Surflehrer: Alle Browser-Alternativen für Mac OS X unter der Lupe
Surflehrer: Alle Browser-Alternativen für Mac OS X unter der Lupe
Im Grunde handelt es sich bei Netscape aber um nicht mehr als ein weiteres Firefox/Mozilla/Seamonkey-Derivat. Der Vorzug des Browsers sind einzig die AOL-spezifischen Optionen, für alle, die kein AOL nutzen, leisten Firefox und Seamonkey bessere Dienste, zumal sie dem Netscape-Browser in der Entwicklung immer zwei bis drei Schritte voraus sind.
Die anderen: Gemischte Browser für jeden Geschmack
Neben den zwei großen Engines Gecko und Safari Web Kit gibt es noch zahlreiche andere Webbrowser für Mac OS X, die sich jedoch nicht unbedingt großer Beliebtheit erfreuen oder bereits eingestellt wurden. Diese sollen hier ebenfalls kurz vorgestellt werden.
Safaris Vater im Geiste: Der Internet Explorer
Der Internet Explorer auf dem Mac? Wer sich erinnern möchte, weiß, dass der Internet-Explorer jahrelang zum Standard-Lieferumfang eines jeden Apple-Rechners gehörte. Der Browser in Version 5 ist allerdings mehr als veraltet. So veraltet, dass Microsoft beschlossen hat, den Internet Explorer nicht mehr für den Mac anzubieten. Kein großer Verlust, stellte der Browser in der Mac-Version doch auch speziell IE-optimierte Seiten nicht unbedingt richtig dar. Aufgrund seines hohen Alters unterstützt der Browser weder RSS noch Tabs und ist damit zurecht auf dem Friedhof der Browser-Geschichte zu finden.
Lynx: Textbrowser für Kommandozeilen-Nerds
Es soll sie tatsächlich geben, die Menschen, die unter Mac OS X auf der Kommandozeile surfen. Wie? Ganz einfach: Dazu muss nur Lynx installiert sein, wobei "installieren" schon zuviel des Guten ist. Der rustikale Text-Browser ist in der Linux-Szene sehr beliebt, weil er sehr puristisch ist. Doch auch Textbrowser haben ihre Vorzüge. So werden Web-Spielereien im Stil von Flash oder Java komplett ignoriert, Bilder, Mouseovers und Werbebanner können den Browser ebenfalls nicht kratzen, mit dem Erfolg, dass Lynx der wohl absturzsicherste Browser überhaupt ist, auch wenn man den Bedienkomfort mit der Lupe suchen muss.
iCab: Das Relikt
Icab ist neben dem Internet-Explorer der einzige Browser, der noch in einer offiziellen Version für Mac OS Classic zur Verfügung steht, neben der Haupt-Version für Mac OS X. Der Browser geht zurück auf den Webbrowser CAB, den Crystal Atari Browser für das Atari MagiC-Betriebssystem. Der Browser ist schlank, sparsam und standardkonform und verfügt über einen Werbefilter, der sogar Camino Konkurrenz machen kann. Entwickelt von einem einzigen Entwickler, ist iCab einer der beiden kostenpflichtigen Browser im Vergleich. Mit 29 Dollar ist der Shareware-Browser nicht eben günstig, besitzt dafür aber Vorzüge, mit denen die Open-Source-basierten Browser für Mac OS X nicht aufwarten können, zum Beispiel lässt er als einziger Browser komplexe Einstellungen zum Umgang mit verschiedenen Web-Standards zu.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Mac OS X und Browser & Mailer.
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