Eizo FlexScan S2410W im Test: Luxus-Breitbild im großen Stil
Bildqualität: Große Leuchte
Gepiepse, blaues Licht und Sensortasten
Beim Einschalten meldet sich die Riesenmattscheibe mit einem markanten Piepsen, das entfernt an den Strichcode-Scanner einer Supermarktkasse erinnert, während eine kleine blaue LED Einsatzbereitschaft signalisiert. Jeder Druck auf eines der insgesamt acht Bedienelemente in der unteren Mitte geht mit dieser akustischen Untermalung einher. Wem das nicht gefällt, der kann sie auch abstellen. Das Besondere an den Sensortasten ist, dass sie mit dem Gehäuse verschmelzen und schon auf leichtes Darüberfahren mit dem Finger reagieren.
Hatten wir beim kleineren FlexScan S2110W noch mit der schlechten Lesbarkeit der Tasten zu kämpfen, sieht die Sache beim S2410W schon ganz anders aus. Zugegeben, um sich die Vorzüge von heller Schrift auf schwarzem Grund gegenüber schwarzer Schrift auf schwarzem Grund zu erschließen, braucht es nicht allzuviel Fantasie. Doch im Falle des S2410W reicht das vollkommen aus, um in puncto Bedienbarkeit die volle Punktzahl abzustauben. Weshalb nicht auch der S2110W ebenso leserlich beschriftet wurde, bleibt uns allerdings schleierhaft.
Bedienelemente hin oder her - Besitzer des S2410W kommen auch ohne aus. Denn auf der mitgelieferten CD befindet sich ein Konfigurationsprogramm namens "ScreenManager Pro" für die bequeme Monitoreinstellung per Maus und Tastatur. Nach der Installation steht es über ein kleines Symbol auf der Windows-Taskleiste abrufbereit. Dessen zentrales Element bildet der Unterpunkt "Color Adjustment", in dem die wichtigsten Bildparameter nach Herzenlust verstellt werden können, unter vielen anderen die Helligkeit, Sättigung, Farbtemperatur sowie der Gamma-Wert.
In Sachen Helligkeit macht dem S2410W kein anderer Flachbildschirm etwas vor. Wie der 21-Zöller S2110W verfügt er über eine direkte Hintergrundbeleuchtung sowie eine Leuchtkraft von 450 Candela pro Quadratmeter. Wer in einem mäßig beleuchteten Büroraum den Monitor einschaltet und ihn aus kurzer Entfernung betrachtet, kann bunte Punkte über seine Netzhaut tanzen sehen. Doch selbst auf der höchsten Helligkeitsstufe wird das Bild nie verfälscht, zu unscharf oder zu grell dargestellt. Im Normalbetrieb genügt bereits eine Helligkeit von 70 Prozent vollauf. Das hilft auch beim Stromsparen, was angesichts des großen Energiehungers von bis zu 110 Watt bestimmt nicht schaden kann.
Über jedweden Zweifel erhaben sind der immense Kontrastreichtum und die satte, strahlende Farbwiedergabe. Auch das Anzeigen von komplett weißen oder schwarzen Bildern sowie von Farbverläufen und feinen Abstufungen bewältigt der S2410W ohne ein Anzeichen von Schwäche. Wie beim S2110W ist die Ausleuchtung perfekt und obwohl der S2410W über 2,3 Millionen Pixel auf den Schirm bringt, ist nicht einer davon fehlerhaft. In schlecht ausgeleuchteten Räumen kann es allerdings vorkommen, dass dunkle Inhalte etwas heller erscheinen, was wohl auf die starke Leuchtkraft zurückzuführen ist.
