Open Source-Meinungsführer: Lizenzen "unakzeptabel"
Music Markt: Streit um Creative Commons
Free Software Foundation-Gründer Richard Stallman hat harte Kritik an Creative Commons geübt. Die Urheberrechts-Lizenzen der Organisation seien "unakzeptabel", so Stallman. Er sehe sich daher gezwungen, die Bemühungen von Creative Commons abzulehnen.
Richard Stallman ist Autor der General Public License - einem Regelwerk, unter dessen Bedingungen unter anderem das Open Source-Betriebssystem Linux veröffentlicht wird. In einem Interview mit dem Web-Magazin LinuxP2P äußerte Stallman jetzt harte Kritik an Creative Commons und seinen Urheberrechtslizenzen.
Im Zentrum von Stallmans Kritik stehen zwei Lizenzen der Organisation, die keine nichtkommerzielle Weiterverbreitung der Werke erlauben. Stallman dazu wörtlich: "Ich kann Creative Commons nicht länger unterstützen, da einige ihrer Lizenzen unakzeptabel sind."
Creative Commons bietet Urhebern die Möglichkeit, ihre Werke unter spezifischen Nutzungsbedingungen zu veröffentlichen, die liberaler sind als das klassische Urheberrecht. So können Musiker sich zum Beispiel dafür entscheiden, ihre Musik zum kostenlosen Tausch in P2P-Netzen freizugeben.
Die Organisation bemüht sich seit geraumer Zeit auch darum, Brücken zur Open Source-Gemeinschaft zu bauen. So will Creative Commons in Zukunft Lizenzen entwickeln, die kompatibel zu vergleichbaren Software-Lizenzen sind. Noch ist unklar, welche Auswirkungen Stallmans Kritik auf diese Bemühungen haben wird.

Junge Leipziger Filmemacher haben den ersten Open Source Film Deutschlands veröffentlicht. Der Film kann kostenlos heruntergeladen werden und wird unter der Creative Commons Lizenz angeboten.
Wird in Ländern wie den USA oder Deutschland ein Musikstück, ein Buch oder ein Film veröffentlicht, ist dieses Werk automatisch urheberrechtlich geschützt.
In diesem Monat feiert eine gemeinnützige Organisation aus Amerika Geburtstag: Creative Commons. Creative Commons arbeitet an alternativen Urheberrechtslizenzen. Normalerweise liegen entweder alle Rechte bei dem Urheber oder dessen Werke sind lizenzfrei und jeder darf damit machen, was er möchte. Dank Creative Commons gibt es zwischen diesen Extremen feinere Abstufungen.
Spätestens seit dem Erfolg des Linux-Systems Google Android gilt das freie Betriebssystem als Sinnbild für den Erfolg von Open-Source-Projekten. Seit 1985 fördert die Free Software Foundation, kurz FSF, die Idee freier Software. Dabei ist sie jedoch kaum sichtbar, bewegt im Hintergrund aber viel.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt stellt seine Videos und Bilder ab sofort offiziell unter Creative Commons-Lizenzen zur Verfügung. Ein Blick ins Medienarchiv lohnt sich, denn dort finden sich beispielsweise Bilder aus der Ära der Space Shuttles.




