Songbird: Erste Eindrücke vom freien Medienplayer
Webradio empfangen
Eine weitere praktische Art Musik auf den heimischen Rechner zu bringen, bietet die Nutzung eines Webradios. Die bekannteste Plattform für Online-Radios ist Shoutcast, aber auch Radiotime und MVY Radio sind bereits mit an Bord. Auf diesen Seiten werden Listen angeboten, die Streams von Online-Radios enthalten.
Diese Musik kommt dann über diese Livestreams in recht guter Qualität auf den Rechner. Meist liegt die Bitrate der Streams bei 128 KBit. Das entspricht der üblichen Kodierung von MP3-Dateien zu Radiozwecken. Allein Shoutcast bietet über 10.000 verschiedene Streams aus allen Genres der Musik, von Klassik bis Gangsterrap, von Köln bis NYC.
Keine Einstellungen in der Menüleiste
Interessant ist, dass es in der gesamten Menüleiste keinen Eintrag "Einstellungen" gibt. Das Programm kommt komplett ohne Optionen aus, zumindest bisher. Sehnlichst erwartet wird die Implementierung der Geräte-Unterstützung. Der Menüpunkt ist bereits vorhanden, doch bislang kann das Programm noch keine Mediadaten auf externe Geräte, wie etwa MP3-Player, überspielen. Ein ambitioniertes Ziel wäre die Unterstützung aller MP3-Player auf dem Markt, also auch jener Geräte, die bisher zwangsläufig eine bestimmte Software verlangt hatten - etwa Apples iPod oder Sonys Walkman.
Fazit
Songbird ist auf einem guten Weg ein echter iTunes-Konkurrent zu werden. Bisher handelt es sich aber noch um ein Konzept und viel ist noch zu entwickeln. Wenn aber alles so umgesetzt wird, wie von den Entwicklern geplant, dann können wir uns schon recht bald auf eine umfassende Media-Software für alle Betriebssysteme freuen.
Dabei dürften die Nutzer sich dann am meisten auf drei Dinge freuen. Die Unterstützung aller MP3-Player. Aber auch die Möglichkeit den Player selbst zu konfigurieren. Sollte Songbird eine ähnliche Unterstützung bekommen, wie die beiden Mozilla-Projekte Thunderbird und Firefox, dann könnte der Open Source Player sogar Winamp in Sachen Plug-Ins den Rang ablaufen. Letztlich wird der "Musik-Entdecken-Faktor" bei Songbird sehr groß geschrieben. Eine Verknüpfung mit Diensten wie Webjay.org könnte Songbird zum Durchbruch verhelfen.
Negativ wiegt momentan der hohe Speicherverbrauch. Songbird ist nicht ressourcenschonend, eine Eigenschaft, die man sich besser nicht vom iTunes-Player abgeschaut hätte.
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