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23.02.2006
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Verbot von Streamripper & Co. gefordert

Musikindustrie will Internet-Radios verbieten

Janko Röttgers

Die deutschen Phonoverbände fordern einen weit gehenden Eingriff in die Online-Radiowelt. Die Umsetzung der Pläne könnte ein Ende für Hunderte von Online-Radios bedeuten. Zahlreiche Programme zum Aufnehmen von Radiosendungen sollen zudem verboten werden.

Die Branchenvertreter haben sich diese Woche mit einer neuen Stellungnahme in die Diskussion zur Verschärfung des Urheberrechts eingeschaltet. Darin wiederholen die Verbände ihre Forderung nach einer weit gehenden Einschränkung der Privatkopie und einer Streichung der so genannten Bagatellklausel. Gleichzeitig rücken sie einen Aspekt ins Scheinwerferlicht, der bisher kaum Beachtung fand: die Internet-Radiolandschaft.

Die Musikindustrie fordert dazu, das so genannte Sendeprivileg auf den "traditionellen Hörfunk" einzugrenzen. Das Sendeprivileg erlaubt Radio-DJs, nach Lust und Laune jede beliebige Platte zu spielen, ohne dafür vorher die Genehmigung der Plattenfirma oder des Musikers einzuholen. Anstelle einzelner Verträge tritt dabei eine Vergütung über die Verwertungsgesellschaften.

Schon für klassische Radiosender sei dies nicht mehr zeitgemäß, bemängelt jetzt die IFPI. Internet-Radios sollen deshalb in Zukunft nur noch spielen dürfen, was die Plattenfirmen ihnen erlauben. "Die Begrenzung der Rechte von ausübenden Künstlern und Tonträgerherstellern auf einen reinen Vergütungsanspruch ist für neue Übertragungsformen wegen des damit verbundenen Eingriffs in die Erstverwertung nicht hinnehmbar", heißt es dazu etwas langatmig von der Phonowirtschaft. Mit anderen Worten: Weil Netzradios Musikfans vom Plattenkauf abhalten könnten, sollen ihre Betreiber jetzt selbst tiefer in die Tasche greifen. Und zwar für jeden gespielten Titel einzeln.

Besonders ärgerlich finden die Branchenverbände offenbar Radio-Angebote wie etwa Last.fm, die ihren Nutzern das Zusammenstellen einer eigenen Station über persönliche Bewertungen ermöglichen. "Solche 'Unicasts' haben mit einer Sendung nichts mehr zu tun", heißt es dazu in der Stellungnahme. Doch auch schon das Bereitstellen mehrerer Kanäle mit verschiedenen Musikrichtungen geht der Industrie zu weit. Das Sendeprivileg soll online nur genießen können, wer "Musik in einem redaktionell gestalteten Programm mit unterschiedlichen Inhalten und ohne interaktive Elemente" sendet. Die Streams der großen Radiosender könnten damit wohl weiterhin im Netz bleiben. Zahllose kleine Netzradio-Anbieter müssten dagegen im Falle einer solchen Änderung aufgeben.

An den Kragen will man auch den Nutzern derartiger Angebote. So fordert die Industrie eine "Beschränkung des Mitschneidens aus Radio- und Internetprogrammen auf zeitversetztes Hören" und ein "Verbot 'intelligenter' Aufnahmesoftware". Gemeint sind damit Programme wie der Streamripper oder Audiojack, die das gezielte Aufnehmen einzelner Titel ermöglichen.

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pixel, am 23.02.2006 13:29

unglaublich... zum glück für mich, dass ich diese musik nicht höre und die IFPI nur für die 4 majors sonybmg, universal, emi und warner steht. und was die machen, darf mir dann glücklicherweise egal sein.

aber letztlich werden auch meine rechte und möglichkeiten beschnitten, wenn z.b. streamripper verboten wird. nun muss man gucken, wie das verbot aussehen kann: ist es in deutschland verboten à la anyDVD, was man trotzdem überall bekommt? oder ist es ein verbot à la raubkopien oder p2p sind verboten und jeder macht's trotzdem? ich meine, die können ja den radiostationen die lizenzen für ihren eigenen katalog entziehen und irgendwie radiostationen dazu zwingen, irgendeinen DRM-stream zu nutzen (wer lizenz haben will, muss DRM streamen). dann kann ich weiterhin meine musik hören und aufnehmen und wer immer noch meint, die top100 hören zu müssen, der muss sich ebend mit den konsequenzen seines musikgeschmackes auseinandersetzen (wer hätte gedacht, dass es sowas gibt!).

man fühlt sich so hilflos...


anderst, am 23.02.2006 15:20

raffgier, ist mal wieder der antrieb für solche machenschaften.

wo das hinführen soll......


strichnin, am 23.02.2006 15:20

die haben doch wohl lack gesoffen. wenn die majors verhindern wollen, dass "ihre" songs" gespielt werden, dann sollen sie das auch auf ihre songs abstimmen und nicht pauschal alle i-netradios plattmachen.
es gibt x sparten die nichts mit dem mainstreamsch... zu tun haben, die nischen abdecken und wegen dieser rundumkeule dann nix mehr senden dürften.
so kanns doch nicht gehen.


Dragon, am 23.02.2006 17:48

also wenn das so weitergeht, dann hat das immense folgen:

Um deren Ziel durchzusetzen, müssete man das speichern von Musik nur noch den professionellen, bezahlenden Sendern erlauben und das "Multimediasystem" PC abschaffen.
Jetzt wird den Internet-Radios der gar ausgemacht. Zum Leid derer, die einen Musikgeschmack haben, der nicht in normalen Radios läuft und Musik von Audio-Original-CD machen ist auch schon nicht mehr erlaubt (unter bestimmten Bedingungen). Wenn das so weitergeht darf bald keine mp3 mehr erstellt geschweigedenn gespeichert werden, sofern man die musik darin nicht selber gemacht hat.

Und wozu gibt es dann mp3-player??

DRM find ich ja ganz sinvoll,
aber nicht,
jetzt denen,
die nciht so viel Geld haben, sich immer die neueste Musik zu kaufen die Grundlage zu nehmen,damit sie sich noch legal mit Musik versorgen können, ohne viel dafür zu bezahlen. Und ein Internetanschluss kostet nciht mehr als eine CD/Monat.
Als wenn dann noch mehr Originale gekauft werden..... ja, eins pro monat oder so.... allerhöchstens.
Wo ich gerade bei kosten bin: man könnte ja pro Internetanschluss Geld verlangen, da ja jeder Internetanschluss die Möglichkeit gibt, Musik aus dem Internet zu holen. Das ist in meinen Augen genau son unsinn....Wär als wenn man für Papier ne abgabe machen müsste, weil darauf ja urheberrechtliches MAterial "gesichert/kopiert"werden könnte.


Anonym, am 23.02.2006 18:55

DRM, Musikindustrie, Verbote hier verbote das, kopiere nicht die cd die du bezahlt hast, kopiere nicht den film der im Fernsehn kommt, antikopierviren alla sony und änliches ,verbieten wir dieses und jenes und einfach am besten alles !!!!!!!

Diese Leute wollen eine DIKDATUR !!

Ich kann nur jendem raten, anydvd,clonedvd,streamripper,ausiojack, dvd shrink und diese anderen "BÖSEN" sachen nur nicht zu benutzen ;))

Ihr fetten, feisten vor Geld stinkenden S...... ruscht mir den Buckel runter, schon die allererste einschränkung der Privatkopie war zuviel, nun müsst ihr mit den folgen leben....
immer weniger einnahmen immer weniger macht immer weniger Lobby irgendwann, wenn ihr so weiter macht wird man euch in 50-100 jahren allenfalls aus dem lexicon kennen....

habe die Ehre...


Gast, am 23.02.2006 19:06

Also, wenn ich so etwas höre, vergeht es mir, auch nur noch eine CD von denen zu kaufen. Die haben gemerkt, dass das Pferd mit dem Raubkopieren nicht mehr so zieht und jetzt sind die Radiosender schuld daran, dass sie "weniger" verdienen.
Das ist absolut die Höhe und ich hoffe inständig, dass unser Staat da nicht mitmacht. Warum sollte er den Kommerz einzelner Gruppen fördern. Dies wäre schlichtweg Entwicklungshemmend. Das Internet ist die Zukunft, aber das sehen die Labels ja nicht. Erst mit den Bezahl-Downloads, wo sie verschlafen haben und jetzt mir dem Internetradio. Warum kann man solchen "Leuten" nicht Einhalt gebieten?


Anonym, am 23.02.2006 19:55

ich wär mal dafür die musikindustrie, gema und konsorten zu verbieten ... freie musik von freien künstlern ... zum glück gibt es sehr viele Netlabels die unabhängig sind und bleiben ...


Shadow, am 23.02.2006 21:43

Ich hoffe die Verantwortlichen ersticken an ihrer Geldgier!
So kanns doch nicht weitergehen :-(
Wenn wenigstens die Politik mal ein Machtwort sprechen würde, aber die sind anscheinend entweder unfähig, oder gut geschmiert oder beides.


shooting-star, am 24.02.2006 07:42

jetzt ticken die wohl völlig aus die können doch nicht alles dicht machen wir zahlen ja dafür weil wir daran spaß haben die können doch nicht einfach alles verbieten! wie soll das denn weiter gehen ich verstehe das einfach nicht mehr


SwissPatriot, am 24.02.2006 11:59

Dauert wohl nicht mehr lange, dann muss ich fürs Musikhören in der U-Bahn Gebühren zahlen, da ja mit grosser Bestimmtheit Leute dies auch mithören => Öffentliche "Veranstaltung".

Dauert wohl nicht mehr lange, dann muss man Gema Gebühren zahlen, wenn man ein Lied summt, oder schon nur im Kopf durch gehen lässt.

Dauert nicht mehr lange, dann muss ich fürn Furz/Rülpser Gebühren zahlen, weil der ähnlich zu einer Melodie eines Songs klingt und somit den verändert haben.

Dauert nicht mehr lange, wir stehen alle unter Gedankenkontrolle,

schöne neue "freie" Welt...

Und wir Schweizer überlegen uns tatsächlich in die EU beizutreten...
naja 1mia haben wir ja dafür schon verschossen - super!


Jan, am 24.02.2006 16:01

Wenn die dafür verantwortlich sind das die I-netradiosender abgedreht werden dreh ich durch und werde mit allen Mitteln kämpfen das diese Geldgierigen S.... letztendlich ihren Kampf verlieren. Und wie ich sehe bin ich nicht allein! Ich will doch Madonnna und Co gar nicht hören! Lasst uns doch wenigstens die letzte möglichkeit bestehen von diesen dummen Charts weg zu kommen!


Anonym, am 24.02.2006 18:06

genau! und dann den sch.... von dsdss so lange vorsetzen damit das auch gekauft wird!! am besten wir verblöden alle auf einen schlag und lassen alles mit uns machen
was gefordert wird!!!!!!!!!


Idler, am 25.02.2006 11:28

Also das ist doch echt mal die höhe, nur weil die nicht den hals vollbekommen...also bitte....online radio verbieten, ist doch nen witz, damit kommen die bestimmt nicht durch...mann kann genau so mit guter hardware u. software auch bei einem normalen radio musik mitschneiden...hehe des wärs noch...radio verbieten....omg sind die so unterbelichtet...*Nur Scheisse im Hirn*.....was man nicht alles für *Müll* fabriziert, das es einem nicht langweilig ist....


sagsch net, am 26.02.2006 01:05

ich sage nur ARMES DEUTSCHLAND. traurig, das über sowas überhaupt geredet wird. die haben selber schuld an ihren zurückgehenden umsätzen, weil sie nicht mit der zeit gegangen sind. und jetzt die "kleinen" dafür verantwortlich machen,...pfui...das ist unter aller S**,...sorry,...null verständniss habe ich dafür.

und wieder ist zeit für ein boykott der musikindustrie.

es lebe CC und Netaudio


Anonym, am 26.02.2006 09:45

Nur noch spielen was die Musikfirmen erlauben! Ich glaube es nicht!
Musikdiktatur!!!!!!
Krieg den Majors!


Gast2, am 27.02.2006 19:04

Es ist doch so einfach: IHR habt die Macht! Kauft einfach NICHTS MEHR! Dann gehen die Raffsäcke dahin, wo sie hingehören: Vor die Hunde...


marsxl, am 01.03.2006 12:52

So langsam aber sicher zweifele ich an den Absichten der Musikverbände, die Urheberrechte der Künstler zu wahren. Dieses massive Vorgehen gegen Musikfreunde und somit gegen die eigene KUNDSCHAFT (!!!) kommt mir sehr überzogen vor.
Es geht hier doch schon lange nurnoch um Geld. Das für die Musikindustrie und das für Künstler, die mittlerweile wohl am Hungertuch nagen. Anstatt andere Vertriebskonzepte aufzugreifen wird schon seit Jahren auf den Verbrauchern rumgehackt und der Schrei nach Verboten von Software und Internetradiosendern ist der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt!!!

Es wird hier versucht einem freien Medium - dem Internet - seine Freiheit einzuschränken. Ist es nicht schon genug, dass man an jeder Ecke des WWW mit Werbung belästigt wird? Hat nicht jeder die Nase voll, wenn er nach zwei Tagen 50 oder mehr Spam-Mails in seinem E-Mail Postfach findet? Will jetzt auch noch die Industrie bestimmen, welche Radiosender ich im Internet hören darf und welche nicht?
Ich male mir schon aus wie das wird. Jetzt wird man auch im Internetradio vollgeblubbert von den ganzen Chart-Emporkömmlingen, die sowieso alle irgendwie gehypt und gesponsort werden. Kleine, ehrliche Bands haben ohne Starthilfe kaum eine Chance auf kommerziellen Erfolg und werden somit automatisch zu Werbeträgern.

Ich mache Internetradio an um Musik zu hören, die ich nicht im "traditionellen Hörfunk" hören kann und um nicht alle 30 min von "... redaktionell gestalteten [...] Inhalten ..." vollgeblubbert zu werden.

Greetz


Tweek, am 02.03.2006 10:45

Die Musikindustrie will meiner Meinung nach garnichts mehr verkaufen.

Ich kann's nur immer wieder wiederholen: Die goldenen Zeiten in den späten 80ern und in den 90ern, als sich alle ihr Vinyl auf CD nachkauften, sind eben vorbei. Solche Umsätze wird die Musikindustrie nicht mehr machen, bis ihr ein sinnvolles Nachfolge-Medium einfällt, das die Leute wieder kaufen. Außerdem: So schlimm kann's ja nicht sein, wenn Apple mit dem iTunes-Store innerhalb von zwei Jahren eine Milliarde Songs verkauft hat...

Erschwerend hinzu kommt, dass die Majors ihre Stars nicht pflegen. Große Namen wie MJ, Stones, Madonna und Prince sind eben nicht mehr machbar, weil es alles irgendwie schonmal gab. Und so Bands wie Tokyo Hotel sind nunmal keine Alternative, von den DSDS-Sternchen mal abgesehen. Da sollen die sich nicht wundern, wenn die ihren Mist nicht loswerden!

Ich empfehle allen Musikfreunden, die Platten ihrer Lieblingsbands zu kaufen. Erstens macht ein Musikregal viel her, zweitens sind gepresste CDs immer noch besser als irgendwelche Raubkopien und drittens kann auf diese Weise der Musikindustrie gezeigt werden, was die Leute wirklich wollen.

Wenn ich zur Zeit in die Charts gucke, sehe ich lauter Schrottbands. Und ich weiß auch, warum: Gekauft werden Maxis nur noch von Leuten, die zu dämlich sind, eine Tauschbörse zu bedienen :-/

Gruß,
Christian


Dukeboy, am 05.03.2006 12:41

Schweinerei, bald müssen wir Sony anrufen... und fragen ob wir ihre CD abspielen dürfen.

Die hahm doch n`ding am dach....


Frohsinn, am 07.03.2006 23:26

Zitat:

ich wär mal dafür die musikindustrie, gema und konsorten zu verbieten ... freie musik von freien künstlern ... zum glück gibt es sehr viele Netlabels die unabhängig sind und bleiben ...


Genau! Endlich sagts wer: Freie Musik für freie Menschen!
Zu finden auf: www.neppstar.eu.tt


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