Windows auf PowerPCs
Emulatoren: Den PC auf dem Mac zum Leben erwecken
Mac-Anwender zählen sich zu einer wachsenden, dennoch kleinen Randgruppe der Computerwelt. Neben dem Vorteil, einen exklusiven Rechner mit einem noch exklusiveren Betriebssystem zu besitzen, hat das Dasein als Mac-Anwender jedoch auch einen riesigen Nachteil: Zahlreiche Programme, gerade aus dem kommerziellen Bereich, sind nicht für den Mac erhältlich. Was also tun? Abhilfe schaffen Emulatoren, die eine Windows-Umgebung auf Mac OS X zur Verfügung stellen. Im folgenden Artikel werden die wichtigsten Vertreter vorgestellt, die Windows auf Mac OS X laufen lassen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Das Problem mit den verschiedenen Systemen
- 2Kneipen-Hierarchie
- 3Windows-Anwendungen ohne Emulator ausführen
- 4Darwine: Keine Alternative zur Emulation
- 5Virtual PC: Microsofts Antwort für Apple-Anwender
- 6Virtual PC: Der Teuerste und der Beste
- 7QEmu: Schnelle Emulation in der Kommandozeile
- 8Zahlreiche Umsetzungen
- 9Windows in der Bochs
- 10Windows? Aber sicher!
Das Problem mit den verschiedenen Systemen
Der Mac-Umstieg stellt viele Anwender vor die bange Frage: Kann ich nachher noch auf meine alten Dateien zugreifen? Die Antwort lautet inzwischen in den meisten Fällen "Ja". Es gibt unter Mac OS X kaum noch Dateiformate, die nicht mittels eines zusätzlichen Programms oder sogar vom Betriebssystem selbst erkannt werden. Bei Programmen aus dem Free- und Shareware-Bereich stellt sich selten ein Problem ein, genauso wenig gibt es Schwierigkeiten beim Benutzen von vielen kommerziellen Anwendungen: Photoshop und Office sind portiert, die entsprechenden Open-Source-Gegenstücke Open Office und Gimp werden ebenfalls für den Mac portiert. Ansonsten finden sich meist Tools, die zumindest das Öffnen und Umspeichern von Dateien erlauben.
macemu
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Bild vergrößern Ebenfalls dabei: Ein Explorer-Klon. - Bild 2 von 12
Bild vergrößern Nicht so schnell, wie angegeben, aber immerhin. - Bild 3 von 12
Bild vergrößern Eine DOS-Box unter Mac OS X? Kein Problem dank DOSBox. - Bild 4 von 12
Bild vergrößern Alte DOS-Klassiker werden in der DOSBox zum Leben erweckt. - Bild 5 von 12
Bild vergrößern Minesweeper läuft dank Darwine unter Mac OS X - Bild 6 von 12
Bild vergrößern Mit Bochs lassen sich gleich mehrere Betriebssysteme gleichzeitig starten. - Bild 7 von 12
Bild vergrößern Die Windows-Installation wird problemlos durchgeführt. - Bild 8 von 12
Bild vergrößern Mit Q lassen sich zahlreiche verschiedene Prozessor-Architekturen emulieren. - Bild 9 von 12
Bild vergrößern Hardwareintensive Rechnerei. - Bild 10 von 12
Bild vergrößern Der Bochs-basierte WinTel-Emulator macht mit Windows XP unter OS X eine gute Figur. - Bild 11 von 12
Bild vergrößern Mitgeliefert ist ein Registry-Editor. - Bild 12 von 12
Bild vergrößern Mit Q lassen sich einfach virtuelle PCs erstellen.
Schwierig wird es erst, wenn spezielle Programme ausgeführt werden sollen, die, aus welchem Grund auch immer, nicht für Mac OS X ausgeliefert wurden und trotzdem dringend benötigt werden. So können Buchhaltungsprogramme oder die beliebte Eisenbahn- oder Briefmarkenverwaltung den Umstieg gerade bei denen verhindern, die einen Umstieg auf die einfache, ja fast idiotensichere Bedienung am nötigsten hätten: Oma und Opa, Mama und Papa, Tante und Onkel, Menschen eben, die dem analogen Zeitalter entsprungen sind und vor jedem noch so geringen Windows-Problem das Handtuch werfen. Solche Programme arbeiten in der Regel mit eigenen Dateiformaten - keine Chance, mit dritten Programmen darauf zuzugreifen.
Kneipen-Hierarchie
Emulatoren schaffen an dieser Stelle Abhilfe. Ein Emulator stellt ein Betriebssystem im Fenster dar, ohne dass das originale Betriebssystem dadurch negativ beeinflusst wird. Ein Emulator stellt in der Regel einen oder sogar mehrere virtuelle Rechner, sogenannte Virtual Machines, zur Verfügung, die einfach als Datei auf der Festplatte abgelegt werden und sogar gleichzeitig benutzt werden können. Sinn eines Emulators ist es, einem Betriebssystem vorzugaukeln, dass es auf einem für sich passenden Computer läuft. Der Emulator rechnet in Echtzeit die Befehle des Gast-Betriebssystems so um, dass der Wirtsrechner damit arbeiten kann. Im Fall von Windows auf Mac OS X bedeutet das, dass Intel-Prozessorbefehle auf PowerPC-Befehle umgerechnet werden müssen, was viel Rechenleistung in Anspruch nimmt. Dadurch sind Emulationen komplexer Systeme meist nicht sonderlich schnell.
Dennoch: Emulatoren bieten einen einfachen und vor allen Dingen sicheren Weg, Programme auf einem Rechner und Betriebssystem auszuführen, die sonst nicht laufen würden, weil sie für dieses System schlicht und ergreifend nicht erhältlich sind. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Die erste, verbreitetste und leider auch langsamste Variante stellt Virtuelle Rechner zur Verfügung, in denen erst einmal ein Betriebssystem installiert werden muss. Die zweite Variante stellt Wine dar. Wine steht für "Wine is not an Emulator" und ist, wie der Name bereits sagt, kein Emulator, weil er das System nicht emuliert. Stattdessen bietet er Fremdprogrammen aus der Windows-Welt unter Mac OS X und Linux eine Plattform, die dafür sorgt, dass sie ausgeführt werden können.
Windows-Anwendungen ohne Emulator ausführen
Auch weil Wine - oder als OS X-Version "Darwine" - eine Ausnahme darstellt, sei dieses Tool an erster Stelle vorgestellt. Als Open-Source-Projekt ist es natürlich kostenlos im Web zu haben, jeder, der möchte, kann sich die ausführbaren Dateien herunterladen und Code zum Projekt beisteuern. Nach dem Download des rund 25 Megabyte großen Pakets von darwine.opendarwin.org ist Darwine auch schon einsatzbereit. Übrigens werden zur Zeit offiziell noch keine Intel-Macs von dem Programm unterstützt, zwar ist Darwine auch auf Intel-Macs lauffähig, es kann jedoch zu Problemen kommen.







Beiträge
insgesamt 7 BeiträgeZitat: Connectix, nicht Virtix... ...hat VirtualPC entwickelt Aus Virtix ward Connectix :-)
...hat VirtualPC entwickelt. Die gleiche Firma übrigens, die mit Virtual Game Station auch einen sehr guten Playstation-Emulator im Angebot hatte, viel besser als etwa Bleem!. Wurde auf "Bitten" Sonys dann aber...
Zitat: In den FAQ steht, dass ausser der mitgelieferten Programme nichts laufen wird. Stimmt. Aber es soll bald sinnvoll laufen, weil ja jetzt auf den Intel-Macs die Konvertierung der...
Nein, sorry, da habe ich einfach falsch geklickt.
War das jetzt ein direkte Antwort auf meinen Bitte?