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17.02.2006
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Die wichtigsten technischen Fakten zum Fernsehen der Zukunft

HDTV vorgestellt: Fernsehen der nächsten Generation

Dominik Schöneberg

Während die Ziffern die Anzahl der Bildzeilen angeben, steht der Buchstabe für den Wiedergabemodus: "i" ist dabei die Abkürzung für "interlaced", "p" für "progressive". Beim interlaced-Modus, der auch beim PAL-Standard zum Einsatz kommt, werden dabei im so genannten Zeilensprungverfahren nur Halbbilder angezeigt, um weniger Daten übertragen zu müssen. Der Bildschirm blendet dabei abwechselnd die geraden und ungeraden Bildzeilen ein - die verbreiteten 50-Hertz-Fernseher stellen so pro Sekunde 50 Halbbilder dar. Dank der Trägheit des Auges bleibt den Menschen der ständige Bildwechsel verborgen. Dennoch empfinden viele Zuschauer das Bild eines Fernsehers im Progressive-Modus, der 50 Vollbilder statt der Halbbilder darstellt, als angenehmer.

Wer über die Anschaffung eines HD-Fernsehers nachdenkt, sollte bedenken, dass derzeit nur sehr wenige Sender überhaupt ihr TV-Programm in hoher Auflösung ausstrahlen - die meisten Programme werden immer noch als PAL-Signal übertragen. Weil die Auflösung dieser Bilder für ein HDTV viel zu niedrig ist, müssen die Bilder interpoliert werden: Die Auflösung wird künstlich hochgerechnet und aus einem Pixel werden mehrere. Durch eine fehlerhafte Umrechnung kann es passieren, dass ein Fernsehbild auf einem HD-Bildschirm schlechter aussieht als auf einem normalen PAL-TV.

Große Qualitätsunterschiede bei PAL-Wiedergabe

Die Bildqualität von HDTVs unterscheidet sich gerade bei der Darstellung von PAL-Signalen deutlich. Jedes Unternehmen setzt schließlich auf eigene Algorithmen, um niedrige in hohe Auflösungen umzurechnen. Wer einen neuen HD-Fernseher kauft, sollte sich deshalb auf jeden Fall das Gerät im PAL-Betrieb vorführen lassen.

Am besten sehen HD-Bilder aus, wenn sie überhaupt nicht skaliert werden müssen: Die schärfsten Bilder liefern Fernseher also dann, wenn die Auflösung des Gerätes mit der des eingehenden Signals übereinstimmt. Derzeit hat allerdings nur ein Bruchteil der verkauften HD-Fernseher die Standard-Bildhöhen von 720 oder 1080 Pixeln. Sehr verbreitet sind derzeit zum Beispiel Fernseher mit 768 Zeilen.

Eine höhere Auflösung ergibt nicht unbedingt schärfere Bilder

Bei diesen Geräten muss das Bild also in jedem Fall umgerechnet werden, zum Beispiel wenn sie die 1080i-Bilder von Premiere HD wiedergeben sollen. Weil eine solche so genannte Skalierung immer zu einem Rückgang der Bildqualität führt, ist häufig weniger die Auflösung als vielmehr die Güte des Umrechnungsverfahren für die Qualität der Bilder maßgeblich. Eine höhere Auflösung bedeutet in keinem Fall unbedingt ein besseres Bild: Ein 720p-Signal sieht zum Beispiel in der Regel auf einem 720p-Fernseher deutlich besser aus als ein 1080i-Signal auf einem Fernseher mit 768 Bildzeilen.


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