Initiative macht den Bösewichtern den Garaus
Sicherheit: Einfach Petzen bei der Internet-Beschwerdestelle
Des Menschen größte Freud ist das Verpfeifen fremder Leut. So oder so ähnlich könnte man die Anzeige-Freude vieler Zeitgenossen in einen Schüttelreim packen. Der gesetzestreue Bürger hat immer die Nummer seiner Polizeidienststelle und seiner Rechtsschutz-Versicherung gespeichert, natürlich im Fotohandy, für die schnelle Beweisaufnahme. Im Internet ist es schwerer, sich gegen vermeintliches Unrecht zu wehren. Dank der Internet-Beschwerdestelle sind diese Zeiten nun auch vorbei.
Inhaltsverzeichnis
- 1Unbürokratische Beschwerdestelle
- 2Sinnvoller Dienst
- 3Anonym Inhalte melden
Unbürokratische Beschwerdestelle
Ja, die Beschwerdestelle. Das klingt herrlich bürokratisch, nach Dienstzeit und Rundlauf, nach Dienststellenleiter und Amtsdeutsch. Und tatsächlich: Bei der Internet-Beschwerdestelle lassen sich vermeintliche Gesetzesverstöße melden. "Die Internet-Beschwerdestelle arbeitet mit Strafverfolgungsbehörden, den Internet Service Providern und weltweiten Partnern zusammen, damit derartige Inhalte aus dem Netz verschwinden und Täter überführt werden können", heißt es auf der Website.
Doch der Verdacht der Bürokratisierung und Denunzierung ist falsch. Die Internet-Beschwerdestelle ist ein Dienst der Initiative "Deutschland sicher im Netz", einem Zusammenschluss namhafter Firmen wie T-Online, VeriSign, Microsoft, Ebay oder SAP unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Ebenfalls verantwortlich für die Internet-Beschwerdestelle ist der Verband der Internet-Wirtschaft eco und die Freiwillige Selbstkontrolle Multimediadiensteanbieter e.V.
Sinnvoller Dienst
Sinn der Internetbeschwerdestelle ist es, Inhalte nicht nur auf Gefahren für Anwender zu überprüfen, sondern entsprechende Seiten im Zweifelsfall auch mit juristischen Mitteln aus dem Verkehr zu ziehen. Dazu arbeiten die Betreiber eng mit Strafverfolgungsbehörden zusammen, damit illegale Inhalte schnell und gezielt gefunden werden können. Zudem sollen Anwender vor entsprechenden Websites gewarnt werden.
In verschiedenen Kategorien wie WWW, E-Mail, Tauschbörsen oder Diskussionsforen unterteilt, kann der Surfer, der auf Illegales gestoßen ist, Kinderpornografie, Rechtsradikalismus oder einfach nur den "Verstoß gegen journalistische Grundsätze melden." Die Meldung erfolgt tatsächlich unbürokratisch: Man kann den Link zur Website oder die Tauschbörse angeben, in der man auf die Inhalte gestoßen ist, und muss nichts hinterlassen als seine E-Mail-Adresse. Mit einem anonymen oder gefälschten Mailaccount lassen sich hier problemlos Websites anprangern, denn eine Bestätigung der Echtheit der Daten - zum Beispiel über eine Bestätigungs-Mail - gibt es nicht.
Anonym Inhalte melden
Und genau hier liegt die Schwachstelle der Beschwerdestelle: Mit einem einfachen Skript lässt sich das Web-Interface problemlos austricksen. Spammer und Anbieter illegaler Inhalte können problemlos Websites melden, bis die Datenbank platzt, und die Beschwerdestelle damit hoffnungslos überlasten. Auch der Gedanke, unliebsame Websites unbegründet zu melden, liegt nahe, doch hier greift die Prüfungs-Funktion des Dienstes. Da die Inhalte überprüft werden, bevor sie an die Ermittlungsbehörden weitergegeben werden, ist Missbrauch hier ausgeschlossen.
Die Internet-Beschwerdestelle ist also im Grunde das, was das Internet bereits lange brauchte. Bisher war es nur über den Weg einer direkten Anzeige bei einer Ermittlungsbehörde möglich, Anbieter unsauberer Inhalte oder von betrügerischen Diensten aus dem Verkehr zu ziehen. Und die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam. Dank der Zusammenarbeit mit der Initiative "Deutschland sicher im Netz" könnte die Arbeit wesentlich effizienter ablaufen, mit dem Erfolg, dass unangenehme Inhalte wesentlich schneller aus dem Netz getilgt werden können.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 10 Beiträge
ok, ich halte von diesen 0815 selbst erbauten selbstherrlichen, geschmackvoll der bundesregierung honig labend, niederkniend und lechzend nach lobby nichts - nur schrott, also vergesst es, möchtegern aufräumer, mein...
Zitat: leute mann sollte Tokio Hotel Killen :) oda wie man die schreibt den ihr musik ist ja das reinste follter :) Dein Rechtschreib ebenfalls Folter ist, junger Jedi!
leute mann sollte Tokio Hotel Killen :) oda wie man die schreibt den ihr musik ist ja das reinste follter :)
Zitat: http://www.rent-a-killer.net/ M.f.G. *LOL* Nicht übel ;-)
Zitat: Kommt ganz drauf an, wer ermordet werden soll Zitat: Einfach geschmacklos. Prima, endlich eine Gelegenheit um meine Lieblingsseite...