iMac Core Duo im Test: Apples erster Intel-Bolide
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Die Testversionen der beiden Office-Programme sind nicht weiter der Rede wert, wenn auch von Apple explizit beworben: Beide Testversionen laufen nach 30 Tagen Nutzung ab, Microsoft Office nervt zudem noch mit Registrier-Hinweisen. Insofern kein "Geschenk" von Apple, sondern eine Werbe-Maßnahme. Gut geeignet, immerhin, um die beiden Office-Suiten auszuprobieren und sich eine Meinung zu bilden, welches Programm man bevorzugt. Zumal Apple auf die Dreingabe des obligatorischen, aber völlig veralteten Apple Works verzichtet hat. Natürlich ist iWork wesentlich schwachbrüstiger als MS Office, doch wer auf Excel verzichten kann, findet in der Software eine praktische und benutzerfreundliche Textverarbeitung samt Präsentationsprogramm im Stil von Powerpoint. Das Argument für iLife ist der Preis: 79 Euro sind ein Wort gegen die rund 550 Euro teure Office X-Lizenz.
Übrigens bringt der iMac Core Duo alles mit, um sich als Media-Center-PC zu etablieren. Zusammen mit dem Apple-Tool Front Row, das den schnellen Zugriff auf Mediendaten erlaubt, und der Apple-Remote-Fernbedienung lässt sich der iMac problemlos fernsteuern. Die Apple-Remote funktioniert auch mit dem aktuellen iPod Universal Dock und wer sich jemals darüber gewundert hat, wo die weiße Oberfläche des iMacs seinen Infrarot-Empfänger für die Remote versteckt, sei an dieser Stelle aufgeklärt: Der Empfänger versteckt sich im Apple-Logo auf der Vorderseite, wie Tests mit vorgehaltener Hand ergeben haben.
Dicker iMac als Fernseher-Ersatz
An dieser Stelle sei über die Anschaffung eines iMac Core Duo als 20 Zoll-Version nachgedacht. Zusammen mit einem EyeTV-DVB-T-Empfänger von Elgato lässt sich der Fernseher komplett ersetzen. Mittels Airport-Express lässt sich zudem die Musik kabellos auf die Stereo-Anlage streamen. Allerdings hat der iMac zwischendurch gewisse Probleme mit der Basisstation. Warum das so ist, konnte nicht herausgefunden werden. Dafür ist der iMac überaus leise: Selbst unter Volllast gibt er keinen Mucks von sich.
imaccoreduo
Mit dem Universal-Logo identifizieren sich für Intel angepasste Applikationen
Der iMac Core Duo kommt selbst bei Quicktime-Codierung nicht aus dem Tritt.
Zum Vergleich: Der Redaktions-eMac G4 mit 1,25 GHz muss sich schon beim Öffnen von Photoshop massiv anstrengen.
Fazit
Der iMac Core Duo ist der beste Apple-Rechner, der jemals seine Aluminium-Füße in die netzwelt-Redaktion gestellt hat. Das Gerät ist leistungsstark und überzeugt durch sein einzigartiges Design. Auch die technischen Daten können überzeugen. Die leistungsstarke Grafikkarte mit PCI-Express-Anbindung ist überaus spieletauglich, was noch fehlt, sind passende Spiele für die Intel-Architektur. Weniger schön ist die schwache RAM-Bestückung ab Werk und die mangelnde Ausbaufähigkeit in diesem Bereich. Hier muss Apple nachlegen.
Der Breitbild-Bildschirm ist eines Tischrechners würdig, Leuchtkraft und Blickwinkelabhängigkeit sind gut, jedoch nicht Spitzenklasse. Die Media-Center-Funktionalität samt Fernbedienung, Front-Row und dem endlich frei belegbaren Ausgang für einen Zweitbildschirm machen den iMac zum besten iMac aller Zeiten und lässt künftige Apple-Rechner in einem ganz anderen Licht dastehen als noch vor einem Jahr. Wenn auch die restliche Produktpalette derart leistungsstark ist, dürften sich Apple-Nutzer für alle Zeiten die lästernden Kommentare aus der Windows-Welt vom Hals schaffen.
Kaufen!
Insgesamt kann der iMac überzeugen. Auch wenn er nicht der beste Rechner auf dem Markt sein mag, der beste Mac ist er in jedem Fall, zumindest in seiner Preisklasse. Der iMac Core Duo ist mit einem Preis von rund 1350 Euro auch alles andere als teuer, wenn man bedenkt, dass man einen All-in-One-Rechner für dieses Geld bekommt. Da kann selbst der nächste Aldi-PC nicht mehr über den Preis punkten und wesentlich Einsteiger-freundlicher als Windows ist Mac OS X sowieso.
| iMac Core Duo im Test | |
|---|---|
| Modellbezeichnung: | iMac Core Duo 1,83 17" |
| Prozessor: | Intel Core Duo 1,83 GHz |
| Systembus: | 667 MHz |
| Cache: | 2 MB L2-Cache |
| RAM: | 512 MB (Testgerät: 1 GB) |
| Festplatte: | 160 GB Serial ATA, 7200 U/min |
| Optisches Laufwerk: | Superdrive DL 8x (DVD/CD-Brenner) |
| Grafikkarte: | ATI Radeon X1600 PCI-Express 128MB DDR3-RAM |
| Bildschirm: | 17" TFT, 1440x900 Pixel |
| Anschlüsse: | 3x USB 2.0, 2x USB 1.1, 2x FW, Ethernet |
| Netzwerk: | Gigabit Ethernet, WLAN 54 MBit/s, Bluetooth |
| Lieferumfang: | iMac, Handbücher, Apple Remote, Mighty Mouse, Tastatur, Software-DVDs |
| Software: | Mac OS X.4.4, iLife 06, Comic Life, Big Bang Board Games |
| Preis: | UVP 1349,- Euro |

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 16 Beiträge
naja, wer hat schon firewire 800 geräte?! Sehr gut geschrieben hat mich richtig in den bann gezogen! Ist im gegensatz zu dem 1.83 ghz imac der 2.00 ghz imac, natürlich mit dual core, schneller? Also...
Ups... stimmt! :-) Ich korrigiere das.
hat der nicht 16:10
Geht, aber mehr schlecht als recht, siehe: http://www.mactechnews.de/index.php?function=2&id=142
Zitat: Die x86 - Architektur wird aber sicher etliche Leute dazu veranlassen, eine Portierung von Win-doofs auf den iMac zu versuchen. Hoffentlich ohne Erfolg. ...