Surflehrer: Alle Browser-Alternativen für Mac OS X unter der Lupe

Surflehrer: Alle Browser-Alternativen für Mac OS X unter der Lupe

Das größte Problem des Firefox-Browsers unter Mac OS X ist die mangelnde Geschwindigkeit. Nicht die des Seitenaufbaus, sondern die des Browsers an sich. Egal, auf welchem Mac Firefox läuft, der Browser wirkt unendlich träge beim Ausführen von Fenster-Operationen. So, als liefe er in einer Emulation, was mit der fehlenden Anpassung an Mac-Standards wie Quartz Extreme liegen dürfte. Speziell angepasste Firefox-Versionen für G4- und G5-Prozessoren nehmen dem Problem zwar ihre Schärfe, sind aber immer noch alles andere als fix. Das Gleiche gilt auch für Intel-Macs, bei denen der Browser nur in der Rosetta-Emulation läuft.

Insgesamt kein gutes Bild, was Firefox da abliefert, doch es kommt noch schlimmer: Im Gegensatz zu vielen anderen Browsern ignoriert Firefox das System komplett. Mac OS X ist so konzipiert, dass Anwendungen lückenlos ineinander greifen. Firefox ist das völlig egal, er agiert wie ein Fremdkörper, der irgendwie nicht so recht ins System passen möchte. Obendrein sorgen unübersichtliche Menüs für Frust in der Mac-Gemeinde. Schade, denn der Browser ist im Grunde der beste Browser auf dem Markt.

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Die Mac-Antwort auf alle Firefox-Probleme: Camino

Doch die Mac-Gemeinde wäre nicht die Mac-Gemeinde, wenn sie sich für die Firefox-Problematik keine Lösung hätte einfallen lassen. Die Lösung aller Firefox-Probleme ist der Browser "Camino", benannt nach einem uramerikanischen Kultauto. Anders als sein Straßenkreuzer-Vorbild ist der Camino-Browser jedoch eine Ausgeburt der Sparsamkeit: Keine 35 Liter Sprit auf 100 Kilometern, sondern sparsamer Umgang mit Systemressourcen lautet die Devise, ohne dass er dabei träge wirkte.

Camino basiert wie Firefox auf Mozillas Gecko-Engine, ist jedoch von vornherein komplett für Mac OS X entwickelt. An Camino wird ersichtlich, welche Performance ein angepasster Firefox für Mac OS X an den Tag legen könnte. Die Anpassung an Quartz Extreme macht den Browser gefühlt genauso schnell wie Safari, doch sein Seitenaufbau und seine Fehlerquote agieren auf dem Niveau von Firefox. Hinzu kommt eine optimale System-Integration, Bookmark-Import und -Export und ein an Safari angepasstes Menü. Überflüssige Funktionen von Firefox wurden schlicht und ergreifend nicht übernommen. Stattdessen verfügt der Browser über den besten eingebauten Werbeblocker im Test.

Der perfekte Browser für Mac OS X also? Leider müssen auch bei Camino die Nachteile aufgezählt werden. Und davon gibt es zahlreiche. So hat sich der Browser nach mehr als fünf Jahren Entwicklung endlich dazu entschlossen, in die Versionsnummer 1.0 zu gehen, immerhin gleich mit Support für die Intel-Macs. Die Entwicklungszyklen sind lang, was damit zusammenhängt, dass sich im Vergleich zum Firefox-Projekt nur wenige Entwickler mit dem Browser befassen. Zudem basiert er auf einer älteren Version der Gecko-Engine, ist also nie so modern wie Firefox. Obendrein unterstützt die aktuelle Version 1.0 keine RSS-Feeds, was heutzutage doch mehr als ärgerlich ist. Wer jedoch auf RSS verzichten kann und einen schnellen, stabilen Browser für OS X mit gutem Werbeblocker sucht, ist bei Camino gut aufgehoben.

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Mac OS X und Browser & Mailer.

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