Es war einmal Amerika
Kurztest: American Conquest: Divided Nation
Mit neuen Schlachten schlachtet CDV die Marke "American Conquest" aus. Zum Rhythmus des Yankee Doodle driftet ein ganzer Kontinent in den Bürgerkrieg.

Ob sich je ein Stratege die Mühe gemacht hat, das Einheitenlimit der "Cossacks"-Engine per Rechenschieber zu definieren, bleibt dahingestellt. Mögen es 5.000 oder 10.000 Krieger sein - auch im eigenständigen Addon zu "American Conquest" ziehen wieder gigantische Armeen in die Schlacht.
"Divided Nation", das im Gegensatz zur "Fight Back"-Expansion nicht vom Urheber GSC stammt, spielt im Amerika des 19. Jahrhunderts. Die Schlacht von New Orleans wird ebenso thematisiert wie der texanische Unabhängigkeitskrieg oder der berühmte "Civil War". In neun Kampagnen erhalten Strategiefans den Oberbefehl über vier Fraktionen: Texas, Mexiko sowie Nord- und Südstaaten.
Davy Crockett auf den Spuren der Kosaken
Gemäß den Spielregeln des Genres verfügt jede Partei über individuelle Gebäude und Einheiten. Knapp 100 neue Waffengattungen wurden insgesamt mobilisiert, hauptsächlich Kavallerie, Infanterie, Geschützmannschaften, aber auch seltenes Kriegsgerät wie der Vorgänger des Unterseeboots. Für die Kampagne wurde das Wirtschaftssystem entschlackt. Zwar ist das Truppenmanagement identisch mit dem Stammspiel, der Nachschub trifft in den meisten Missionen jedoch automatisch ein.
Die Herstellerangaben, alle Uniformen und Rangzeichen seien detailgetreu abgebildet, ist angesichts des Pixelbreis schon fast unverfroren. Um große Armee oder Bildschirm füllende Bauwerke einigermaßen überblicken zu können, lässt sich die Ansicht wie schon zu "Cossacks"-Zeiten herauszoomen. Nur so können die riesigen Verbände halbwegs koordiniert über das Schlachtfeld manövriert werden.
Fazit: Mit einer UVP von 35 Euro viel zu teuer. Das ebenfalls von CDV vertriebene "Cossacks 2" bietet mehr und kostet weniger.
