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Toshiba Qosmio G20 im Test: Entertainment-Notebook in edler Optik
Mobile Schönheit mit inneren Werten

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

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Das Toshiba Qosmio G20 ist schon gar kein richtiges Notebook mehr - eher eine tragbare Schönheit mit hohem Unterhaltungswert und PC-Allüren. Denn es gibt kaum etwas, das der edle Entertainer nicht kann: Er empfängt digitales Fernsehen, verfügt über üppige Leistungsreserven, umfangreiche Anschlussmöglichkeiten und bietet auch abseits des großen 17-Zoll-Displays sehr viel fürs Auge. Damit dabei auch das Ohr nicht zu kurz kommt, ist das Qosmio G20 mit Lautsprechern des Hi-Fi-Herstellers Harman Kardon ausgestattet. Ob klobige PCs jetzt endgültig einpacken können, erfahren Sie im netzwelt-Testbericht.

Das Toshiba Qosmio G20 ist schon gar kein richtiges Notebook mehr - eher eine tragbare Schönheit mit hohem Unterhaltungswert und PC-Allüren. Denn es gibt kaum etwas, das der edle Entertainer nicht kann: Er empfängt digitales Fernsehen, verfügt über üppige Leistungsreserven, umfangreiche Anschlussmöglichkeiten und bietet auch abseits des großen 17-Zoll-Displays sehr viel fürs Auge. Damit dabei auch das Ohr nicht zu kurz kommt, ist das Qosmio G20 mit Lautsprechern des Hi-Fi-Herstellers Harman Kardon ausgestattet. Ob klobige PCs jetzt endgültig einpacken können, erfahren Sie im Testbericht.

In puncto Ausstattung und Optik kann es im Grunde nur ein bisher von netzwelt getestetes Notebook mit dem Toshiba Qosmio G20 aufnehmen, das Asus W2000V. Außer einem luxuriösen Hauch von Exklusivität haben die beiden Mobilrechner rein optisch nicht allzuviel gemeinsam. Bereits mit geschlossenem Deckel macht das Qosmio G20 eine Menge her. Besonders stechen hier der silberne Drehknopf für die Lautstärkeregelung sowie der DVD-Brenner mit Einzugmechanismus hervor. Der volle Augenschmaus entfaltet sich jedoch erst nach dem Öffnen.

Inhalt

Edle Komposition: Klavierlack und Aluminium

Ob ein Design gefällt oder nicht, bleibt immer eine Frage des individuellen Geschmacks. Doch dass das Qosmio G20 zu den schönsten Notebooks seiner Klasse zählt, steht für uns außer Frage. Während der Rand des Displays aus gebürstetem Aluminium gefertigt ist, besteht die Lackierung des Innenraums aus einer Art halbtransparentem, schwarzem Klavierlack.

Das Motto "Wer schön sein will, muss leiden" trifft hier aber nicht das Notebook selbst, sondern vielmehr dessen Benutzer. Denn der hat auf der spiegelnden Oberfläche stets mit seinen eigenen Fingerabdrücken zu kämpfen. Hier empfiehlt sich die Benutzung eines Mikrofasertuchs, das Toshiba in weiser Voraussicht gleich mitliefert.

Ausgesprochen gut machen sich hingegen die blauen Statuslämpchen, die großzügig auf dem Interieur verteilt wurden. Zu den sehenswerten Details gehören zudem die beiden runden Abdeckungen am linken und rechten Rand, welche die integrierten Lautsprecher mehr hervorheben als verstecken. Problematisch ist allerdings, dass sich in den Vertiefungen schnell Staub und anderer Dreck ansammelt.

Von wem sie stammen, steht in deutlich sichtbaren Lettern in der vorderen Ecke geschrieben: Harman/Kardon. Auf dem Hi-Fi-Sektor ist der US-Hersteller bereits seit über 50 Jahren eine feste Größe und lässt auch hier auf gute Audioqualitäten hoffen. Aber das Qosmio G20 ist nicht das einzige Notebook mit dem klangvollen Namen auf der Hülle, auch das tausend Euro günstigere HP Pavilion zd8155EA setzt auf Harman/Kardon-Sound.

Viel drin, viel dran

In der vorliegenden Version G20-146 dient dem Qosmio G20 ein Intel Pentium M mit satten zwei Gigahertz als Antrieb. Hinzu kommen ein mehr als nur ausreichender Arbeitsspeicher von einem Gigabyte und gleich zwei Festplatten mit einer Gesamtkapazität von 160 Gigabyte. Für den Spieltrieb ist die mobile Variante des beliebten GeForce 6600 von Nvidia zuständig. Um auch unterwegs fernsehen zu können, ist ein Empfänger für gewöhnliches Analog-TV sowie DVB-T integriert. Bei dieser Ausstattung ergibt das große 17-Zoll-Display im Breitbildformat zweifellos einen Sinn. Der DVD-Brenner kann mit allen gängigen Formaten umgehen und ist statt mit einer Schublade mit einem automatischen Einzugmechanismus versehen. Leider können keine Mini-CDs und -DVDs mit einem Durchmesser von acht Zentimetern eingelegt werden.

Toshiba Qosmio G20 im Test

Das Angebot von externen Anschlüssen ist beinahe über jeden Zweifel erhaben. Beinahe, weil für eine potentiellen PC-Ersatz durchaus wichtige Dinge wie Gigabit-Netzwerkunterstützung und ein digitaler Ausgang für Flachbildschirme fehlen. Dafür werden Kontaktfreudige durch ein Sammelsurium praktischer Anschlüsse reichlich entschädigt. Neben einer Vielzahl von Audio- und Video-Schnittstellen sind ein Lesegerät für fünf verschiedene Speicherkarten, jeweils ein PCMCIA- und ExpressCard-Steckplatz und sogar ein PS/2-Anschluss für ältere Mäuse und Tastaturen mit von der Partie. Wireless LAN und Bluetooth verstehen sich bei einem Preis von mindestens 2.500 Euro von selbst.

Zum üppigen Lieferumfang gehören außer dem obligatorischen Akku und Netzteil noch eine Antenne nebst Kabel, ein SCART-Adapter für den Anschluss eines Fernsehers, eine Fernbedienung und noch mehr sinnvolle Verkabelung. Das Fehlen einer Transporttasche lässt sich verschmerzen, da das hohe Gewicht von 4,3 Kilogramm kaum zum Herumtragen animiert. Eine Kabel- oder Funkmaus wäre angesichts der hohen Anschaffungskosten aber nicht zuviel verlangt.

Tastatur und Touchpad: Verschenkter Freiraum

Bevor wir die Dinge selbst in die Hand nehmen, gibt es bereits Grund zur Kritik: Zum einen fehlt der Tastatur ein Nummernblock, zum anderen fällt das Touchpad trotz des großzügigen Freiraums sehr klein aus, was sich nur durch einen schnelleren Mauszeiger wieder kompensieren lässt. Letzteres verfügt über eine ungewohnt raue Oberfläche, die jedoch ein präzises Arbeiten möglich macht. Leider sind die horizontalen und vertikalen Scroll-Bereiche nicht ausgewiesen, dafür funktioniert der Bildlauf einwandfrei. Die beiden Tasten sitzen bombenfest in ihren Halterungen, arbeiten allerdings weich und klicken hochwertig.

Toshiba Qosmio G20 im Test

Auf der Tastatur des Qosmio G20 drängen sich die Tasten dicht an dicht, außerdem sind Leer- und Enter-Taste recht klein geraten - was abermals den Eindruck von Platzverschwendung untermauert. Dennoch ist das Keyboard wegen seines weichen Anschlags angenehm zu handhaben. Die Qosmio-Tastatur hört und fühlt sich zwar keineswegs billig an, es gibt aber leisere Exemplare.

Bildqualität: Hochwertiges Display mit Nebenwirkung

Am Display des Qosmio G20-146 wurde nicht gespart. Es liefert eine sehr gute Bildqualität mit hoher Helligkeit, ansehnlichem Kontrast und durchweg ansehnlicher Schriftschärfe. Farben werden zudem ausgesprochen satt, leuchtend und mit weitgehend gleichmäßigen Verläufen dargestellt. Besonders gut gelungen finden wir den Schwarzwert des Displays, der sich selbst in dunklen Räumen noch sehen lassen kann. Daran ist die verwendete Hochglanzbeschichtung nicht ganz unbeteiligt, doch leider sorgt diese auch für starke Spiegelungen auf der Bildfläche, auf die bestimmt so mancher Röhrenmonitor stolz wäre.

Wie bei Notebooks gang und gäbe, wird das Bild von unten oder oben betrachtet schnell dunkler oder heller, dafür sind die seitlich möglichen Sichtwinkel relativ breit und auch für mehrere Zuschauer geeignet. Minimale Ausleuchtungsprobleme gibt es lediglich in der unteren rechten Ecke sowie am unteren Rand zu verzeichnen. Die Auflösung des Displays von 1.440 x 900 Pixeln ist für sich betrachtet nicht unbedingt eine Mangelerscheinung. Aber andere Notebooks dieser Preisklasse verfügen meist über höhere Auflösungen von 1.680 x 1.050 oder sogar 1.920 x 1.200 Punkten, wie etwa das Asus W2000V oder Dell Inspiron 9300.

Bei der Systemleistung spielt das Toshiba Qosmio G20-146 in der gleichen Liga wie das W2000V von Asus. Besonders positiv fällt allerdings die Festplatten-Performance des Qosmio aus, die sogar mit der einer ausgewachsenen PC-Festplatte mithalten kann. Ein Intel Core Duo erreicht zwar bessere Werte in den System-Benchmarks, doch in der Praxis kommt es immer darauf an, ob die jeweilige Anwendung die beiden Prozessorkerne auch ausnutzen kann. Die Spieleleistung von Nvidias GeForce Go 6600 liegt über der des Mobility Radeon X700 von Ati, aber unterhalb des GeForce Go 6800 und Mobility Radeon X1600.

Toshiba Qosmio G20 im Test

Unterhaltungswert:

Videos und Musik ohne Windows

Wer das Qosmio G20 im ausgeschalteten Zustand mit einer Video-DVD oder Musik-CD füttert, weckt damit den Qosmio Player: Ohne dass Windows überhaupt hochgefahren werden muss, lassen sich damit bewegte Bilder oder das Lieblingsalbum abspielen. Dabei wird die Lautstärke über den eingangs erwähnten, silbernen Drehknopf geregelt, der aus massiv wirkendem Aluminium besteht. Wie stark die Lautsprecher aufgedreht sind, signalisieren bis zu sechs schmale, blaue Leuchtstreifen. Der Qosmio Player scheint jedoch kein DVB-T zu unterstützen, da beim Druck auf das TV-Symbol unter dem Display bloß analoges Bildrauschen erscheint.

Die Einstellung des DVB-T-Empfangs unter Windows geht dafür kinderleicht und zumindest im Redaktionsbüro störungsfrei über die Bühne und dürfte selbst unerfahrene PC-Benutzer vor keinerlei Probleme stellen - dem Media Center sei dank. Für kleine Notebook-Lautsprecher gehen die beiden Harman/Kardon-Vertreter sehr klar und druckvoll zu Werke. Besonders gut wird die akustische Untermalung von Filmen, Videos und Spielen wiedergegeben, doch bei Musik können sie sich ebenfalls hören lassen. Erst bei hoher Lautstärke bringt der Bass das Gehäuse zum Vibrieren und die Lautsprecher beginnen etwas blechern zu klingen.

Spiele und Videos

Das Qosmio G20 verdient das Prädikat "spieletauglich", da es selbst anspruchsvolle Titel wie "Half-Life 2" und "Doom III" verkraftet und auf dem Display kaum Schlieren zu erkennen sind. Darüber hinaus sorgt das Hochglanzbild für eine sehr plastische Darstellung bei ordentlicher Tiefenschärfe. Bei niedrigeren Auflösungen erhöht sich zwar das Aufkommen von Treppeneffekten, dafür bleibt die Bildqualität nach wie vor ansehnlich. Die Leistungsreserven reichen je nach Spiel sogar aus, um das Antialiasing für die Kantenglättung zu aktivieren. Eine mindestens ebenso gute Figur wie beim Spielen gibt das 17-Zoll-Notebook bei der Wiedergabe von Video-DVDs oder komprimierten Video-Dateien ab.

Toshiba Qosmio G20 im Test

Akkulaufzeit, Stromverbrauch und Lautstärke

Obwohl wir das Qosmio G20-146 bei der Ermittlung der Akkulaufzeit schonen, Prozessor und Grafik auf den niedrigsten Takt herunterschrauben sowie die Display-Helligkeit auf Stufe 6 von 8 herabsetzen, hält es nur zwei Stunden und sieben Minuten durch. Wer zwischendurch spielt, muss mindestens eine Stunde früher zum Netzteil greifen - typisch für ein 17-Zoll-Notebook. Da es den PC ersetzen soll, ist natürlich auch der Energieverbrauch nicht uninteressant. Maximal liegt dieser bei 101 Watt, was deutlich über dem Niveau eines Mittelklasse-Notebooks, aber unter dem eines ähnlich schnellen PCs ist.

Bei maximaler Helligkeit sowie niedrigster Grafik- und Prozessorleistung pendelt sich der Konsum bei vertretbaren 45 Watt ein, bei minimaler Helligkeit sind es noch einmal zehn Watt weniger. Trotz der Daueraktivität des Notebooklüfters erweist sich die Geräuschkulisse als unaufdringlich und noch angenehm. Bei starker Belastung arbeitet das Toshiba-Modell zudem leiser als das vergleichbare Asus W2000V.

Fazit: Knappes Duell mit Asus W2000V

Hätten sich das Asus W2000V und Toshiba Qosmio G20 in guter alter Western-Manier duelliert, wären wohl beide auf der Strecke geblieben: Zu den klaren Vorteilen des Asus W2000V zählen die höhere Display-Auflösung, bessere Anschlussmöglichkeiten - etwa für Gigabit-Netzwerke und Flachbildschirme - sowie das niedrigere Gewicht und die geringeren Anschaffungskosten. Dem hat das Toshiba Qosmio G20 wiederum ein leiseres Betriebsgeräusch, mehr Festplattenspeicher und Erweiterungsmöglichkeiten sowie eine höhere Spieleleistung entgegenzusetzen. Doch welches Notebook ist nun das schönste im ganzen Land? Darüber zu urteilen überlassen wir lieber dem persönlichen Geschmack der wohlbetuchten Käufer.

Die technischen Daten finden Sie auf der nächsten Seite.

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Das Toshiba Qosmio G20 ist schon gar kein richtiges Notebook mehr - eher eine tragbare Schönheit mit hohem Unterhaltungswert und PC-Allüren. Denn es gibt kaum etwas, das der edle Entertainer nicht kann: Er empfängt digitales Fernsehen, verfügt über üppige Leistungsreserven, umfangreiche Anschlussmöglichkeiten und bietet auch abseits des großen 17-Zoll-Displays sehr viel fürs Auge. Damit dabei auch das Ohr nicht zu kurz kommt, ist das Qosmio G20 mit Lautsprechern des Hi-Fi-Herstellers Harman Kardon ausgestattet. Ob klobige PCs jetzt endgültig einpacken können, erfahren Sie im netzwelt-Testbericht.

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http://www.netzwelt.de/news/73687-toshiba-qosmio-g20-test-entertainment-notebook-edler-optik.html
2006-02-26 12:40:00
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