Städtespezifische Podcasts als Ausgehhilfe

Podbop: Der klingende Veranstaltungskalender

Am Mittwoch fiel der Startschuss für ein neues Podcasting-Angebot namens Podbop, das seine Nutzer für das lokale Nachtleben begeistern will. Podbop kombiniert dazu eine Veranstaltungs-Datenbank mit Promo-MP3s.

Taylor McKnight und Daniel Westerman-Clark sind Musikfans. Sie gehen gerne zu Live-Konzerten und können sich für unbekannte Bands begeistern. Die beiden waren jedoch seit jeher unzufrieden mit klassischen Veranstaltungskalendern. "Ich war es leid, neue Bands zu entdecken und dann festzustellen, dass sie vor einem Monat in meiner Stadt gespielt haben", berichtet McKnight. "Es musste einfach einen besseren Weg geben, Musik in meiner Nachbarschaft zu entdecken."

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Vor ein paar Monate machten sich die beiden an die Lösung des Dilemmas. Sie kombinierten dazu die Veranstaltungs-Datenbank Eventful.com mit einer selbst zusammengestellten Liste von Bands und Promo-MP3s. Das Ergebnis dieser Bemühungen: eine Plattform, die ortsspezifisch klingende Ausgehtipps gibt.

Wer bei Podbop beispielsweise nach Veranstaltungen in San Diego sucht, bekommt derzeit eine Liste von MP3s von den Sisters of Mercy, der Band Wedding Present und Josephine Foster angezeigt - allesamt Bands und Musiker, die dort in den nächsten Tagen auftreten werden. Die MP3s lassen sich direkt auf der Webseite per Flash-Player abspielen. Ein Link offenbart Details zu Zeit und Ort der Veranstaltung. Zusätzlich gibt es für jeden Ort einen Podcast-Feed, sodass man automatisch die MP3s der demnächst in der eigenen Stadt auftretenden Bands heruntergeladen kann.

Podbop setzt dazu auf MP3s, die von Bands oder ihren Plattenfirmen selbst im Netz veröffentlicht wurden. Wenn es zu einem Konzert keine MP3s in der Podbop-Datenbank gibt, dann bietet die Webseite einen Link zu einer externen Medien-Suchmaschine an.

Bisher konzentriert sich Podbop noch hauptsächlich auf die USA. Zwar kann man nach Städten auf der ganzen Welt suchen - doch in vielen Fällen führen diese Suchen ins Leere. "Das Problem ist, dass nur wenige Menschen bisher Events in Europa eingegeben haben", erklärt Taylor McKnight. Sobald sich dies ändere, werde man auch die internationalen Aspekte der Webseite mehr betonen. "Ich möchte auf jeden Fall Nutzern und Bands auf der ganzen Welt helfen."