Urteil: Netzwelt sprengt den probino-Maulkorb!
Urteil: Netzwelt sprengt den probino-Maulkorb!
Lange Gesichter in der Redaktion...
- Nur zum Verständnis: Die Einstweilige Verfügung kann, wo sie angebracht ist, wichtiges Schutzinstrument des Einzelnen gegenüber der allmächtigen Presse sein. Wo jedoch fehl am Platze, ist sie mit das Schlimmste, was man einem Journalisten antun kann. Man verbietet ihm damit den Mund. Macht ihn mundtot - und beraubt ihn damit seiner wertvollsten Waffe und ureigensten Funktion: Die Wahrheit zu sagen! - Wir halten die Entscheidung für so wenig angebracht wie hinnehmbar - und müssen sie dennoch fürs Erste akzeptieren. Der Probino-Artikel wird entsprechend abgeändert, der Dienst aus der Opferdatenbank herausgenommen. Jetzt gilt es, sich für den Gegenschlag in der mündlichen Verhandlung zu munitionieren. Die EV muss weg - koste es, was es wolle...
Wie bitter das nötig ist, zeigt ein Fax am Vorabend des Gerichtstermins. Schlappe 35 Seiten schickt der freundliche Dr. B. unserem völlig entnervten Dr. Schneehain - und die sind so umfangreich wie abenteuerlich: Wir hätten unsere "Sorgfaltspflichten" nicht eingehalten, nicht "sorgfältig recherchiert". Die Schadens- und Geschädigtensumme sei eine "reine Fiktiv-Zahl", "aus der Luft gegriffen", "um so bewußt einen reißerischen Artikel zu produzieren und die Anzahl der Leser zu erhöhen". 1.300 Strafanzeigen in dieser Sache lägen sowieso nicht vor; auch sei die Anzahl der von netzwelt benannten Opfer im Vergleich zu rund 40.000 "Kunden" in der Probino-Kartei ein verschwindend geringer Prozentsatz. "Selbst führende DAX-Unternehmen" hätten weitaus höhere Beschwerde-Quoten. Schlussendlich sei netzwelt weder "eine Redaktion" noch habe sie irgendwelche "Mitarbeiter".
Vom mühsamen Beweis, keine Frittenbude zu sein
Darauf geschäftige Betriebsamkeit am Donnerstag Abend: Was nun? - Ganz klar: Wir zeigen, dass es uns gibt. Und fahren am Freitag zum Termin. Netzwelt-Chef Sascha Hottes und Redakteur Alex Leinhos - live, in Farbe und zum Anfassen auf dem Roadtrip nach Hamburg; hin und zurück rund 900 km. Im Gepäck "sorgfältig recherchiertes" Material: Das Schreiben vom Gewerbeamt Hochheim, das besagt, dass jener angebliche newadmedia-Inhaber Brian C., der uns da auf Teufel komm raus verklagen will, überhaupt nicht Inhaber eben jener Firma ist. Das Staatsanwalts-Schreiben aus Wiesbaden, das beweist, dass dort in der Tat rund 1.300 probino-Anzeigen eingegangen sind, man Durchsuchungen und erkennungsdienstliche Maßnahmen durchgeführt hat. Rund 40 Eidesstattliche Versicherungen von probino-Opfern, die in unseren Veröffentlichungen aufgeführtes Material Fall für Fall untermauern. Und schlussendlich, man glaubt es kaum: Arbeits- und Volontariatsverträge, die beweisen, dass wir eine Redaktion sind und keine Frittenbude.
D-Day: Vor Gericht und auf hoher See...
Tags darauf, 13.20 Uhr in Hamburg, vor der 24. Zivilkammer des Landgerichts. Große Fälle werden hier verhandelt. An der Tür prangen Termine mit BILD, Prinz und focus. Und irgendwo zwischendrin auch newadmedia gegen h2 media factory (netzwelt): der Widerspruchs-Termin gegen den probino-Maulkorb. Jetzt gilt es, ab jetzt redet unser Anwalt. Und es geht Schlag auf Schlag: Wir hätten nicht richtig recherchiert? - Zack, der Verweis auf 40 Opfer-EVs, weitere Nachzügler zaubert Schneehain aus der Tasche. Das mit den 1.300 Strafanzeigen, das sei doch völlig aus der Luft... - Und schwupp, das staatsanwaltschaftliche Bestätigungsschreiben auf den Tisch. Und überhaupt, warum wir hier Brians Klagebefugnis anzweifelten? - Chapeau und Tusch - schönen Gruß vom Hochheimer Gewerbeamt. Die mitgebrachten Arbeitsverträge und Journalistenausweise wider die Frittenbuden-Theorie will das Gericht schon gar nicht mehr sehen...

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 35 Beiträge
....die Abstände des Gülle-Abladens werden geringer - kaum weg - schon wieder da.
Da hast du wohl recht. Bin grad wieder am löschen. Zum nächsten Forenupdate hier, soll es wohl für Gäste auch dieses Verifydingsbums (so wie wir es netterweise nennen) auch geben.
Offensichtlich haben es sich Foren-Spammer inzwischen zur Gewohnheit gemacht, nachts bei euch zuzuschlagen (s. Vor-Posting; kam in den letzten Tagen des Öfteren vor). Computerbetrug wird daher...
Weiter So Netzwelt! Ein großes Lob an die Netzwelt (Sascha Hottes, Alex Leinhos, Christian Rentrop,...). Solchen Abzockern muss gezeigt werden, was "
@anonym ja @dots ich wollte dich nicht persönlich angreifen sondern ein teil einer ganzen zunft, zu der ich ja letztlich auch gehöre.