Tivo: Der Videorecorder mit Netzanschluss im Test
Der Tivo im Heim-Netzwerk
Als digitaler Videorecorder hält der Tivo in der Regel, was er verspricht. Genauere Details wollen wir uns hier jetzt allerdings sparen, denn uns geht es ja um die Online-Features. Eine erste Verknüpfung mit der Welt des Netzes ist bereits beim Planen der Aufnahmen möglich. Tivo-Nutzer können ihr Gerät nämlich komplett übers Web programmieren - und zwar von jedem beliebigen PC aus. Wenn's im Büro mal wieder länger dauert, wird die CSI-Aufnahme daheim damit ganz automatisch gestartet.
Tivo bietet dazu eine Online-Version des Programmplaners an, auf der einzelne Sendung zur Aufnahme ausgewählt werden können. Wer Tivos Programmführer-Layout nicht mag, kann sein Gerät auch direkt über Yahoos TV-Webseite programmieren. Die Unterscheide zwischen den beiden Web-Angeboten sind jedoch allenfalls kosmetischer Natur.
Ist der Tivo erstmal ans heimische Netzwerk angeschlossen, kann er natürlich auch Daten mit den dort beheimateten PCs austauschen. Tivo bietet dazu eine eigene Desktop-Software an, die unter anderem die Übertragung von Sendungen auf den PC ermöglicht. Dort können sie dann mit den Windows Media Player abgespielt werden. Die Tivo-Software verschlüsselt die Sendung dabei mit einem simplen Kopierschutz.
Im Netz sind jedoch zahlreiche Programme erhältlich, die das Konvertieren derartiger Aufnahmen ermöglichen. Demnächst soll dies sogar ganz offiziell möglich sein: Tivo will in den nächsten Monaten eine eigene Software veröffentlichen, die das Übertragen von Sendungen auf den iPod Video ermöglicht.
Der Datenaustausch im lokalen Netzwerk ist nicht auf TV-Sendungen beschränkt. So kann jeder PC oder Mac zum Medienserver für den Tivo werden. Musik und Fotos lassen sich so im lokalen Netz freigeben und dann auf dem Tivo darstellen beziehungsweise abspielen. Lediglich die Übertragung von Videos vom PC zum Tivo klappt zumindest mit der offiziellen Software noch nicht.
Podcasts, Rocketboom und Last.fm
Tivo begann Anfang 2006 mit dem Beta-Test einer ganzen Reihe von Internet-Features. So können Nutzer mit Breitband-Anschluss jetzt ganz einfach auf Podcasts zugreifen. Diese werden vorerst allerdings nicht abonniert und heruntergeladen, sondern lediglich on demand zum Recorder gestreamt. Noch einen Schritt weiter geht man testweise mit dem Video-Blog Rocketboom. Die täglichen Rocketboom-Videobeiträge lassen sich wie ganz normale TV-Shows abonnieren. Rocketboom-Abonnenten finden die einzelnen Sendungen ganz selbstverständlich zwischen Aufnahmen von Lost, den Simpsons und CSI. Der einzige Unterschied: Rocketboom kommt ganz ohne Fernsehsender aus und wird direkt aus dem Netz heruntergeladen.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 2 Beiträge
Mit der M740AV von Siemens gibt es auf dem europäischen Markt breits ein Gerät das fast alle Tivo-Funktionen beinhaltet, und das für ca. 200 Euro für das Gerät und evtl. 80 Euro für eine extrene Festplatte....
Zitat: für technikverliebte Couch Potatoes. Genau das ist es. Zitat: nicht abschaltbare Werbe - Popups. Ein Gerät, was mir etwas aufzwingt, was ich nicht...