Surflehrer: Alle Browser-Alternativen für Mac OS X unter der Lupe
Surflehrer: Alle Browser-Alternativen für Mac OS X unter der Lupe
Es war einmal: Seamonkey
Es war einmal eine Firma namens Netscape, die hatte die absolute Herrschaft über die Welt der Internet-Browser. Missmanagement und ein übermächtiger Konkurrent namens Microsoft machten Netscape den Garaus, so lange, bis das Unternehmen 1998 von AOL aufgekauft wurde. Der Browser wurde Open Source und weil er über die Jahre so mies programmiert worden war, mussten die Entwickler erst einmal von Grund auf neu programmieren. Das Resultat war die Mozilla-Suite, die mit der Marktreife des Firefox-Browsers im Jahr 2005 auf das Standgleis geschoben wurde und als Seamonkey weiterentwickelt wird.
Wer den Netscape Navigator noch kennt, wird sich auch schnell in Seamonkey zurechtfinden. Der Browser ist weniger ein reiner Internet-Browser als vielmehr ein komplettes Web-System, bestehend aus Browser, E-Mail-Client, HTML-Editor und IRC-Client. War anfangs Mozilla der Lieferant für den Firefox-Code, ist nun Firefox das Hauptprojekt der Mozilla-Entwickler, von dem Seamonkey profitiert. Dadurch ist Seamonkey nichts anderes als eine Komplett-Version von Firefox, weshalb alles, was auf Firefox zutrifft, auch für Seamonkey gilt. Die Auftrennung von E-Mail-Client und Browser war durchaus sinnvoll, sind Anwender doch nicht mehr gezwungen, das überladene Seamonkey-Paket komplett zu nutzen.
Doch es gibt weiterhin zahlreiche Fans des überfrachteten Browser-Komplettpakets. So wird der Browser gerne in Unternehmen installiert, um Mailprogramm und Browser direkt unter einem Hut zu haben. Der administrative Aufwand verringert sich enorm, wenn Seamonkey verwendet wird. Den Surfer stört das kaum, nur die Größe des Pakets wirkt sich negativ auf Arbeitsspeicher und Geschwindigkeit aus. So ist Seamonkey deutlich langsamer als der ohnehin schon langsame OSX-Firefox. Eine Alternative stellt er trotzdem dar, wenn zum Beispiel aus Gründen der Normung im Betrieb komplett auf Safari und Apple Mail verzichtet werden oder eine der Windows-Umgebung äquivalente und leicht portierbare Software-Basis entstehen soll.
Der Klassiker im neuen Code-Gewand: Die Netscape-Suite für Mac OS X
Der Navigator ist tot, aber nicht totzukriegen. Der Multifunktions-Browser der Firma Netscape, die inzwischen unter dem Kommando des Online-Riesen AOL segelt, ist weiterhin für Mac OS X verfügbar. Und zwar in der Version 7.2, die noch auf dem Mozilla-Projekt basiert, das inzwischen als "Seamonkey"-Projekt im Netz kursiert. Anders als Seamonkey verfügt Netsape über einige AOL-spezifische Funktionen, die das Browser-Paket besonders für AOL-Anwender interessant machen.
So besitzt Netscape neben dem obligatorischen Mailclient und dem Browser einen AOL- und ICQ-Instant-Messaging-Client und diverse Schaltflächen, die direkt auf AOL oder AOLs Netscape-Dienst verweisen. Zwar bedient sich Netscape an der Open-Source-Technologie von Mozilla/Seamonkey, dadurch wird der Browser aber nicht selbst zu Open Source. Der Netscape-Browser kämpft mit der Geschwindigkeit seiner Entwickler. So hängt der Browser immer der aktuellen Mozilla-Version hinterher. Ab Version 8 kommt Firefox statt Mozilla zum Einsatz, doch Apple-Anwender sind bisher nicht in den Genuss einer Portierung gekommen.
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