iMac Core Duo im Test: Apples erster Intel-Bolide
Prozessor ans Limit bringen? Fast unmöglich!
Standard-Prozeduren wie das Starten von Programmen und deren Nutzung fällt ohne die bei G4-Macs übliche Verzögerung aus. Hier hilft die schnelle Festplatte mit 7200 Umdrehungen pro Minute. Ein Blick auf die Prozessor-Last beweist: Der iMac Core Duo kommt nur selten ans Limit, selbst die Kodierung eines Dreiminuten-Films vom DV- ins iPod-Format benötigt nicht die volle Rechenleistung und erfolgt schneller als in Echtzeit - wohlgemerkt, um einen 750-Megabyte-Film im DV-Format auf 15 Megabyte zusammenzustauchen. Im Test ließ sich parallel dazu in iTunes und iPhoto mit riesigen Datenbanken herumspielen und ein Office-Dokument bearbeiten, ohne dass der iMac auch nur ansatzweise ins Stocken geriet - auf einem G4-Mac undenkbar!
Auch andere Spielereien sind problemlos möglich, Mac OS X verteilt die Rechenleistung optimal an die zwei Kerne des Dual-Prozessors. Selbst mit Speicher- und Rechenleistungs-intensiven Programmen im Hintergrund erreicht die Last beider Prozessoren zusammen selten mehr als 50 Prozent von rechnerisch 200 möglichen Prozentpunkten, was bedeutet, dass jeder Kern nur zu einem Viertel ausgelastet ist. Prozessor-technisch ist der Core Duo also zukunftssicher - ein für Apple-Anwender völlig neuer, unbekannter Zustand, zumindest in der Consumer-Ecke. Einzige Voraussetzung: Die Anwendungen müssen per Universal Binary an die Intel-Architektur angepasst sein, sonst ist's Essig mit dem Performance-Vorteil.
imaccoreduo
Mit dem Universal-Logo identifizieren sich für Intel angepasste Applikationen
Der iMac Core Duo kommt selbst bei Quicktime-Codierung nicht aus dem Tritt.
Zum Vergleich: Der Redaktions-eMac G4 mit 1,25 GHz muss sich schon beim Öffnen von Photoshop massiv anstrengen.
Der Lieferumfang des iMac Core Duo ist wie üblich reichhaltig, allerdings nicht so reichhaltig, wie bei bisherigen Rechnern der iMac-Linie. Auf das obligatorische Videospiel musste Apple verzichten, wohl weil es bisher nur wenige an die Intel-Architektur angepassten Spiele gibt. In der Not griff Apple zu einem Spielepaket namens "Big Bang Board Games", wobei es sich um 3D-Versionen bekannter Brettspiele handelt.
Reichhaltige Software-Ausstattung
Um so reichhaltiger ist die Ausstattung in Sachen Anwendungs-Software: Neben dem Betriebssystem samt iChat, Mail und Safari-Internet-Browser liegt das iLife '06-Paket bei, bestehend aus dem allseits bekannten und beliebten iTunes-Musikplayer, dem Foto-Archiv-Programm iPhoto, dem Videoschnitt-Tool iMovie, dem DVD-Editor iDVD und dem neuen iWeb-Webeditor. Mit letzterem lassen sich einfach und bequem Websites erstellen. Wie üblich arbeiten alle Programme der iLife-Suite übergangslos miteinander zusammen.
Weitere Software-Dreingaben sind das Tool "Comic Life", eine Test-Version von Microsoft Office sowie eine Testversion von Apples Office-Derivat "iWork". Comic Life ist eine witzige Anwendung zur Erstellung von Comic-Strips aus Fotos und integriert sich vollständig mit Apples iPhoto. Kein besonders anspruchsvolles Programm, aber durchaus amüsant, um Party-Erlebnisse zu verwerten oder jemandem ein attraktives Geschenk zu machen.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 16 Beiträge
naja, wer hat schon firewire 800 geräte?! Sehr gut geschrieben hat mich richtig in den bann gezogen! Ist im gegensatz zu dem 1.83 ghz imac der 2.00 ghz imac, natürlich mit dual core, schneller? Also...
Ups... stimmt! :-) Ich korrigiere das.
hat der nicht 16:10
Geht, aber mehr schlecht als recht, siehe: http://www.mactechnews.de/index.php?function=2&id=142
Zitat: Die x86 - Architektur wird aber sicher etliche Leute dazu veranlassen, eine Portierung von Win-doofs auf den iMac zu versuchen. Hoffentlich ohne Erfolg. ...