsatz eines externen Mikrofons, zum Beispiel eines Sennheiser e 825-S mit Nieren-Charakteristik, wie es in der Redaktion verwendet wird.

Ja, da scheint mir ein Fehler unterlaufen zu sein. Danke für den Hinweis, es wird korrigiert. Gruß, Christian
Ich kenne zwar das Gerät nicht. Aber aus meiner Zeit als Tontechniker weiß ich, dass dynamische Mikrophone keine Stromversorgung brauchen (sie sind einfacher konstruiert, robuster und viel billiger) wogegen...