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PDF-Dateien: Freeware rund um das Portable-Document-Format
Erstellen, editieren und konvertieren aus und nach PDF

von Fabian Parusel Uhr veröffentlicht

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PDF hat sich als Format definitiv durchgesetzt. Selbst die meisten öffentlichen Einrichtungen bieten Dokumente als PDF zum Download an. Da ist es umso wichtiger die richtigen Programme zur Bearbeitung solcher Dateien auf dem Rechner zu haben. Dazu hat netzwelt die wichtigsten Informationen und Programme zusammengestellt.

Inhaltsverzeichnis

Warum PDF?

Das Portable Document Format (PDF) wird gerne und oft im Web verwendet, für Anleitungen, Datenblätter und andere virtuelle Dokumente. Das liegt an der erstklassigen Darstellung dieser Dateien. Alle Texte und Grafiken werden so angezeigt, wie es der Autor der Datei vorgesehen hatte. Außerdem ist es nicht relevant, ob eine bestimmte Schriftart auf dem Computer installiert ist, der Text in PDF-Dokumenten wird immer richtig angezeigt.

Vektorgrafiken bleiben nach der Speicherung als PDF weiterhin ohne Qualitätsverlust skalierbar. Für komplizierte Grafiken oder Tabellen, wie zum Beispiel bei Netzwerkplänen, ist PDF die beste Wahl. Texte innerhalb einer PDF-Datei bleiben ebenfalls extrahierbar. Sie können markiert und kopiert werden, auch wenn sie verzerrt sind, zum Beispiel wenn ein Satz im Kreis angeordnet ist.

Besonderer Vorteil der PDFs ist die Volltextsuche. So können auch in der größten Datei einzelne Passagen problemlos gefunden werden. Auch in Archiven mit mehreren PDF-Dokumenten kann diese Suche ausgeführt werden. So wird jedes PDF-File leicht gefunden, egal wo es sich versteckt. Außerdem bietet PDF Schutz gegen Veränderung der Daten innerhalb einer Datei. Einmal durch eine mögliche Verschlüsselung, zum anderen dadurch, dass nur wenige Computer mit einem Programm ausgestattet sind, mit dem sich PDFs bearbeiten lassen.

Adobe Reader und seine Alternativen

Ins Leben gerufen wurde das PDF-Format 1993 von Adobe. Seither ist der Adobe Reader kostenlos im Netz zu bekommen. Aktuell gibt es die Version 7. Mit 22 Megabyte gehört das Programm nicht zu den schlanksten, das macht sich vor allem bei der Performance bemerkbar. Bis der Reader ein PDF-Dokument geöffnet hat, vergehen immer ein paar Sekunden, auch auf dem schnellsten Gaming-Rechner.

Dafür sind die Funktionen des Programms sehr ausgereift. Die beiden Hauptfeatures dienen der Extraktion von Informationen, entweder mit dem Text-Werkzeug oder mit dem Grafik-Werkzeug. Mit diesen beiden Tools können alle Informationen aus einem PDF geholt werden, ohne dass ein weiteres Programm installiert werden muss.

Konkurrenz bietet der Foxit Reader

Der Foxit Reader orientiert sich sowohl optisch als auch funktional an Adobes Reader. Selbst die Funktionen sind identisch. Wer also schon mit Adobes Reader gearbeitet hat, findet sich beim Foxit problemlos zurecht. Recht praktisch ist der Vollbildmodus des Foxit. Damit lassen sich umfangreiche Dokumente, besonders auf Monitoren mit geringer Auflösung, sehr gut darstellen.

Besonderer Clou an dem Foxit Reader ist seine Größe. Das praktische PDF-Programm wird in einer 1,2 Megabyte großen ZIP-Datei angeliefert und muss noch nicht einmal installiert werden. In dem Zip befindet sich lediglich eine Datei, die Foxitreader.exe. Die Datei kann irgendwo auf dem Rechner abgelegt und gestartet werden.

Dadurch ist das Programm auch optimal für die Verwendung auf einem USB-Stick. All diese Vorzüge machen ihn zur Nummer eins der Adobe-Alternativen. Den Reader von Foxit gibt es allerdings nur in englischer Sprache. Das ist allerdings gerade bei dieser Software nicht sonderlich störend, da fast alle Funktionen per Knopf erreicht werden können.

Download: Foxit Reader

PDFs mit dem Ghostscript betrachten

Ghostscript wird von verschiedenen Programmen als Grundlage für das Betrachten von PDF-Dateien verwendet. Entwickelt wurde das Skript von Peter Deutsch für die Aladdin Systems in Kalifornien. Mittlerweile hat Raph Levien das Projekt übernommen. Mit diesem Skript können PDFs sowohl angezeigt als auch konvertiert werden. Das kleine Softwarepaket dient als Schnittstelle. Für die Betrachtung wird ein weiteres Programm benötigt, Ghostview zum Beispiel.

Download: Ghostscript

Mit Ghostview können alle PDF-Dateien angezeigt werden. Die Gestaltung der Software ist sehr einfach gehalten, unter Verzicht auf farbige Symbole und anderen Schnickschnack. Das Werkzeug, um Texte und Grafiken zu extrahieren, bringt Ghostview auch mit. Einen Geschwindigkeitsvorteil kann die Software gegenüber dem FoxitReader, trotz schlichtem Design, nicht einfahren. Sowohl das Skript als auch der Betrachter sind kostenlos, allerdings muss bei Ghostview bei jedem Start ein kleines Fenster weggeklickt werden.

Download: Ghostview

Gelungene PDF-Dateien erzeugen

Programme zur Betrachtung zu finden ist noch relativ einfach, zum Erstellen von PDF-Dateien wird weitere Software benötigt. Dabei gibt es verschiedene Wege um zu einer PDF-Datei zu gelangen. Mit dem kostenlosen OpenOffice zum Beispiel kann jede Datei direkt als PDF gespeichert werden. Einfacher geht es kaum. Doch allein wegen der PDF-Funktion lohnt es sich nicht das 80 Megabyte große Paket herunterzuladen. Es gibt auch einfache Varianten.

PDF-Dokumente mit dem virtuellen Drucker erstellen

Am einfachsten werden PDFs mit einem virtuellen Drucker erstellt. Dabei ist besonders interessant, dass jede druckbare Datei aus jeder Anwendung heraus "gedruckt" werden kann. FreePDF XP ist solch ein Tool, das den Systemdruckern einen weiteren, virtuellen Drucker hinzufügt. Das kleine Programm ist gerade einmal 600 Kilobyte groß, leistet aber viel. Um eine PDF zu erstellen, wird das entsprechende Dokument geöffnet und mit dem PDF-Drucker gedruckt.

Direkt im Anschluss an die Druckerauswahl fragt FreePDF nach den gewünschten Einstellungen für das zu erstellende PDF. Dabei kann zwischen drei Qualitätstufen ausgewählt werden: High, medium und eBook stehen zur Wahl. Darüber hinaus kann der Dateiname für das PDF angegeben werden.

Sogar eine Verschlüsselung nimmt FreePDF auf Wunsch vor. So bleibt sichergestellt, dass der Inhalt der PDF auf seinem Weg durchs Netz auf keinen Fall verändert wird. Dabei kann der User zwischen einer 40-bit- und einer 128-bit-Verschlüsselung wählen. Dort kann auch eingestellt werden, ob der Inhalt des PDF kopiert werden darf. Alle Funktionen sind also an Bord.

Download: FreePDF XP

Der PDF Creator druckt auch

Der PDF Creator funktioniert prinzipiell genau wie FreePDF, beide verwenden das Ghostscript als Grundlage. Genauso fügt der PDF Creator den Systemdruckern einen weiteren hinzu. Auch hier können einige Einstellungen getroffen werden, eine Verschlüsselung ist jedoch nicht möglich.

Download: PDF Creator

Die Ergebnisse dieser verschiedenen Verfahren sind sehr ähnlich. Die im Test erstellten PDFs sind qualitativ nicht voneinander abgewichen. Andersherum ist schon etwas kniffliger. Um aus PDF-Dateien Worddokumente zu machen, ist weitere Software notwendig. Doch die zu finden machte größere Probleme als erwartet.

pdfFactory: Drucker mit Feinjustierung

Die pdfFactory ist keine Freeware, in der kostenlosen Trial-Version ist das Programm allerdings nutzbar und bindet als einzige Einschränkung ein Banner ein. Deshalb wird es hier dennoch vorgestellt.

PdfFactory besitzt im Vergleich zu vielen kostenlosen Alternativen einige mächtige und nützliche Funktionen. So können Dateien nicht nur mit Passwortschutz versehen werden, sondern gleichzeitig auch mit Editier-Begrenzungen und Wasserzeichen. In der ebenfalls angebotenen Pro-Version bietet pdfFactory auch ein Job-Management und die Möglichkeit mehrere Profile über mehrere Drucker zu managen.

pdfFactory

Download: pdfFactory

Die Ergebnisse dieser verschiedenen Verfahren sind sehr ähnlich. Die im Test erstellten PDFs sind qualitativ nicht voneinander abgewichen. Andersherum ist schon etwas kniffliger. Um aus PDF-Dateien Worddokumente zu machen, ist weitere Software notwendig. Doch die zu finden machte größere Probleme als erwartet.

Die andere Richtung: PDF zu DOC

Hier wird es knifflig. Zu diesem Zweck gibt es nicht viele Programme, vor allem keine kostenlosen. Nur ein halbwegs vernünftiges Sharwaretool konnte netzwelt im Web finden und das ist auch noch etwas unkomfortabel. Immerhin funktioniert es. Eigentlich sind es zwei Programme, eines extrahiert nur Text, das zweite übernimmt auch Bilder und Grafiken. Beide Tools kommen aus dem Hause VeryPDF.

Download: PDF2WORD
Download: PDF2TXT

Die Begrenzung der Shareware lässt nur hundert Anwendungen zu. Das ist allerdings die beste Variante die Software zu begrenzen. Andere Programme fügen eine Signatur in die erstellte Datei ein oder das Programm kann nur 15 Tage verwendet werden. Da sind hundert Anwendungen sehr großzügig. Für rund 35 Euro gibt es die Vollversion.

Beim Testen der verschiedenen Programme ist aufgefallen, wo die Schwierigkeiten bei der Konvertierung liegen. Der Text bereitet Schwierigkeiten. Unbekannte Schriftarten können nicht übernommen werden, doch das ist nur das geringste Problem. Tests mit anderen Programmen haben gezeigt, dass die Texte nach der Konvertierung Fehler aufweisen. Einsen werden als "i" oder "l" erkannt. Viele Programme fügen auch unpassende Leerzeichen mitten in ein Wort ein. Eine Prüfung der Texte nach der Konvertierung ist unumgänglich.

Leider keine guten Ergebnisse

Das Programm von VeryPDF lieferte hierbei noch die besten Ergebnisse. Falls keine Bilder in der PDF-Datei enthalten sind, funktioniert PDF2TXT ebensogut. Die Formatierung wird nicht immer korrekt wiedergegeben. Besonders bei komplexen Darstellungen ist eine Korrektur nach Konvertierung notwendig. Der Weg entgegen der Fahrtrichtung ist jedenfalls wesentlich umständlicher.

Besonders die Bilder leiden bei solch einer Konvertierung, wenn das PDF nicht allzu groß ist, empfiehlt sich die Übertragung von Hand mit dem Grafik-Werkzeug des PDF-Betrachters. Gerne hätten wir an dieser Stelle eine Alternative zu der Software von VeryPDF aufgezeigt, doch keine der getesteten Programme funktioniert wie versprochen. Auch nicht die teureren.

Da hilft nur der Griff zu Adobe Acrobat

Für die professionelle Bearbeitung von PDF-Dateien sollte schon der Griff zu Adobe Acrobat gemacht werden. Damit können Sie die PDF-Datei bequem öffnen und bearbeiten. Es gibt auch noch Konkurrenzprodukte zu Adobe, aber Adobe hat auf jeden Fall die meiste Erfahrung im Umgang mit PDFs.

Um PDFs aus einer weißen Seite zu erstellen, sind die freien Office-Paket sehr empfehlenswert. StarOffice und OpenOffice können PDF-Dateien aus allen ihren Anwendungen speichern. Tabellen, Dokumente und Präsentationen können einfach als PDF exportiert werden. Um die so entstandenen PDFs später noch einmal nachbearbeiten zu können, ist es ratsam die entsprechenden Dateien auch als .DOC oder .XLS abzuspeichern. So können sie immer wieder verändert und neu erstellt werden.

Fazit

Bei der Rückkonvertierung in ein bearbeitbares Textformat gibt es erhebliche Schwierigkeiten. Selbst die teuren Programme halten nicht, was sie versprechen. Eine 1:1-Kopie konnte keine Software liefern, da bleibt nur die Übertragung von Hand. Dem PDF liegt eine gute Idee zu Grunde: Das Layout bleibt immer gleich, egal auf welchem System die Datei geöffnet wird. Es wird sie weiter geben, die PDF-Dateien, ob sie in Zukunft leichter zu bearbeiten sein werden, wird sich zeigen.

Kommentare zu diesem Artikel

PDF hat sich als Format definitiv durchgesetzt. Selbst die meisten öffentlichen Einrichtungen bieten Dokumente als PDF zum Download an. Da ist es umso wichtiger die richtigen Programme zur Bearbeitung solcher Dateien auf dem Rechner zu haben. Dazu hat netzwelt die wichtigsten Informationen und Programme zusammengestellt.

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  • Grunzer schrieb Uhr
    Re:

    Hi, Ich benutze seit etwa einem halben Jahr den Foxitreader, da ich mich damals nach einer Alternative zum AdobeReader umgeschaut habe. 1. Der Adobe Reader ist wenn man hinter einer echten Firewall mit ProxyServer sitzt einfach nicht mehr richtig downloadbar. Die elenden Datensammler gehen mir seit langem gegen den Strich! Und Programme herunter zu laden um ein Programm herunter laden zu können finde ich einfach nur schei?e! 2. Wenn man ein 50kb großes pdf öffnen will und der AdobeReader dafür genau so lange braucht, wie ich es komplett zu lesen, dann sind die Nerven bis zum zerreißen gespannt. Mit dem Foxit geht die Datei halt einfach dann auf, wenn ich es will! Somit mein Fazit: Ich habe keinen Grund mehr zu Adobe zurückzukehren. Mich haben die vergrault. Vielleicht geht es anderen auch so -- Auch dank so guter Berichterstattung wie von Netzwelt! Grüße Grunzer
  • Anonym schrieb Uhr
    PDF kann Verschlüsselung?

    So ein Bullshit. Eine von Adobe angstrebte proprietäre inkompatible Erweiterung von PDF kann Verschlüsselung, und angesichts dessen, wie sie dir Funktionen des Adobe Reader verkrüppelt, ist es auch eher als Exploit zu betrachten. Zum Glück gibt es gute Software die Advanced PDF Password Recovery Pro, mit dem man kaputte Dateien von diesen schädlichen Inhalten befreien und kann und echtes PDF herausbekommt.
  • Anonym schrieb Uhr
    Re:

    PDF Creator ermöglicht sehr wohl eine Verschlüsselung. Die muss in den Einstellungen aktiviert werden. Daraufhin hat man die Möglichkeit zwischen unterschiedlichen Varianten zu wählen.

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2006-02-23 16:16:00
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