Amerikas beliebtester DVR
Tivo: Der Videorecorder mit Netzanschluss im Test
Janko Röttgers
Tivo ist in den USA mittlerweile zum Synonym für digitale Videorecorder geworden. Der Marktführer geht dort jetzt noch einen Schritt weiter und kombiniert den Festplatten-Recorder mit Podcasts, Videoblogs und anderen Internet-Angeboten. Grund genug, dem Gerät einmal genauer auf den Zahn zu fühlen.
Digitale Videorecorder führen hierzulande immer noch ein Schattendasein. Ganz anders sieht die Situation in den USA aus: Der dortige Marktführer Tivo besitzt mehr als drei Millionen Kunden und ist damit längst fester Bestandteil der Fernsehkultur geworden.
Tivos Ensteigermodell mit 40 Gigabyte-Festplatte kostet im Handel um die 100 Dollar. Ein eindeutiger Köderpreis - wer das Gerät richtig nutzen will, muss nämlich auch für Tivos Service zahlen. Dieser kostet knapp 13 Dollar pro Monat. Alternativ dazu bietet die Firma einen Servicevertrag für die Lebensdauer des Geräts für 300 Dollar an.
Tivo: Der Videorecorder mit Netzanschluss
Tivo im TestWer Tivos Breitbanddienste nutzen will, braucht zudem einen Adapter für das lokale Netzwerk. Die Tivo-Box besitzt dazu zwei USB-Anschlüsse, über die sich zum Beispiel Tivos firmeneigener Wireless G Adapter anschließen lässt. Dieser kostet nochmals rund 50 Dollar. Für das komplette Tivo-Paket ohne weitere monatliche Zahlungen muss man also um die 450 Dollar ausgeben. Ach ja: In Deutschland wird es den Tivo übrigens auf absehbare Zeit nicht geben. Nach einem Fehlstart in Großbritannien hat die Firma ihre Europa-Pläne vorerst auf Eis gelegt.
Aufnahmen übers Netz kontrollieren
Tivos Basis-Gerät verspricht bis zu 40 Stunden TV-Aufnahmen in bester Qualität. Der Recorder bietet dazu einen eigenen Programm-Guide an, mit dem sich Shows und Filme zur Aufnahme auswählen lassen. Alternativ kann man auch per "Season Pass" alle Folgen einer Serie auf die Tivo-Festplatte bannen. Wer sich gar nicht entscheiden kann, vertraut die Auswahl seines Fernsehprogramms voll und ganz dem Tivo an. Dieser nimmt dann auf, was zum bisherigen Nutzerprofil passt und reagiert zudem auf Bewertungen der einzelnen Sendungen. Der TV-Diktator lässt sich auf Wunsch aber auch ganz deaktivieren.
Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare
Mehr über: Video, Home Entertainment, Festplattenrekorder, Testbericht
-
Amazon Unbox: Hollywood-Streifen fürs Wohnzimmer
Download-Angebot für digitale Videorecorder im Test -
Amazon: Internethändler plant Videostreaming-Dienst
Ergänzung des bisherigen Download-Angebots -
Fernsehen bequem: TV-Guides der neuen Generation
Auf dem Weg zum gläsernen Fernseh-Junkie?
Links zum Artikel
Diskutieren Sie zu diesen Artikel im Forum!
Neues Thema eröffnen
Zitat:
für technikverliebte Couch Potatoes.
Genau das ist es.
Zitat:
nicht abschaltbare Werbe - Popups.
Ein Gerät, was mir etwas aufzwingt, was ich nicht haben will, landet bei mir sofort bei Ebay - und wenn es dort auch keiner will - im Müll. Und die werbende Firma werde ich mir merken, um niemals dort einzukaufen. Wenn das Schule macht, sind die "nichtabschaltbaren Werbepopups" schnell tot. Außerdem - gute Hacker werden auch dagegen ein Rezept finden.
Mit der M740AV von Siemens gibt es auf dem europäischen Markt breits ein Gerät das fast alle Tivo-Funktionen beinhaltet, und das für ca. 200 Euro für das Gerät und evtl. 80 Euro für eine extrene Festplatte. Sie verfügt über zwei Tuner, man kann auf Netzwerkfreigaben zugreifen und nätürlich einen Mediaserver im Netz ansprechen. .... und das alles ohne ein teures ABO! Vielleicht kennen die Briten das Ding ja schon ;-)
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben




