2.000 Megabyte für 150 Euro: Yakumo Hypersound Xtra im Test
Bedienung
USB-Kabel und Kopfhörer lassen sich am Hypersound anschließen. Gimmicks wie USB-Host oder Line-In-Anschluss sucht man in dieser Klasse, aber etwa auch bei der hochpreisigen Apple-Konkurrenz, vergeblich. Dafür kann der Speicher des Yakumos auf einfache Art und Weise erweitert werden. Dazu braucht man lediglich die Abdeckung auf der Rückseite zu entfernen.
Dort die erste positive Überraschung: Der Player wird durch eine handelsübliche AAA-Batterie befeuert. Diese ist in Sekundenschnelle austauschbar und zudem an jeder Tankstelle erhältlich. Den restlichen Raum nimmt der Kartenschacht in Anspruch. Neben den weit verbreiteten SD-Karten nimmt der Player auch MM-Karten entgegen.
Legt man den Player an die USB-Kette zum Rechner, erkennt Windows XP sofort den Zugang eines externen Laufwerkes. Ohne Probleme lassen sich aus dem Explorer heraus, per Drag-and-Drop, Daten und Musik auf den Speicher des Hypersounds schaufeln. Das funktioniert beim internen Speicher übrigens auf die gleiche Weise wie bei der eingelegten Speicherkarte. Die Karte wird einfach als zusätzliches Laufwerk gelistet. Damit dient der Player gleichzeitig auch als externer Kartenleser.
Neben dem obligatorischen MP3-Format kann der Xtra nur noch mit WMA-Dateien (auch mit DRM) etwas anfangen, was ihn nicht gerade zum Format-Jongleur macht. Durch die DRM-Unterstützung kann aber immerhin Musik aus einigen Download-Shops abgespielt werden. Die Stücke landen in alphabetischer Reihenfolge auf dem Yakumo-Player. Sortiermöglichkeiten, etwa nach Album oder Genre, bietet der Testkandidat nicht.
Der Hypersound Xtra wird über vier Hardwaretasten sowie einer seitlichen Lautstärke-Wippe gesteuert. Die vier vorderen Drücker fallen allesamt durch einen schwammigen, alles andere als präzisen Druckpunkt negativ auf. Oft will die Play-Taste drei bis vier Mal gedrückt werden, um Wirkung zu zeigen. In Kombination mit dem verwirrenden Menü - um bei einem Eintrag nach unten zu gelangen, muss man beispielsweise nach rechts drücken - erfordert die Bedienung schon eine gewisse Gewöhnungszeit.
Klang
Bereits über die im Lieferumfang enthaltenen Kopfhörer überrascht der Yakumo mit einem guten Sound. Allerdings ist die Kombination aus Umhängeband und Ohrstöpseln nicht jedermanns Sache. Vor allem die druckvollen Bässe des Yakumo-Spielers würden auch anderen Playern gut zu Gesicht stehen.
In ganz leisen Zwischenpassagen rauscht es ein wenig, aber nie störend. Fünf Equalizer-Presets treten zum Klangtuning an. Bei jedem Preset sind deutliche und sinnvolle Unterschiede hörbar. Leider fehlt ein frei definierbarer Equalizer. Dennoch - im Hörtest sammelt der Hypersound die meisten Punkte.
Mikrofon
Ein eingebautes Mikrofon macht den Prüfling zum vollwertigen Diktiergerät. Da ein Extra-Drücker zum Starten der Aufzeichnung fehlt, muss diese Funktion aber erst umständlich im Menü aktiviert werden - dumm, wenn es einmal schnell gehen muss. Die Aufnahmen landen im WAV-Format auf dem internen Speicher und sind stark verrauscht. Zudem darf der Gesprächspartner nicht weiter als eine Armlänge entfernt sein, um verständlich zu bleiben.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 1 Beitrag
Warum wird eigentlich nie auf die maximale größe der SD-Karten, welche der Player verwalten kann eingegangen. Wie zum Beispiel beim Thomson Lyra PDP 2762 X der nur bis 512 MB verwalten kann.