Dells größter Flachbildschirm im Test: Extrem-Auflösung auf 30 Zoll

Gestochen scharfes Panorama

Weniger ist nur manchmal mehr

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Es hat natürlich durchaus Vorteile, nur drei Knöpfe vor der Nase zu haben - schließlich sinkt damit auch die Anzahl derer, die falsch gedrückt werden könnten. Neben dem Einschaltknopf besitzt der Dell 3007WFP nur zwei Knöpfe für die Regelung der Helligkeit. Abgesehen von einer kleinen Leiste mit Sonnensymbol gibt es kein On-Screen-Menü. Dabei wäre besonders bei grafischen Anwendungen eine verstellbare Farbtemperatur oder Gamma-Kurve von großem Vorteil. Leider bringt das eben genannte Werkzeug keine Abhilfe, da es lediglich die Funktionsweise der drei Bedienelemente sowie die Leuchtstärke beeinflusst.

Nichts zu beanstanden gibt es hingegen bei den externen Verstellmöglichkeiten. Die Mechanik ist leichtgängig, stabil und ermöglicht das bequeme Drehen und Neigen des Displays. Die fehlende Pivot-Funktion zur hochformatigen Darstellung ist angesichts der sichtbaren Höhe von 40 Zentimetern durchaus zu verschmerzen. Ein hochwertigen Eindruck hinterlassen auch das ansprechende Design sowie die ordentliche Verarbeitung.

Wenn es um die Schärfe geht, macht kein bisher von netzwelt getesteter Flachbildschirm dem Dell 3007WFP etwas vor, wozu die extrem hohe Auflösung einen entscheidenden Beitrag leistet. Wer in gewohnt kurzer Entfernung vor dem Monitor sitzt, muss seine Nackenmuskulatur bisweilen mit Drehbewegungen zusätzlich beanspruchen, etwa um kleinere Bildschirminhalte am linken oder rechten Rand auszumachen. Beim alltäglichen Windows-Betrieb sollte man sich allerdings nicht zu weit entfernen, da die Schrift schon aus geringer Distanz sehr klein wirkt. Um die Augen zu entlasten bietet sich die Vergrößerung der Windows-Schriftarten von 96 auf 120 dpi oder einen selbstbestimmten Wert an.

Weiterhin hinterlassen Kontrast und Helligkeit einen sehr guten Eindruck, was dank des weitläufigen Panoramablicks gleich noch viel beeindruckender wirkt. Auch bei einem weiteren, gerade für die Video-Wiedergabe ungemein wichtigen Punkt brilliert die Riesenmattscheibe - den Farben. Sie sind überaus kräftig, strahlend und verlaufen weitestgehend gleichmäßig, zudem werden feine Nuancen sehr differenziert dargestellt. Selbst auf der maximalen Helligkeitsstufe wird der Bildschirminhalt weder verfälscht noch zu grell angezeigt. Ebenso beachtlich finden wir, dass von den beinahe 4,1 Megapixeln nicht eines fehlerhaft ist. Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht.

So gesehen: Blickwinkel und Ausleuchtung

Bereits im Normalbetrieb ohne schwarze, weiße oder bunte Testbilder ist auf der Oberfläche des 3007WFP ein leicht kristallines Glitzern sichtbar, wie es bei Flachbildschirmen mit S-IPS-Technik des Öfteren auftritt. Ein weiteres, nicht ganz unbekanntes Phänomen macht sich bei Veränderungen des Blickwinkels bemerbkar: Bei sehr dunklen Inhalten kommt, wie etwa beim Eizo S2410W, bisweilen ein mattes Glänzen zum Vorschein. Beim Dell 3007WFP fällt dies jedoch deutlich ausgeprägter aus als beim kleineren Konkurrenten aus Japan. Als wirklich störend empfinden wir diesen Effekt nur bei bestimmten Sichtwinkeln und Lichtverhältnissen in Kombination mit besonders düsteren Szenarien, in denen Schwarz die dominierende Farbe darstellt - Paradebeispiel dafür ist unter anderem der Grusel-Shooter "Doom III".

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