Wer sich den teuersten Anschluss aussucht, darf endlos plaudern

VoIP: 1&1 droht mit "lebenslänglich"

Wer jetzt einen ADSL2+-Anschluss von 1&1 bucht, kann kostenlos über die gesamte Vertragslaufzeit ins deutsche Festnetz telefonieren - im Prinzip lebenslang. Der DSL-Anschluss kostet 29,99 Euro pro Monat, dazu kommt noch die Flatrate für 4,99 oder 9,99 Euro pro Monat, je nach Wohnort. Allerdings müssen Kunden sich dafür zwei Jahre an 1&1 binden.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Warten auf ADSL2+
  2. 2Sparfüchse schauen in die Röhre
  3. 3Lange Laufzeit, teurer Tarif?

Mit ADSL2+ verspricht 1&1 Download-Geschwindigkeiten von bis zu 16 MBit. Allerdings sind selbst nach Angaben von 1&1 erst 21 Orte ausgebaut. Alle weiteren DSL-Orte sollen im zweiten Quartal mit ADSL2+ ausgerüstet werden. Wer Pech hat, kann also unter Umständen erst ab Juni mit 16 MBit surfen, weil das Netz vorher noch nicht fertig ist.

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Warten auf ADSL2+

In den meisten größeren Städten ist das momentan noch der Fall. Wer dort einen 16-MBit-Anschluss bucht, bekommt zunächst einen herkömmlichen Sechs-MBit-DSL-Anschluss und muss dafür auch nur die normale Grundgebühr von 24,99 Euro bezahlen. Ist ADSL2+ verfügbar, wird der Anschluss automatisch umgestellt.

Wer allerdings mit sechs MBit zufrieden ist, bekommt zu diesem Anschluss auch die VoIP-Flatrate kostenlos, allerdings nur zwei Jahre lang. Wer einen Zwei-MBit-Anschluss bucht, bekommt die VoIP-Flatrate ein Jahr lang kostenlos. Danach kostet sie 9,99 Euro pro Monat. Allerdings verlangt 1&1 für diesen Anschluss 29,95 Euro Einrichtungsgebühr.

Sparfüchse schauen in die Röhre

Wer keine großen Bandbreiten braucht, zahlt mehr und bekommt nichts geschenkt: Für den Ein-MBit-Anschluss fallen 49,95 Euro Einrichtungsgebühr an, es gibt keine kostenlose VoIP-Flatrate dazu. Gibt es bei den schnelleren Varianten als DSL-Modem eine Fritz!Box ohne WLAN kostenlos, verlangt 1&1 beim 1-MBit-Anschluss dafür 29,99 Euro. Die WLAN-Variante kostet bei allen Bandbreiten 29,99 Euro.

Die Aktion ist bis zum 30. April befristet - genug Zeit also, um die CeBIT (9. bis 15. März) noch abzuwarten. Denn sowohl 1&1 als auch andere DSL-Anbieter werden dort einige Neuerungen präsentieren. Auch wenn es darum geht, wozu man denn eine Bandbreite von 16 MBit brauchen könnte: Die Pressekonferenz von 1&1 steht unter dem Titel "DSL - Entertainment - Mobile Services". Interessenten sollten diesen Termin noch abwarten, ob 1&1 dort nicht interessante Bündelungs-Pakete vorstellt.

Lange Laufzeit, teurer Tarif?

1&1 gibt sich große Mühe, seine Kunden in die höheren Bandbreiten zu locken und dort zu halten. Denn nur der Sechs- und der 16-MBit-Anschluss sind noch ohne Einrichtungsgebühr zu haben. Für Ein-MBit-Kunden ist auch die Hardware teurer. Dazu die längere Vertragslaufzeit - wer flexibel bleiben möchte, sollte sich eher nach einem anderen Provider umsehen.

Ganz nebenbei hat 1&1 noch die Anzahl der Städte mit City-Flatrate erweitert: Zu den bisherigen 22 Städten sind nun noch 13 hinzugekommen, sodass es die City-Flatrate nun in 35 Städten gibt. Bestandskunden, in deren Stadt es nun die City-Flatrate gibt, werden automatisch bei der nächsten Rechnung umgstellt. Neu hinzugekommen sind die Städte Bielefeld, Bochum, Braunschweig, Bremen, Chemnitz, Duisburg, Erfurt, Leipzig, Münster, Oberhausen, Osnabrück, Recklinghausen und Wuppertal. Darüberhinaus gibt es die City-Flatrate bereits in Berlin, Bonn, Düsseldorf, Dortmund, Dresden, Essen, Flensburg, Freiburg, Frankfurt, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Kerpen, Kiel, Köln, Leverkusen, Lübeck, Mannheim, München, Nürnberg und Stuttgart.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internettelefonie hier.

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Die Frage stellt sich dann: Wann werden die ersten Kunden wegen zuviel Telefonieren rausgeschmissen?

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