Der Abschaum trifft sich im Netz
Kurztest: City of Villains
Der böse Bruder des Online-Rollenspiels "City of Heroes" ging Ende 2005 an den Start. Netzwelt hat die Zeit genutzt, der Schurkenstadt einen Besuch abzustatten.

Keine Burgen, keine Elfen, keine Orks. In "City of Villains" stromert die schurkische Spielergemeinde durch die Düsternis der futuristischen Rogue Islands, wo das Strafgesetzbuch dünner ist als das Haupthaar von Dr. Evil. Von den Machthabern werden Verbrechen allerdings nur geduldet, solange deren eigene Interessen nicht gefährdet sind. Doch genau das ist bei Sabotageaktionen oder Entführungen, was zuweilen unter Mithilfe von NPCs geschieht, häufiger der Fall.
Um krumme Dinger überhaupt erst drehen zu können, braucht es einen maßgeschneiderten Schurken. Bei der Charaktererstellung sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Schieberegler zur Festlegung bestimmter Gesichtspartien oder Körperregionen stehen ebenso zur Verfügung wie Dutzende Kostüme und Farbvariationen.
Kriminelle Karriere
Auf das Gameplay hat die äußere Gestaltung keinen Einfluss. Um der Spielfigur Leben einzuhauchen, stehen fünf Rassen mit individuellen Kräftesets zur Wahl, die im Verlauf um sekundäre Fähigkeiten ergänzt werden dürfen. Trotz der Tatsache, dass in "City of Villains" eher untypische Rassen zum Zuge kommen, gleicht die Rollenverteilung der klassischer Genrevertreter. So können robuste Nahkämpfer die meisten Treffer kassieren, während Hänflinge aus der Distanz Roboter oder Ninjakämpfer heraufbeschwören.
