Die wichtigsten technischen Fakten zum Fernsehen der Zukunft
HDTV vorgestellt: Fernsehen der nächsten Generation
Dominik Schöneberg
Spätestens seit der letzten Internationalen Funkausstellung in Berlin ist HDTV in aller Munde: Geht es nach den Elektronikherstellern sollen hierzulande in immer mehr Wohnzimmern hochauflösende TV-Bilder flimmern. Für Premiere-Chef Georg Kofler ist HDTV sogar "die wichtigste TV-Innovation seit der Einführung des Farbfernsehens". In einer Artikelserie stellt netzwelt das Fernsehen der nächsten Generation vor: Der erste Artikel soll die wichtigsten technischen Fakten aufzeigen.
Die Auflösung ist bei HDTV (High Definition Television) die wohl entscheidende Größe: Das Bild wird bei einem hochauflösenden Fernseher mit deutlich mehr Bildpunkten dargestellt. Im Vergleich etwa zu Computer-Bildschirmen sind die Bilder beim derzeit gängigen TV-Standard PAL mit 768 x 576 Bildpunkten reichlich unscharf. HDTV dagegen bietet deutlich höhere Auflösungen von bis zu 1920 x 1080 Pixeln.
PAL-Auflösung ist ausreichend für kleine Bildschirme
Allerdings braucht nicht jeder Fernseher eine höhere Auflösung: Um die PAL-Auflösung ungetrübt genießen zu können, reicht es, wenn der Abstand zum Bildschirm das Vierfache der Bildhöhe beträgt. Das menschliche Auge kann dann die einzelnen Bildpunkte nicht mehr unterscheiden. Bei den in Mode gekommenen Großbildfernsehern und Beamern allerdings ist häufig zu wenig Platz im Wohnzimmer, um den Mindestabstand einhalten zu können - einzelne Pixel werden dadurch sichtbar. Gerade die Heimkino-Freunde freuen sich deshalb über die hohen HDTV-Auflösungen.
Eine einheitliche HDTV-Auflösung gibt es allerdings nicht. Glaubt man den Elektronikherstellern, sind alle TV-Geräte mit einer größeren Auflösung als der der PAL-Geräte HD-Fernseher. Aldi verkaufte zum Beispiel im vergangenen Jahr einen angeblich HDTV-fähigen Plasma-Fernseher mit einer Auflösung von gerade einmal 852 x 480 Pixeln. Aber auch die Bandbreite an Auflösungen der Geräte, die das Label HDTV verdienen, reicht von 1280 x 720 über 1366 x 768 bis zu 1920 x 1080. Gemeinsam haben die HD-Fernseher dagegen das 16:9-Bildformat.
HDTV: Nur zwei Formate kommen in Betracht
Während bei den Fernsehern Geräte mit vielen verschiedenen Auflösungen verfügbar sind, kommen derzeit bei der TV-Ausstrahlung nur zwei Formate wirklich in Betracht: 1080i und 720p. 1080i steht für eine Auflösung von 1920 x 1080, beim 720p-Format bestehen die Bilder aus 1280 x 720 Pixeln.
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Schade das es kein Logo dafür gibt, das einfach aussagt daß das Gerät gut ist. Welcher Idiot kopiert sich eigentlich noch Filme aus dem Fernsehen? Die gibts doch bei emule alle kostenlos :-P Zwar nicht in HD-TV aber wer braucht das schon? Ich glaube mit diesem Kopierschutz schießen die sich mal wieder ein Eigentor. Sicher werden sich die Leute freuen, wenn sie sich ein HD-TV Gerät gekauft haben wo nicht HD-Ready drauf steht und dann auf einmal der Bildschirm schwarz bleibt, weil am Gerät ein Anschluß fehlt. Und wie ich die Industrie so kenne, denken die sich wieder ein anderes Verschlüsselungsverfahren aus, weil das alte geknackt wurde. Und dann passiert das gleiche wie bei aktuellen CD's. Viele können dann weder was hören noch was sehen aber hauptsache Kopiergeschützt. Schöne Zukunft!
Zitat:
Das gibt es ja leider bei anderen Geräten auch nicht - abgesehen vielleicht vom Siegel der Stiftung Warentest. Das HD-ready-Logo hilft zumindest dabei, Geräte mit einem HDCP-Anschluss und einer halbwegs anständigen Auflösung zu identifizieren. Wer ein gutes Gerät haben möchte, sollte aber bei so einer so teuren Anschaffung auf jeden Fall Tests in der Fachpresse nachlesen und/oder sich das Gerät vorführen lassen.
Zitat:
Die Kopierschutzmechanismen sind tatsächlich alles andere als verbraucherfreundlich. Allerdings sollte man bei aller Industrieschelte meiner Meinung nach eines nicht vergessen: Die Kopierschutzmaßnahmen sind eine Reaktion auf das massenweise illegale Tauschen per P2P. Wer also Filme aus dem Netz saugt, darf sich über Kopierschutz nicht beschweren. Ob der Kopierschutz hilft, das Filesharing einzuschränken, ist eine andere Frage.
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