Konzernintern ganz groß, draußen Mittelklasse
Im Test: T-Com-Router Speedport W 500V
Netzwerk
Die Konfiguration des Speedport W 500V erfolgt für Router üblich mit einem HTML-Menü, das über einen beliebigen Internet-Browser abgerufen wird. Im Gegensatz zu den meisten Routern glänzt das Menü des Speedport mit einer bebilderten Anschlussübersicht. Unter der Führung eines Setup-Assistenten können alle notwendigen Betriebs- und Sicherheitseinstellungen vorgenommen werden. Alles, was über die Grundeinstellungen hinaus geht, wird in den einzelnen Menüpunkten geregelt.
Nicht nur an der Farbgebung des Menüs ist die Herkunft des Speedport zu erkennen: Sowohl bei der Wahl des Internet-Telefonie-Anbieters als auch bei der Providerwahl hat der Nutzer immer zwei Entscheidungsmöglichkeiten: T-Online oder andere Anbieter. Lediglich zwei Dinge stören an dem magentafarbenen Menü: Zum einen ist die Enter-Taste nicht für das Bestätigen einer Eingabe zu gebrauchen, zum anderen ist für die Änderung der Provider-Daten ein kompletter Neustart erforderlich. Alle anderen Einstellungen kommen mit ein paar Sekunden Wartezeit aus.
Eingeplant: Das Online-Budget
Zeit- und Volumenbeschränkungen für den Internetzugang sind kein Grund zur Freude, wenn sie vom Provider auferlegt werden. Hat man die Regelung dieser Grenzen jedoch selbst in der Hand, können sie sich als brauchbar erweisen. Zusätzlich zur Internetverbindung kann der Speedport W 500V auch einzelnen Computern ein festgelegtes Volumen-Kontingent zuweisen. So kann der Familienrat gerecht darüber verfügen, wem wie viel Übertragungsvolumen zusteht, und ob der Teilnehmer bei Überschreitung automatisch gesperrt wird oder nicht. Die Zeitbegrenzung wirkt sich dagegen auf die gesamte Onlinezeit aller Teilnehmer aus.
Verwaltet werden die Zugangsbedingungen über die Feststellung der MAC-Adresse; eine feste IP-Adresse im lokalen Netzwerk und der Computername können zusätzlich herangezogen werden. Mit den gleichen Eingaben werden auch Protokoll- und Portfilter sowie die generelle Zugriffsberechtigung - auch über Zeitbedingungen - gesteuert. Wer sich in Sachen Sicherheit nicht so bewandert fühlt und davon lieber die Finger lässt, wird vom Speedport ebenfalls unterstützt: Die automatische NAT-Firewall sorgt dafür, dass man sich um die netzseitige Sicherheit wenig Gedanken machen muss.
Warteschleife und Vorratsdatenspeicherung
Die (Internet-)Telefoniefunktionen sind recht einfach und kaum mit Schnörkeln versehen. In einer Kurzwahlliste lassen sich 100 Telefonnummern speichern, die Gesprächsdaten werden vom Speedport sämtlicherweise aufgezeichnet. Was dem Speedport fehlt, ist die Option zum Blockieren bestimmter Rufnummernbereiche in den Wahlregeln. Am analogen Telefonanschluss arbeitet der Speedport allerdings zuverlässig, selbst im Notfall hat das angeschlossene Telefon Kontakt mit der Vermittlungsstelle. Auch ohne Strom.
Im Voice-over-IP-Betrieb gibt es an Tonqualität und Bandbreitenmanagement nichts auszusetzen. Allerdings sind die VoIP-Funktionen nicht gerade umfangreich: Lediglich einen SIP-Account müssen sich die beiden Telefone am Speedport teilen. Wer ohne das Raute-Zeichen am Ende der Nummer wählt, muss zwischen dem letzten Wählton und dem ersten Klingeln ganze zwölf Sekunden warten.
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