Handy-Tarifberater: Licht im Tarif-Dschungel

Für Pfennigfuchser: Wenig Kosten, aber auch wenig Service bei Discount-Anbietern

Vertrag, nein danke: Prepaid-Tarife

Handyverträge gelten nach Abschluss meist mindestens zwei Jahre. So lange ist man an den Anbieter gebunden und muss zumindest die Grundgebühren zahlen. Wem das nicht gefällt, hat immerhin die Möglichkeit einen Prepaid-Vertrag abzuschließen. Dadurch, dass es weder eine Grundgebühr noch eine Vertragsbindung gibt, bindet sich der Kunde nicht an den Mobilfunkanbieter und kann so jederzeit ohne finanzielle Verluste zu einem anderen Anbieter wechseln.

Diese Freiheit hat jedoch ihren Preis. Die Verbindungsentgelte sind oft etwas höher als bei Tarifen mit einer Grundgebühr und müssen im Voraus bezahlt werden. Der Hauptnachteil der Prepaid-Tarife ist jedoch, dass es meist kein subventioniertes Handy dazu gibt. Ist ein Mobiltelefon jedoch vorhanden und möchte man keine lange Vertragsbindung eingehen, ist ein Prepaid-Tarif sicher interessant. Auch wenn das Handy nur gelegentlich genutzt wird oder die Kosten für das Mobiltelefon genau kontrolliert werden sollen, lohnt sich ein Prepaid-Tarif.

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Sowohl T-Mobile (Xtra) als auch Vodafone (CallYa), O2 (Loop) und E-Plus (Free & Easy) bieten derzeit Prepaid-Tarife an. Eine besonders günstige Form der Prepaid-Tarife bieten Discount-Anbieter wie simyo oder Medionmobile (Aldi).

Was Verbindungsentgelte angeht, telefoniert man derzeit nirgendwo günstiger als bei einigen Discount-Anbietern. Schon ab fünf Cent pro Minute kann netzintern telefoniert werden. Neben den günstigen Preisen zeichnen sich die Billiganbieter vor allem durch eine einfache Preisstruktur aus. Alle Gespräche, egal ob in das Festnetz, in andere Mobilfunknetze, zur Haupt- oder Nebenzeit oder am Wochenende kosten gleich viel - beziehungsweise wenig. Eine Grundgebühr und damit eine Vertragsbindung gibt es zudem auch nicht. Wer keine große Lust darauf hat, stundenlang Tarifdetails zu vergleichen, ist bei den Discount-Anbietern also bestens aufgehoben.

Durch den günstigen Preis müssen jedoch an anderer Stelle Abstriche gemacht werden. So gibt es bei den wenigsten Discountern ein subventioniertes Handy bei Vertragsabschluss dazu. Die meisten Billiganbieter bieten ihre Tarife zudem in Prepaid-Form an. Was auf der einen Seite keine Vertragsbindung und eine gute Kostenkontrolle bedeutet, heißt auf der anderen Seite jedoch, dass in regelmäßigen Abständen das Guthaben aufgeladen werden muss. Dies kann mittlerweile jedoch auch bequem per Lastschrift erledigt werden, sodass sich der Zeitaufwand dafür in Grenzen hält.

Ein weiterer Nachteil der Discount-Anbieter ist oft das Fehlen von Service-Diensten wie Anklopfen, Roaming oder Rufumleitung. Wer auf diese Dienste jedoch verzichten kann, findet bei netzwelt eine Übersicht vieler Mobilfunk-Billiganbieter.

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