Save.TV: Der Videorecorder im Netz
14 Tage kostenlos reinschnuppern
Ist der Dienst Save.TV zu mehr als fünf Prozent eines Monatszeitraumes nicht verfügbar, gewährt der Anbieter eine kostenlose Verlängerung des Buchungszeitraums von jeweils einem Monat. Sonderkündigungsrecht oder Mietminderung gibt es dafür allerdings nicht. Save.TV weist auch darauf hin, dass möglicherweise GEZ-Gebühren für ein TV-Zweitgerät entrichtet werden müssen - das ist der Fall, wenn die Aufzeichnungen oft von außerhalb der eigenen Wohnung angesehen werden. Im Ausland sollte man ebenfalls auf Save.TV verzichten, da Konflikte mit dem Urheberrecht auftreten können.
Kostenlos ist der Online-Videorecorder von Save.TV erwartungsgemäß nicht. Wer den Service langfristig nutzen will, muss Nutzungsrechte für mindestens drei Monate buchen. Kostenpunkt: 9,99 Euro pro Monat. Günstiger geht es, wenn man sich gleich für sechs oder zwölf Monate bindet, dann sinkt der Betrag auf 7,49 Euro beziehungsweise 4,99 Euro pro Monat. Gezahlt wird via Bankeinzug und jeweils im Voraus für den gebuchten Zeitraum, die Zahlung per Kreditkarte ist in Vorbereitung.
Zum Reinschnuppern dagegen steht der Dienst für 14 Tage kostenlos zur Verfügung. Doch aufgepasst: Die Eingabe der Zahlungsweise gehört selbst hier zum Pflichtprogramm. Denn wer innerhalb des Testzeitraums nicht kündigt, bezieht automatisch das Dreimonats-Abo. Zum Kündigen gibt es im Bereich "Meine Daten" des Nutzeraccounts einen gleichlautenden Link. Über den sachgemäßen Eingang der Kündigung informiert dann eine automatische E-Mail, die sicherheitshalber aufgehoben werden sollte.
Save.TV
Gängige Fernsehformate werden zufriedenstellend dargestellt. Der Ton ist durchweg in Ordnung.
Alternativ kann über die Volltextsuche nach einem Schlagwort gesucht werden.
Der Programm-Guide ersetzt die Programmzeitung. Von Hier aus sind es nur zwei Klicks bis zur Aufnahme.
Schaltflächen für bestimmte Sendeformate und Genres vereinfachen die Suche.
Spielfilme kann man sich ebenfalls gut ansehen - wenn man nicht zuviel Wert auf Details in schnellen Action-Szenen legt.
Für die WM wird sich mancher ein schärferes Bild wünschen. Live-Sendungen gibt es mit dem Online-Videorecorder ebenfalls nicht.
Fazit: Schnelle Leitung und ab...
Insgesamt überzeugt der Online-Videorecorder von Save.TV, zumal das Preis-Leistungs-Niveau derzeit besser ist als das der Konkurrenz. Wer allerdings einen "kleinen" Internetzugang nutzt, wird wenig Spaß an Save.TV haben: Analog- und ISDN-Anschluss eignen sich bestenfalls zur Programmierung des Online-Videorecorders. Mit DSL 1000 ist es auch so eine Sache: Eine einstündige Sendung herunterzuladen dauert rund anderthalb Stunden. Dem entsprechend wartet man auch lange auf die Pufferung eines Streaming-Videos. Ab DSL 3000 wird es interessant: Selbst ein Spielfilm ist in zehn bis 15 Sekunden zum Streaming bereit.
Doch den Online-Videorecorder gleich als TV-Ersatz nutzen? Wer ausschließlich gezielt fernsieht, könnte fast mit Save.TV auskommen, würde er nicht die Möglichkeit verpassen, (Sport-)Verantstaltungen live mit zu verfolgen. Insofern versteht sich Save.TV auch wohl eher als Zusatzangebot für den Highspeed-Internetnutzer. Schade nur, dass die Benutzung außerhalb Deutschlands nicht zulässig ist - zum einen würden Österreicher und Schweizer das Angebot sicher ebenfalls gerne nutzen, zum anderen wäre mancher im Ausland lebender Deutschsprachiger froh, den Computer oder Fernseher einschalten zu können, um sich wie daheim zu fühlen.
