"Clovertown" wird Anfang 2007 erwartet
Prozessoren & Overclocking: Intels erster Prozessor mit vier Kernen
Dual-Core war erst der Anfang: Bereits Anfang kommenden Jahres will Intel den ersten Prozessor mit vier Kernen auf den Markt bringen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Einen Prototypen des Chips mit Codenamen "Clovertown" stellte der Halbleiterhersteller jetzt in San Francisco vor. Damit kommt das kalifornische Unternehmen seinem Erzrivalen AMD zuvor, der ebenfalls an Quad-Core-CPUs arbeitet.
Intels erster Vier-Kern-Prozessor wurde vor allem für Server mit zwei CPU-Sockeln konzipiert, sodass maximal acht Clovertown-Chips parallel arbeiten können; der Energieverbrauch soll dabei aber unter dem Niveau einer entsprechenden Anzahl Single-Core-CPUs bleiben. Ein Prozessor für Server mit vier Sockeln ist mit "Tigerton" darüber hinaus ebenfalls geplant. Basis der neuen Chips ist eine neue Prozessorarchitektur in 65-Nanometer-Bauweise, die auch in den für Mitte dieses Jahres geplanten Zwei-Kern-CPU-Serien "Conroe" (Desktop) und "Woodcrest" (Server) sowie den für das vierte Quartal angekündigten Notebook-Chips mit Codenamen "Merom" Einzug halten wird.
Multi-Core wird zum Dreh- und Angelpunkt
Prozessoren mit mehreren Kernen haben sich zu einem Schwerpunkt der Intel-Forschungen entwickelt. Und das werde in den kommenden Jahren noch weiter intensiviert, so Intels Chief Technology Officer Justin Rattner. Chips mit zehn Kernen seien bereits innerhalb der nächsten fünf Jahre möglich, CPUs mit Hunderten von Kernen könne es theoretisch auch geben. Generell werde es die schnelleren Chips aber erst nur für die Server-Bereiche geben. Die Entwicklung im PC- und Notebook-Bereich schreite deutlich langsamer voran, sodass hier auch in nächster Zeit vor allem Dual-Core-Lösungen an erster Stelle stehen werden.
