Emusic als gutes Beispiel
Yahoo-Manager: DRM schadet Musikindustrie
Yahoo Music-Chef Dave Goldberg nutzte die Music 2.0-Konferenz in Los Angeles, um die Kopierschutz-Verliebtheit der Plattenfirmen zu kritisieren. Digital Rights Management sei einer der Gründe für die Krise der Musikindustrie.
Dem Branchendienst Digital Music News zufolge erklärte Goldberg dazu wörtlich: "DRM ist mit Kosten verbunden, und diese bestehen in verlorenen Verkäufen." Musikfans hätten bereits Zugriff auf ungeschützte Musik und ließen sich deshalb nicht zum Kauf von kopiergeschützten Downloads überreden.
Yahoo setzt DRM ein
Als Beispiel dafür, wie man auch ohne DRM Erfolg haben kann, verwies Goldberg auf die Download-Plattform Emusic.com. Emusic verzeichnet eigenen Angaben zufolge monatlich vier Millionen kostenpflichtige MP3-Downloads. Die Firma bietet allerdings keine Musik der vier großen Plattenfirmen an.
Goldbergs Kritik überraschte sein Publikum, da Yahoo für seine eigene Musik-Plattform ebenfalls auf Kopierschutz-Schranken vertraut. Yahoo Music Unlimited setzt auf Microsofts DRM-Technik, um die Nutzung heruntergeladener Titel zu kontrollieren. Eine Yahoo-Sprecherin erklärte dazu nach der Rede, Goldberg sei es auch nur um einen Diskussionsanstoß gegangen.

Kaum wurde die letzte Runde eingeläutet, geht der Kampf um und mit Yahoo in die Verlängerung. Laut Wall Street Journal steht ein Zusammenschluss von Yahoo und AOL kurz bevor. Zudem testet Yahoo einige Wochen lang Googles AdSense.




