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17.02.2006
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Die wichtigsten technischen Fakten zum Fernsehen der Zukunft

HDTV vorgestellt: Fernsehen der nächsten Generation

Dominik Schöneberg

Die deutschen HD-Sender ProSieben, Sat.1 und Premiere übertragen im 1080i-Modus. Nicht zuletzt, weil die Pioniere in Deutschland auf dieses Format setzen, ist es wahrscheinlich, dass sich beim Fernsehen hierzulande langfristig die Auflösung mit 1080 Bildzeilen durchsetzen wird. Wer hochauflösendes Fernsehen in der bestmöglichen Qualität genießen will, sollte sich daher ein Gerät mit einer Auflösung von 1920 x 1080 anschaffen, um keine Skalierungsverluste befürchten zu müssen. Diese sind allerdings derzeit noch vergleichsweise teuer.

Wer dagegen den HD-Bildschirm vor allem zum Spielen nutzen will, fährt auch mit einem 720er-Display gut: Die Next-Generation-Konsolen Xbox 360 und Playstation 3, die hochauflösende Bilder liefern, können Signale sowohl im 720p- als auch im 1080i-Format ausgeben. Gerade bei Action-Spielen, bei denen die Bilder sehr schnell wechseln, kann sich durch den Progressive-Modus im Vergleich zu einem interlaced-Format das Bild spürbar verbessern. Wohl auch deshalb soll die PS3 sogar ein 1080p-Bild ausgeben können.

Beim Einkauf beachten: Video-Eingang mit HDCP-Unterstützung

Neben der Auflösung sollten Verbraucher beim Kauf eines HD-Fernsehers auch auf die Videoeingänge achten. Wichtigste Voraussetzung ist eine HDCP -kompatible Schnittstelle - HDMI (High Definition Multimedia Interface) wird sich dabei aller Voraussicht nach als Standard durchsetzen. Die Schnittstelle sorgt dafür, dass nur Geräte hochauflösende Bildsignale austauschen können, die HDCP unterstützen. So soll verhindert werden, dass kopiergeschützte Filme am Ausgang eines HD-Gerätes abgegriffen und abgespeichert werden können. Alle DVD-Player der nächsten Generation beispielsweise werden ihre HD-Signale nur über HDCP-Schnittstellen ausgeben - egal ob sie HD-DVDs oder Blu-Ray-Discs abspielen.

Der Kopierschutz wird aber nicht nur bei der Wiedergabe von DVDs der nächsten Generation zum Einsatz kommen: Auch die Fernsehsender werden auf Anweisung der Produktionsfirmen viele Filme oder Serien nur kopiergeschützt ausstrahlen dürfen. Fehlt dann beim Fernseher der passende Videoeingang, bleibt der Bildschirm schwarz.

HD-ready-Logo

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"HD ready": Logo steht nicht unbedingt für Qualität

Über die erforderliche HDCP-Schnittstelle verfügen zum Beispiel alle Geräte, die das Logo "HD ready" tragen. Neben einer Auflösung von mindestens 720 Bildzeilen und dem 16:9-Format ist ein solcher Videoeingang die wichtigste Vorgabe, die Hersteller erfüllen müssen, um die Plakette auf die Geräteverpackungen drucken zu dürfen. Fernseher, die "HD ready" sind, müssen außerdem die beiden Standardformate 720p und 1080i verarbeiten können und über einen analogen Komponenten-Eingang (YUV) verfügen. Über die Qualität des Gerätes sagt das Siegel allerdings überhaupt nichts aus. Beim Kauf eines HD-Fernsehers sollten Verbraucher sich daher nicht blind auf das "HD ready"-Logo verlassen.

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