Schnell, schneller, Core Duo

iMac Core Duo im Test: Apples erster Intel-Bolide

Apple und der Intel-Umstieg: Von vielen Mac-Usern kritisch beäugt, hatte Apple doch bis dato immer darauf geschworen, dass die PowerPC-Architektur das Nonplusultra der CPU-Technologie sei. Der iMac Core Duo, ausgestattet mit einem Intel Dual-Core-CPU mit zwei Kernen, beweist das Gegenteil: Wer Geschwindigkeit möchte, muss auf die x86-Architektur setzen.

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Mit dem Universal-Logo identifizieren sich für Intel angepasste Applikationen
Mit dem Universal-Logo identifizieren sich für Intel angepasste Applikationen

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm - oder doch?
  2. 232 statt 64 Bit
  3. 3Designmerkmale Marke Apple
  4. 4Switchen für Einsteiger
  5. 5Rosige Erfahrungen mit Rosetta
  6. 6Universelle Binaries - noch nicht überall!
  7. 7Native Applikationen: Ungeahnter Performance-Schub
  8. 8Prozessor ans Limit bringen? Fast unmöglich!
  9. 9Reichhaltige Software-Ausstattung
  10. 1030 Tage kostenlos testen
  11. ...aufklappen
  12. 11Fazit
  13. 12Kaufen!

Der iMac ist Apples Prestige-Rechner. Nach Steve Jobs' Rückkehr zu Apple 1997 wurde mit dem iMac G3 die Strategie des vom Pleitegeier umkreisten Unternehmens vollkommen geändert. Apple sollte künftig die Innovationsschmiede der Computer-Branche werden. Das gelang vortrefflich: Trotz des hohen Preises von rund 2000 Dollar gefiel der bunte iMac auf Anhieb. Sein Alleinstellungs-Merkmal: In einem Gehäuse, nicht größer als ein 15 Zoll-Bildschirm, war ein kompletter Computer untergebracht. Das All-in-One-Konzept kam bei den Kunden an und der iMac G3 wurde ein voller Erfolg.

imaccoreduo


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Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm - oder doch?

2001 folgte das iMac-Modell mit TFT-Bildschirm und G4-Prozessor, auch liebevoll "Stehlampe" genannt. Sein Design war gewöhnungsbedürftig, weshalb der G4-iMac nicht so erfolgreich war wie sein Vorgänger. Apple reagierte 2004 mit dem iMac G5, der an alte Erfolge anknüpfte: In einem Gehäuse, kaum größer als ein handelsüblicher 17 Zoll-Flachbildschirm, war wieder ein kompletter Rechner untergebracht. Die Käuferschaft dankte es Apple, der G5-Prozessor war endlich erschwinglich geworden und der Preis des iMac G5 war mit rund 1450 Euro nicht sonderlich hoch für einen derart innovativen Tischrechner.

Mit dem iMac Core Duo überraschte Apple die Fachwelt. Erst zwei Monate zuvor war eine komplett überholte Version des iMac G5 vorgestellt worden, flacher und mit eingebauter Webcam, weshalb niemand damit gerechnet hatte, dass Apple sich zuerst um diesen Rechner kümmern würde. Die Kraft der zwei Herzen in Form des Intel Core Duo-Prozessors mit 1,83 Gigahertz soll den Rechner laut Apple doppelt so schnell machen wie den unwesentlich höher getakteten G5-iMac mit einem Kern.

32 statt 64 Bit

Gleichzeitig bedeutet der Intel-Umstieg auch die Abkehr von der 64-Bit-Architektur des G5-Prozessors, beim Core Duo handelt es sich um den 32-Bit-Nachfolger des Pentium-M-Prozessors, im iMac Core Duo ist also ein Mobilprozessor verbaut. Der "Yonah" läuft mit zwei Kernen, die die Rechenleistung brüderlich untereinander aufteilen. Von einem Rückschritt kann also nicht gesprochen werden. Ansonsten hat sich gegenüber dem iMac G5 1,9 nicht viel geändert, der Rechner ist weiterhin flach, hübsch anzuschauen und steht massiv auf seinem Alu-Standbein.



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