Toshiba Qosmio G20 im Test: Entertainment-Notebook in edler Optik
Spiele und Videos
Videos und Musik ohne Windows
Wer das Qosmio G20 im ausgeschalteten Zustand mit einer Video-DVD oder Musik-CD füttert, weckt damit den Qosmio Player: Ohne dass Windows überhaupt hochgefahren werden muss, lassen sich damit bewegte Bilder oder das Lieblingsalbum abspielen. Dabei wird die Lautstärke über den eingangs erwähnten, silbernen Drehknopf geregelt, der aus massiv wirkendem Aluminium besteht. Wie stark die Lautsprecher aufgedreht sind, signalisieren bis zu sechs schmale, blaue Leuchtstreifen. Der Qosmio Player scheint jedoch kein DVB-T zu unterstützen, da beim Druck auf das TV-Symbol unter dem Display bloß analoges Bildrauschen erscheint.
Die Einstellung des DVB-T-Empfangs unter Windows geht dafür kinderleicht und zumindest im Redaktionsbüro störungsfrei über die Bühne und dürfte selbst unerfahrene PC-Benutzer vor keinerlei Probleme stellen - dem Media Center sei dank. Für kleine Notebook-Lautsprecher gehen die beiden Harman/Kardon-Vertreter sehr klar und druckvoll zu Werke. Besonders gut wird die akustische Untermalung von Filmen, Videos und Spielen wiedergegeben, doch bei Musik können sie sich ebenfalls hören lassen. Erst bei hoher Lautstärke bringt der Bass das Gehäuse zum Vibrieren und die Lautsprecher beginnen etwas blechern zu klingen.
Das Qosmio G20 verdient das Prädikat "spieletauglich", da es selbst anspruchsvolle Titel wie "Half-Life 2" und "Doom III" verkraftet und auf dem Display kaum Schlieren zu erkennen sind. Darüber hinaus sorgt das Hochglanzbild für eine sehr plastische Darstellung bei ordentlicher Tiefenschärfe. Bei niedrigeren Auflösungen erhöht sich zwar das Aufkommen von Treppeneffekten, dafür bleibt die Bildqualität nach wie vor ansehnlich. Die Leistungsreserven reichen je nach Spiel sogar aus, um das Antialiasing für die Kantenglättung zu aktivieren. Eine mindestens ebenso gute Figur wie beim Spielen gibt das 17-Zoll-Notebook bei der Wiedergabe von Video-DVDs oder komprimierten Video-Dateien ab.
Akkulaufzeit, Stromverbrauch und Lautstärke
Obwohl wir das Qosmio G20-146 bei der Ermittlung der Akkulaufzeit schonen, Prozessor und Grafik auf den niedrigsten Takt herunterschrauben sowie die Display-Helligkeit auf Stufe 6 von 8 herabsetzen, hält es nur zwei Stunden und sieben Minuten durch. Wer zwischendurch spielt, muss mindestens eine Stunde früher zum Netzteil greifen - typisch für ein 17-Zoll-Notebook. Da es den PC ersetzen soll, ist natürlich auch der Energieverbrauch nicht uninteressant. Maximal liegt dieser bei 101 Watt, was deutlich über dem Niveau eines Mittelklasse-Notebooks, aber unter dem eines ähnlich schnellen PCs ist.
Bei maximaler Helligkeit sowie niedrigster Grafik- und Prozessorleistung pendelt sich der Konsum bei vertretbaren 45 Watt ein, bei minimaler Helligkeit sind es noch einmal zehn Watt weniger. Trotz der Daueraktivität des Notebooklüfters erweist sich die Geräuschkulisse als unaufdringlich und noch angenehm. Bei starker Belastung arbeitet das Toshiba-Modell zudem leiser als das vergleichbare Asus W2000V.
Fazit: Knappes Duell mit Asus W2000V
Hätten sich das Asus W2000V und Toshiba Qosmio G20 in guter alter Western-Manier duelliert, wären wohl beide auf der Strecke geblieben: Zu den klaren Vorteilen des Asus W2000V zählen die höhere Display-Auflösung, bessere Anschlussmöglichkeiten - etwa für Gigabit-Netzwerke und Flachbildschirme - sowie das niedrigere Gewicht und die geringeren Anschaffungskosten. Dem hat das Toshiba Qosmio G20 wiederum ein leiseres Betriebsgeräusch, mehr Festplattenspeicher und Erweiterungsmöglichkeiten sowie eine höhere Spieleleistung entgegenzusetzen. Doch welches Notebook ist nun das schönste im ganzen Land? Darüber zu urteilen überlassen wir lieber dem persönlichen Geschmack der wohlbetuchten Käufer.

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