World of Warcraft und sein Umgang mit sexuellen Randgruppen
Warten aufs Medienecho
Die Betreiberfirma Blizzard argumentiert indes, solche Maßnahmen allein im Sinne der Spielergemeinschaft zu treffen. Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Auseinandersetzung mit religiösen, sexuellen oder politischen Themen während des Spielbetriebs häufig in Belästigungen umschlage. In einer virtuellen Welt, wo viele Spieler nicht nur jung und männlich seien, sondern auch mit Beleidigungen schnell zur Hand, wolle man potenzielle Probleme vermeiden, zitiert das US-Magazin CNET einen Firmensprecher.
Unterdessen versucht Sara Andrews, in Azeroth unter dem Alias Shimmre bekannt, die Kampagne gegen Blizzard auszudehnen: Die ebenso lange wie erfolglose Korrespondenz zwischen ihr und dem Spielehersteller hat mittlerweile die Postfächer von Medienhäusern wie MTV, Rolling Stone oder NY Times erreicht. Ferner seien mentale Mitstreiter zurzeit damit beschäftigt, den Schriftverkehr ins Französische zu übersetzen, auf dass auch in Kanada darüber berichtet werde.
Den Gang vor Gericht zieht Andrews ebenfalls in Erwägung. Wenngleich zivilrechtliche Schritte kaum Erfolg versprächen, habe ihr ein Jurastudent in Aussicht gestellt, dass man Blizzard im Falle einer Accountsperre wegen Vertragsbruchs belangen könne.
