MXM-Schnittstelle ermöglicht einfachen Modul-Austausch
MSI Geminium-Go!: Grafik zum Aufrüsten
Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas konnte man bereits erste Blicke auf sie erhaschen, jetzt hat MSI seine Upgrade-fähige Grafikkarte "Geminium-Go!" offiziell vorgestellt. Statt der bekannten Kombination aus GPU und Speicherchip kommen auf der Platine zwei so genannte MXM-Module zum Einsatz, die bislang nur aus dem Notebook-Bereich bekannt waren. Dennoch handelt es sich bei der "Geminium-Go!" um ein Desktop-Modell - eines, das sich jederzeit mit der aktuellsten Grafik-Technologie nachrüsten lässt.

MXM: Ein Basisdesign, viele Möglichkeiten
Hinter MXM (Mobile PCI Express Module) verbirgt sich ein von Nvidia und einigen Notebook-Herstellern entwickeltes Grafik-Design für PCI-Express-basierte Notebooks, das mittels einer einheitlichen Schnittstelle ein einfaches, herstellerunabhängiges Aufrüsten und Austauschen von kompatiblen Grafikmodulen ermöglichen soll. Diese MXM-Module vereinen Grafik- und Speicherchip in nur einer Lösung.
Ganz so einfach wie es sich in der Theorie anhört, ist es in der Praxis jedoch häufig nicht, da es immer noch vier unterschiedliche MXM-Spezifikationen gibt (MXM-I, MXM-II, MXM-III und MXM-HE), die beim Austausch beachtet werden müssen. Die "Geminium-Go!" beispielsweise setzt auf MXM-III-Grafikmodule: Der Prototyp ist mit zwei entsprechenden GeForce-6600-Go-Modulen mit je 256 Megabyte Speicher ausgestattet, die im SLI-Verbund zusammenarbeiten. Prinzipiell können diese Module gegen jegliche SLI-fähigen, MXM-III-Varianten ausgetauscht werden; auch ein Upgrade auf die aktuelle GeForce-7-Go-Serie ist möglich.
MSI zeigt einfach, was theoretisch möglich ist
Wann und zu welchem Preis die "Geminium-Go!" auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt. Das Format der Platine muss erst noch auf gängige Desktop-PC-Gehäuse-Normen angepasst werden. Aber selbst dann ist es noch fraglich, ob die Grafikkarte überhaupt ihren Weg in den Handel finden wird: Zum einen könnten Kühlung und Stromversorgung noch zum Problem werden, zum anderen sind MXM-Module im normalen Handel kaum verbreitet, was die schöne Vorstellung vom einfachen Aufrüsten zerplatzen lässt. Wahrscheinlich wird es daher letztendlich doch beim Prototypen der "Geminium-Go!" bleiben.
