Toshiba Qosmio G20 im Test: Entertainment-Notebook in edler Optik
Tastatur und Touchpad: Verschenkter Freiraum
Das Angebot von externen Anschlüssen ist beinahe über jeden Zweifel erhaben. Beinahe, weil für eine potentiellen PC-Ersatz durchaus wichtige Dinge wie Gigabit-Netzwerkunterstützung und ein digitaler Ausgang für Flachbildschirme fehlen. Dafür werden Kontaktfreudige durch ein Sammelsurium praktischer Anschlüsse reichlich entschädigt. Neben einer Vielzahl von Audio- und Video-Schnittstellen sind ein Lesegerät für fünf verschiedene Speicherkarten, jeweils ein PCMCIA- und ExpressCard-Steckplatz und sogar ein PS/2-Anschluss für ältere Mäuse und Tastaturen mit von der Partie. Wireless LAN und Bluetooth verstehen sich bei einem Preis von mindestens 2.500 Euro von selbst.
Zum üppigen Lieferumfang gehören außer dem obligatorischen Akku und Netzteil noch eine Antenne nebst Kabel, ein SCART-Adapter für den Anschluss eines Fernsehers, eine Fernbedienung und noch mehr sinnvolle Verkabelung. Das Fehlen einer Transporttasche lässt sich verschmerzen, da das hohe Gewicht von 4,3 Kilogramm kaum zum Herumtragen animiert. Eine Kabel- oder Funkmaus wäre angesichts der hohen Anschaffungskosten aber nicht zuviel verlangt.
Bevor wir die Dinge selbst in die Hand nehmen, gibt es bereits Grund zur Kritik: Zum einen fehlt der Tastatur ein Nummernblock, zum anderen fällt das Touchpad trotz des großzügigen Freiraums sehr klein aus, was sich nur durch einen schnelleren Mauszeiger wieder kompensieren lässt. Letzteres verfügt über eine ungewohnt raue Oberfläche, die jedoch ein präzises Arbeiten möglich macht. Leider sind die horizontalen und vertikalen Scroll-Bereiche nicht ausgewiesen, dafür funktioniert der Bildlauf einwandfrei. Die beiden Tasten sitzen bombenfest in ihren Halterungen, arbeiten allerdings weich und klicken hochwertig.
Auf der Tastatur des Qosmio G20 drängen sich die Tasten dicht an dicht, außerdem sind Leer- und Enter-Taste recht klein geraten - was abermals den Eindruck von Platzverschwendung untermauert. Dennoch ist das Keyboard wegen seines weichen Anschlags angenehm zu handhaben. Die Qosmio-Tastatur hört und fühlt sich zwar keineswegs billig an, es gibt aber leisere Exemplare.
Bildqualität: Hochwertiges Display mit Nebenwirkung
Am Display des Qosmio G20-146 wurde nicht gespart. Es liefert eine sehr gute Bildqualität mit hoher Helligkeit, ansehnlichem Kontrast und durchweg ansehnlicher Schriftschärfe. Farben werden zudem ausgesprochen satt, leuchtend und mit weitgehend gleichmäßigen Verläufen dargestellt. Besonders gut gelungen finden wir den Schwarzwert des Displays, der sich selbst in dunklen Räumen noch sehen lassen kann. Daran ist die verwendete Hochglanzbeschichtung nicht ganz unbeteiligt, doch leider sorgt diese auch für starke Spiegelungen auf der Bildfläche, auf die bestimmt so mancher Röhrenmonitor stolz wäre.
Wie bei Notebooks gang und gäbe, wird das Bild von unten oder oben betrachtet schnell dunkler oder heller, dafür sind die seitlich möglichen Sichtwinkel relativ breit und auch für mehrere Zuschauer geeignet. Minimale Ausleuchtungsprobleme gibt es lediglich in der unteren rechten Ecke sowie am unteren Rand zu verzeichnen. Die Auflösung des Displays von 1.440 x 900 Pixeln ist für sich betrachtet nicht unbedingt eine Mangelerscheinung. Aber andere Notebooks dieser Preisklasse verfügen meist über höhere Auflösungen von 1.680 x 1.050 oder sogar 1.920 x 1.200 Punkten, wie etwa das Asus W2000V oder Dell Inspiron 9300.

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