Sony Vaio FE im Test: Bezahlbares Designer-Notebook mit Doppelherz
Tastatur und Touchpad
Gute Bildqualität mit Abstrichen
Dank der beiden Hintergrundlampen lässt das Display des Vaio FE in puncto Helligkeit kaum Wünsche offen, was letztendlich auch den Augen zugute kommt. Auch die Schriftschärfe kann sich sehen lassen, kommt aber keinesfalls an die des höher auflösenden 17-Zoll-Notebooks Vaio VGN-A617M heran. Dafür bieten die 1.280 x 800 Pixel des Vaio FE genügend Spielraum, um zwei Internetseiten nebeneinander anzuzeigen. Veränderungen des Sichtwinkels quittiert das Display schnell mit abnehmendem Kontrast. Für einen einzelnen Betrachter, für den das Notebook schließlich ausgelegt ist, reicht die eher mittelmäßige Toleranz dennoch völlig aus.
Weniger leicht fällt es allerdings, über die qualitativen Abstriche hinwegzusehen, die bei schwindendem Sonnenlicht zum Vorschein kommen. In einem abgedunkelten Raum wirkt eine komplett schwarze Bildfläche mehr wie verwaschenes Dunkelgrau und die Ausleuchtung erscheint unregelmäßig. Hellere Stellen werden sowohl auf der linken Seite als auch am rechten sowie unteren Rand deutlich. Unschön ist außerdem, dass in der unteren linken und rechten Ecke selbst bei Tageslicht dunkle, rauchartige Flecken sichtbar sind. Im Alltagsbetrieb kann man zwar durchaus damit leben, von Sony haben wir aber bereits Besseres gesehen. Immerhin gibt es an den strahlenden Farben nur wenig auszusetzen.
Bei den Eingabegeräten leistet sich das Sony Vaio FE hingegen überhaupt keine nennenswerten Mängel. Das Touchpad lässt sich überaus gefühlvoll und präzise handhaben, während die zugehörigen Tasten zwar etwas lauter klicken, aber einen durchweg hochwertigen Eindruck hinterlassen. Darüber hinaus laden die großen Tasten des Keyboards zum Verfassen längerer Texte ein. Sie besitzen kaum Spiel und bestechen beim Schreiben durch ihre leise, unaufdringliche Akustik.
Audio, Video und Spiele
Dort wo die Klangqualität am wichtigsten ist, schwächelt das Vaio FE - bei den Lautsprechern: Wie fast alle anderen Mittelklasse-Notebooks scheppert es bei hoher Lautstärke, was das Zeug hält. Mehr als zur Hälfte sollte man die Boxen nicht aufdrehen, andernfalls kann Musik ganz schnell zur Folter werden. Denn hier fallen die überbetonten Höhen und der fehlende Bass besonders negativ auf. Bei der Filmuntermalung machen die Boxen eine bessere Figur, sind von akustischen Höhenflügen jedoch weiterhin weit entfernt. Auch auf der visuellen Seite kann das Vaio FE nicht ganz überzeugen, zumindest was das Abspielen von Videos angeht.
Besonders bei komprimierten Bewegtbildern wirkt die Darstellung oft grobkörnig, zudem werden bei der Komprimierung entstandene Bildfehler, so genannte "Artefakte", weitgehend ungefiltert wiedergegeben. Spielen verleiht das breite 15,4-Zoll-Display wiederum eine sehr schöne und plastische Optik, welche allerdings durch das erhöhte Aufkommen von "Treppeneffekten" getrübt wird. Dem lässt sich durch entsprechende Gegenmaßnahmen der Grafikkarte (Antialiasing) beikommen, doch das zwingt Nvidias GeForce Go 7400 bei Titeln wie "Half-Life 2" endgültig in die Knie. Sofern das Antialising abgeschaltet bleibt, laufen die meisten aktuellen Spiele auf mittleren bis hohen Qualitätseinstellungen gerade noch ruckelfrei.
Weitere Informationen
Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt Sony Vaio FE. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu Sony Vaio FE. Zusätzlich haben wir ein Special zu Sony Vaio vorbereitet.
